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100 Jahre Universal Pictures
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Produktinformation
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Maya ist seit sie denken kann die Dienerin von Tara, welche ihr mit großer Eifersucht keine Erfolge gönnt, sei es beim Tanzen (was Maya besser beherrscht) oder einfach nur, dass sie einmal eine neues Kleid anstatt der abgetragenen von Tara bekommt. Dieser Konflikt eskaliert am Tag vor Taras Hochzeit mit einem großen Herrscher derart, dass Maya ihr einen Denkzettel verpassen will - sie verführt den Bräutigam. Die Folge davon ist, dass sie aus dem Palast verbannt wird.
Doch der Mann von Tara hat sich unsterblich in Maya verliebt und holt sie als seine Mätresse in seinen Palast, Tara ignoriert er völlig, sie bedeutet ihm nichts.
Die Geschichte nimmt jedoch eine tragische Wendung, da Maya in einen anderen Mann verliebt ist ...
Wer hier ein Musical erwartet wie in Bollywood Filmen üblich wird von diesem Film sicher enttäuscht sein, es wird nicht getanzt und gelacht und gesungen, nein dieser Film hat Realismus und Tiefgang ganz ohne Kitsch und zeigt Menschen mit all ihren positiven wie auch negativen Seiten. Die Kunst zu lieben und geliebt zu werden wurde noch nie besser dargestellt.
Derweil meine Vorrezensentin den Inhalt schon ganz gut wiedergegeben hat, ohne zuviel zu verraten, möchte ich meine ganz persönlichen Empfehlungsgründe zusammenfassen:
GESCHWINDIGKEIT. Während das abendländische Kino dazu neigt, immer mehr Dialog und Action selbst in Filme mit eher ruhigem Thema hineinzupacken (Merke: wenn mal 10 Sekunden lang nichts gesagt wird, hat das entweder eine Sex- oder eine Explosionsszene zu sein; oder beides...), läßt sich Kama Sutra die Zeit und Ruhe, die der Film benötigt, um sich zu entfalten. Entsprechend ist es kein Film, der einen völlig Übermüdeten wachhält, aber sich vor dem aufmerksamen Zuschauer entfaltet wie ein farbenfroher Gobelin; rein optisch ist der Film ein Augenbad, in dem sich schöne Kulissen und Landschaften, Bewegungen, Gesichter und Körper zu einem einzigen langen Bildgedicht verknüpfen. Es ist ein langsamer Film, dem es aber gerade deswegen nicht an wirklicher Spannung gebricht (und Spannung mit Action zu verwechseln ist derzeit ein Lieblingsirrweg des U.S.-Kinos).
HISTORIE/EROTIK. Der historische Hintergrund scheint sehr gut recherchiert und wird auch dem Uneingeweihten in gut verständlichen Häppchen serviert. Und ebensowenig wie der indische Buchklassiker von Vatsyayana, nach dem der Film benannt ist, erschöpft sich das Thema Liebe im Sex. Es geht wirklich und wahrhaftig um die KUNST der Liebe - und damit auch, aber nicht nur der Erotik. Die Hauptdarsteller/innen sind eben nicht nur Hautdarsteller/innen, sondern zugleich Charaktere, deren Entwicklung und Konflikte eine intensive Faszination ausstrahlen. Insofern ist der Filmtitel völlig richtig gewählt, und ein armer Tropf ist, wer Schlechtes dabei denkt.
Insgesamt ist Kama Sutra ein Film, dem ich bedenkenlos das höchste Prädikat verleihe. Sicherlich muß man in der richtigen Stimmung sein - wie für ein gutes Buch auch. Aber diesen Moment abzuwarten und ihn dann zu genießen, ist sehr lohnend: Es ist ein Film, der einen berührt - auf eine Weise, wie es nur sehr, sehr wenige Filme fertigbringen.
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