Ich muss sagen, dass ich regelrecht enttäuscht von dem Buch bin.
Es wurde so langweilig, dass ich irgendwann aufgehört habe, es zu lesen, bzw. nur noch das Ende kurz gelesen habe.
Es geht um den sehr ungewöhnlichen Karrierewechsel einer relativ gut verdienenden Computerfachfrau zur eher schlecht bezahlten Köchin in der Antarktis. Die Kurzbeschreibung auf der Rückseite des Buches verspricht dem Leser Abenteuer, Witz und auch Romantik. Zutreffender wären wohl eher die Stichworte langatmige Handlungen und Kochrezepte.
Mit dem Humor in den Buch kam ich oftmals nicht zurecht. Es gibt schon Stellen, bei denen man schmunzeln oder kurz kichern muss, doch dann kommen wieder Stellen, bei denen man zwar merkt, dass das lustig sein sollte, man sich aber fragt, was das soll. Die "Witze" sind eher von der kleinen-braven-mäuschen-Mädchen-Sorte, Leser, die giftigen und zünischen Humor erwarten sind hier meiner Meinung fehl am Platz!
Die ganzen Herausforderungen und "Abenteuer", denen sie sich stellen muss, sind zum Teil zu sehr ausgedehnt und wirklich kürzbar! Und die langen (für mich zu langen) Beschreibungen, wie und mit was sie welches Gericht "zaubert", kann einem echt auf die Nerven gehen.
Auch ihre Sprache ist gewöhnungsbedürftig - brav.
Wenn sie flucht kommen nur Ausdrücke wie "Mistknabe" über ihre Lippen (oder wurde es nur so übersetzt?) und ich persönlich kann die Wörter (Essen) kosten, herrlich und köstlich nicht mehr hören.
Ich möchte aber nicht nur meckern, immerhin habe ich zwei Sterne vergeben.
Sehr schön und gut geschrieben fand ich die Landschafts- und Aussichtsbeschreibungen, man kann sie sich so vorstellen, als ob man selbst schon mal in der Antarktis war. Man kann sich auch sehr gut hineinversetzen, wie es sein muss, auf jegliche Elektrizität und fließendes Wasser zu verzichten.
Auch wer von den jüngeren Lesern vielleicht vor hat, in der Organisationsbranche tätig zu sein, bekommt hier eine nachvollziehbare und unverblümte Vorstellung, was ihm als Organisierer in puncto Stress erwarten wird/könnte.