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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"NO GO AREAS" für Frauen, 30. Mai 2006
Nach ihrer Scheidung von einem gewalttätigen Mann kehrt Josey Aimes mit ihren Kindern in ihre Heimat Minnesota zurück, und findet dank ihrer Freundin Glory einen lukrativen, harten Job im Eisenbergwerk. Mehr als die anstrengende Arbeit setzen ihr die Belästigungen der Männer in der Mine zu, die die attraktive Frau als Freiwild betrachten. Macht wird über Sex ausgeübt. Es bleibt nicht bei verbalen Attacken, körperlicher Gewalt kommt ins zynische, ungleiche Spiel. Die verletzliche und sensible Josey zeigt sich jedoch am Ende sehr wehrhaft. Sie nutzt alle rechtlichen Möglichkeiten und gibt den Anstoß für die erste Sammelklage wegen sexueller Belästigung in den USA.
In diesem Film wird eine wahre Geschichte mit einigen fiktiven Ergänzungen nacherzählt. Er verdichtet eine jahrelange Leidensgeschichte auf wenige Wochen. Oscar-Preisträgerin Charlize Theron (Josey) zeigt, dass sie mehr kann, als nur schön zu sein. Frances Mc Dormand, die große Schauspielerin aus Minnesota, (unvergessen in ihrer Glanzrolle in "Fargo") spielt die Freundin Glory mit gewohnter, eigenwilliger Professionalität. Der Film bietet Unterhaltung mit Anspruch, wenn auch manchmal zu sehr schwarz/weiß gezeichnet wird. Warum eine Frau wie Josey als alleinerziehende Mutter in eine als problematisch und eng empfundene Heimat in den rauen und weiten ländlichen Mittleren Westen zurückkehrt, erschließt sich mir letztendlich auch nicht schlüssig.
Trotzdem - sehenswertes Sozial-Drama.
Helga Kurz
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beeindruckend und Ergreifend!, 21. Juli 2006
Ein Film der nicht dem üblichen Mainstream-Geschmack Rechnung trägt und ziemlich ungewöhnlich ist für die "Traumfabrik" Hollywood - wie ich finde.
Mich hat der Film jedenfalls schwer beeindruckt, denn man spürt eine Intensität wie selten.
Vordergründig geht es um die Geschichte von Josey, die ihren brutalen Mann mit ihren beiden Kindern verlässt und nach Minnesota zurückkehrt. Dort arbeitet sie in den Erzminen, um sich und ihre Kinder durch zu bringen.
Sie sieht sich mit den täglichen Demütigungen und sexuellen Übergriffen der männlichen Kollegen konfrontiert.
Als diese Übergriffe nicht mehr nur verbaler Natur sind, sondern sich auch in physischen Attacken äussern und die Männer versuchen auf diesem Wege Macht auszuüben, wehrt sich Josey.
Sie verklagt die Bergwerksgesellschaft wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz (die erste Klage in der Art) und steht zu Beginn des Prozeßes allein auf weiter Flur.
Doch eigentlich dreht sich der Film vor allem, um ein dunkles Geheimnis, daß Joseys Leben überschattet, daß das Verhältnis zu ihrem Vater schwer belastet, der sie als Schande für die Familie betrachtet und auch in ihrer Arbeit Auswirkungen hat.
Ihr einsamer und harter Kampf gegen eine chauvinistische Männerwelt wird in beeindruckender Art und Weise dargestellt. Speziell als Frau versteht man wie sich Josey und ihre Kolleginen fühlen müssen, möchte die Männer, die sie zutiefst demütigen und verhöhnen zur Hölle schicken und stellt dennoch dankbar fest, daß nicht alle Männer in den Minen dieses infame Spiel mitspielen.
Charlize Theron verkörpert Josey wirklich eindrucksvoll und manchesmal möchte man sie einfach in den Arm nehmen und ihr Mut zusprechen.
Überhaupt bieten die Schauspieler eine hervorragende Performance. Jeder für sich ist brillant und absolut glaubwürdig.
Dieser Film geht absolut unter die Haut, vor allem wenn man bedenkt, daß er sich auf eine tatsächliche Begebenheit bezieht. Erschreckend das vor nicht mal 20 Jahren solche Zustände für Frauen in Männerberufen herrschten.
Stellenweise hat mir der Film Gänsehaut bereitet und mir liefen, ohne das ich es richtig bemerkt habe, die Tränen über die Wangen.
Wer sich also auf einen aufwühlenden Film einlassen will, der ist hier genau richtig.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein bewegendes Sozialdrama, 15. Mai 2006
Zum Plot: Josey Aimes (Oscar Preisträgerin Charlize Theron) flieht Ende der 80 er Jahre, nach gescheiterter Ehe vor ihrem gewalttätigen Ehemann, in ihre Heimatstadt im Norden Minnesotas. Von ihren Eltern ( Sissy Spacek), vor allem von ihrem gottesfürchtigen Vater Hank, der glaubt, dass sie schon genug Schande über die Familie gebracht hat, wird sie nicht mit offenen Armen aufgenommen. Aber Josey träumt trotzdem von einem besseren Leben für sich und ihre beiden Kinder. Sie trifft ihre alte Freundin Glory (Oscar Preisträgerin Frances Mc Dormand). Glory arbeitet als eine von wenigen Frauen im Bergbau und sie verhilft Josey zu einer Stelle als Stahlarbeiterin im Bergbau. Das gefällt ihrem, auch in der Eisenmine arbeitenden Vater überhaupt nicht. Die Grube befindet sich seit Generationen fest in Männerhand und so sind die Frauen bei ihren männlichen Kollegen und bei der Geschäftsleitung nicht willkommen. Josey findet sich mit der harten Knochenarbeit ab, aber die Männer tun alles, um den Frauen das Leben zur Hölle zu machen. Die Belästigungen gipfeln nicht nur in physischer Bedrohung, sondern die Grubenarbeiter treiben mit den Frauen, als Grabscher allerlei sexuelle Späße unterhalb der Gürtellinie. Die sexuellen Anspielungen und Demütigungen zermürben die Frauen.
Glory, in der Gewerkschaft organisiert, kämpft gegen die Missstände an, wird aber durch eine tückische Muskelkrankheit, arbeitsunfähig. Josey geht zur Firmenleitung, blitzt jedoch dort ab. Auf der Gewerkschaftsversammlung stellt sich auch ihr Vater Hank gegen sie. Josey macht die Bekanntschaft mit dem sympathischen Rechtsanwalt Bill White (Woody Harrelson). Der geht mit ihr vor Gericht, es folgt ein packendes Gerichtsdrama. Für die notwendige Sammelklage wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz braucht sie die Solidarität ihrer Kolleginnen. Josey will kein Opfer sein, sie nimmt den Kampf auf und schreibt so Geschichte. Was im wahren Leben über zwanzig Jahre dauerte verdichtete der Kinofilm „Kaltes Land" auf gut zwei Stunden.
Die Neuseeländerin Niki Caro, liefert nach „Whale Rider" ihr US-Debüt. Hochklassiges Kino, ein starkes Schauspielerdrama, mit den immer wieder hinreißenden Oscar-Preisträgerinnen Charlize Theron und Frances McDormand. Thema und Story erinnern an Filme wie „Norma Rae" oder Erin Brockovich". Beides waren starke Frauen, das war Josey zunächst nicht. Sie zog sich zurück und als es nicht mehr ging, da wehrte sie sich.
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