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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine exzellente Übersicht,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Kalte Krieg 1947-1991: Geschichte eines radikalen Zeitalters (Gebundene Ausgabe)
Der Autor legt eine umfangreiche und dennoch sehr lesbare Geschichte des Kalten Krieges vor, die sich anders als das ebenfalls sehr empfehlenswerte Werk "Der kalte Krieg" von Gaddis nicht so sehr auf das Verhältnis der beiden Supermächte und die dort handelnden Personen konzentriert, sondern breiter angelegt ist und beispielsweise auch ausführlich auf die Auswirkungen des Kalten Krieges auf die Alltagskultur oder die unterschiedlichen Sozialsysteme eingeht. Anders als Gaddis versucht Stöver nicht die Ereignisse durch politische Analyse und Theorie zu erklären (was Gaddis Buch interessant, aber auch angreifbar macht), sondern läßt eher die Ereignisse für sich sprechen. Gut gewählte Abbildungen und Karten ergänzen und illustrieren die Aussagen des Textes angenehm.In der Fülle des von Stöver vorgelegten Materials sind mir zwei kleine Irrtümer aufgefallen: Zum einen verlegt er Los Alamos (der Ort, an dem die Atombombe entwickelt wurde) in die Nähe von Las Vegas (in dessen Nähe zahlreiche Atombombenversuche stattfanden). Los Alamos liegt in der Nähe von Santa Fe/New Mexico. Dort gibt es ein kleines Museum, welches sich mit der Entwicklung und dem Einsatz der Atombombe auseinandersetzt und dessen Gästebuch Stöver interessante Einblicke in die Gedanken der amerikanischen Besucher zur Atombombe gewährt hätte. Zum anderen verwechselt er die Challenger-Katastrophe mit der der Raumfähre Columbia und wertet das Unglück als eine indirekte Folge des kalten Krieges, eine Interpretation, die über das offizielle und gut nachvollziehbare Untersuchungsergebnis deutlich hinaus geht. Dies sei am Rande, aus Spaß an der Kritik, vermerkt - die Freude am Lesen haben diese "Beanstandungen" nicht getrübt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pflichtlektüre,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Kalte Krieg 1947-1991: Geschichte eines radikalen Zeitalters (Gebundene Ausgabe)
Ein Muss für an dieser Zeit Interessierte: Stöver bietet ein umfangreiches, tiefgreifend recherchiertes Kompendium des Kalten Krieges mit dicht gepackten Informationen, das trotzdem gut zu lesen ist. Während J.L. Gaddis in seinem gleichnamigen Werk mehr die politisch-historische Komponente (berechtigte fünf Sterne weil informativ, sehr flüssig und mitreißend geschrieben) beleuchtet, zieht B. Stöver wesentlich weitere Kreise: hin zu den militärischen Entwicklungen, den gesellschaftlichen Auswirkungen ebendieses Wettrüstens; er beschreibt die Einflüsse auf Literatur, Musik, Theater, Radio, Fernsehen, Sport, Wirtschaft. Und er sieht den Kalten Krieg nicht nur als ein bipolares Geschehen, sondern er bezieht auch China angemessen ein: sein allmähliches Ausscheren aus den Umarmungen des Großen Bruders UdSSR, seine eigenen politischen, territorial-hegemonialen Interessen. Somit wird das Werk ein umfassendes Dokument über die Auswirkungen des Kalten Krieges auf das gesamte Weltgeschehen in all seinen Bereichen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Solide Arbeit,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Kalte Krieg 1947-1991: Geschichte eines radikalen Zeitalters (Gebundene Ausgabe)
Für denjenigen, der sich wirklich umfassend in das Thema "Kalter Krieg" einlesen will, ist dieser Buch hervorragend geeignet. Stöver bietet wirklich einen umfassenden Überblick hinsichtlich der Entwicklungen zwischen 1947 und 1991, zumal er, neben der politischen Entwicklung, auch auf die anderen "Kriegsstrategien" bzw. "Kriegsfelder", wie z.B. den Kalten Krieg im Film und in der Literatur, intensiv eingeht. Und dennoch fehlt dem Buch meiner Meinung nach etwas, was sich noch deutlicher zeigt, wenn man es mit einem anderen Werk zu Thema (Gaddis: Der kalte Krieg) vergleicht. Zwar bleibt Stöver stets so neutral wie möglich, er legt Wert auf die Geschehnisse und weniger auf die handelnden Personen, aber es fehlt ihm doch, besonders am Ende, der Mut zum eigenen, vielleicht auch überraschenden oder provozierenden Urteil. Die Bewertung der Kalten Krieges fehlt im Grunde, und gerade hier zeigt sich die Stärke von Gaddis, der wenigstens mit einer interessanten These aufzuwarten weiß (nämlich der, dass der Kalte Krieg am Ende vielen Menschen das Leben gerettet hat). Nun will ich mich Gaddis gar nicht anschließen, ich will aber angeregt werden zum Nachdenken und dessen pointierte Wertungen und nicht selten personalisierten Anekdoten (in denen sich immer auch Geschichte abbildet!), die z.T. deutlich parteiisch sind, gefallen mir persönlich besser, weil auch in der Zuspitzung, in der Provokation ein Wert liegt - wenn man damit umgehen kann.Fazit: Wer vor allem umfassend und möglichst neutral informiert werden will, der lese Stöver. Wer mehr Lesespaß haben möchte, wer auch mal überrascht oder geärgert werden möchte, wen die Personen mehr interessieren als die Vorgänge und wer sich wenigstens "in Gedanken" mit einem Autor streiten möchte, dem empfehle ich Gaddis. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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