Dieses Kindheits-Erinnerungs-Buch ist ein Glücksfall für die literarische Geschichte des Nachkriegsdeutschland. Aber auch ein Must für Radiofans, Radiohistoriker und Stimmforscher! Die Stimme des Vaters mit der Seele suchend - beide Eltern arbeiteten im Funk -: höchst suggestive Prosa ist aus dieser frühen akustischen Dressur Ende der 50er Jahre hervorgegangen, man konnte sie schon in den Büchern "Verfolgte des Glücks" und "Memoiren eines Kindes" erleben. Nun kehrt die Autorin zu ihren Quellen zurück und zeigt sich als phantastisch überlebenswillige Berliner Pflanze, mit skurriler Verwandtschaft, mitten im alten, kaputten, schlimm geteilten Berlin.