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Kaltblütig: Wahrheitsgemäßer Bericht über einen mehrfachen Mord und seine Folgen [Taschenbuch]

Truman Capote
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Juli 1969 3499111764 978-3499111761 39
„Ein Meisterwerk – schmerzhaft, schrecklich, besessen.“ (New York Times Book Review) In Kansas wird eine von allen geachtete Familie auf ihrer Farm “kaltblütig” ermordet. Panik ergreift die Bürger der nahen Kleinstadt. Die beiden Täter werden schnell gefasst. Der autor besucht sie im Gefängnis und notiert alles, was sie ihm berichten. Sein aufregender Tatsachenroman ist eine zeitlose Studie über die Psychologie des Verbrechens.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 39 (1. Juli 1969)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499111764
  • ISBN-13: 978-3499111761
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.333 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein Meisterwerk schmerzhaft, schrecklich, besessen.« (New York Times Book Review)

»Ein in der seriösen Literatur heute kaum vorstellbarer Triumph. Die Pioniertat eines neuen Stils, Romane zu schreiben. Ein Buch, das alle Welt lesen will.« (Der Spiegel) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Kaltblütig
OT In Cold Blood OA 1966 DE 1966Form Tatsachenroman Epoche Moderne
Bereits mit seinem Untertitel Wahrheitsgemäßer Bericht über einen mehrfachen Mord und seine Folgen gibt sich das für ein neues literarisches Genre wegweisende Werk von Truman Capote als Tatsachenroman (Nonfiction novel) zu erkennen.
Inhalt: Im November 1959 dringen die ehemaligen Zuchthäusler Richard Hickock und Perry Smith ins Haus des wohlhabenden Farmers Herbert Clutter in Holcomb (Kansas) ein, weil sie dort Geld vermuten. Als sie nur 40 Dollar finden, ermorden sie die vierköpfige Familie auf bestialische Weise und fliehen. In der Kleinstadt bricht Panik aus, ihre Bewohner fürchten, dass die Mörder mitten unter ihnen leben. Wenige Wochen später werden Hickock und Smith in Las Vegas (Nevada) gefasst. Truman Capote reist nach Kansas, um Ablauf, Motive und Hintergründe des grauenhaften Verbrechens vor Ort zu ermitteln. Er interviewt einfache Bürger, Polizisten, Justizbeamte und die inhaftierten Mörder. Sie werden zum Tod verurteilt und am 14. April 1965, fünfeinhalb Jahre nach der Tat, im Staatsgefängnis von Kansas gehängt.
Aufbau: Aus rund 6000 Seiten Notizen über die Ermittlungen des FBI, biografischen Angaben der Täter und atmosphärischen Details formte Capote eine »eigenartige Mischform«, die er für eine »große, unerforschte Kunstgattung« hielt. Sein Stil ist knapp und doch lückenlos, sachlich und anrührend zugleich. Das rastlose Leben auf der Straße während der Flucht der Gangster schildert Capote in Anlehnung an literarische Vorbilder wie Jack RKerouac und Jack R London. Der Roman nutzt kriminologische (Rekonstruktion, Indiziensammlung), journalistische (Interview, Reportage) und filmische Techniken (Parallelmontage, Vorwärts- und Rückblende). Der Skrupellosigkeit des Verbrechens stellt Capote die moralische »Anständigkeit« des konservativen Westens der USA gegenüber. Die anfangs völlig verständnislose Tat erweist sich im Verlauf des Romans als tragisches Ergebnis sozialer und biografischer Umstände sowie psychopathischer Kurzschlusshandlungen.
Wirkung: Der Roman löste schon beim Vorabdruck in der Zeitschrift New Yorker heftige Reaktionen aus. Einige Kritiker wie der Engländer Ken Tynan warfen Capote vor, nichts getan zu haben, um die Mörder vor der Hinrichtung zu bewahren. Capote verwies auf die Chancenlosigkeit eines solchen Ersuchens angesichts des drakonischen Strafrechts in Kansas. Kaltblütig wurde 1967 von Richard Brooks als engagiertes Plädoyer gegen die Todesstrafe verfilmt. 1996 drehte Regisseur Jonathan Kaplan eine weitere Fassung für das US-Fernsehen. B. B.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen DER Tatsachenroman 13. Dezember 2006
Format:Taschenbuch
Kaltblütig, wahrscheinlich besser bekannt als „In Cold Blood“, ist Capote selbsternannte Neuerfindung eines noch nicht existenten Genres: des Tatsachenromans. Ohne große Umschweife erklärte der New Yorker Exzentriker Kaltblütig zum gleichzeitigen Anfang und Höhepunkt des Genres, und das nicht unbegründet.

Kaltblütig, einem reportagenhaften Erzählstil verbunden, ist der erste Roman Capotes der eine nichtfiktive Begebenheit, den Mord an einer Farmerfamilie in Westkansas, als Thema hat und gleichzeitig nicht fiktional nacherzählt. Quasi ein Roman über eine wahre Begebenheit in wahrheitsgetreuem Gewand. Klingt jetzt banal, fad und eintönig. Doch Capote schafft es mit seinem Erzählstil und der Pedanterie seines Genies den Leser an das Thema zu fesseln und ihn nicht mehr loszulassen.

Zugegeben das Buch hat seine Längen, Details die abstoßen (müssen) und Dialoge die nicht viel zur eigentlichen Handlung beitragen, dennoch, es steckt soviel Liebe zum Detail in diesem Werk, dass man immer weiter in diesen schwarzen Abgrund hinabgesogen wird. Das schlimmste daran, man lebt gelebte Wirklichkeit. Jede Person die in Kaltblütig vorkommt hat tatsächlich existiert, jede Floskel wurde gesprochen und jede Tat wirklich begangen. Diese Spitzfindigkeiten heben Kaltblütig von anderen Roman ab, sie verleihen dem Werk eine merkwürdige, teils morbide, teils makabre Note, doch genau das macht diesen Roman so groß, seine Nähe zur Wirklichkeit.

Trotz allem stellt sich die Frage ob man tatsächlich Interesse an einem Mord in Kansas hat, samt der Details und anderer Kleinigkeiten. Literaturgeschichtlich war es ein Meilenstein, als Buch, als lebendiges Werk bleibt es trotz des lebensnahen Themas trocken. Dennoch Lesenwert!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschreckende, gut erzählte True-Crime-Story! 4. Juni 2007
Von chelita
Format:Taschenbuch
Capotes "Kaltblütig" beleuchtet ein (tatsächlich geschehenes!) höchst grausames Verbrechen von allen Seiten, seine Vorgeschichte, seinen Hergang, sein Umfeld sowie seine Folgen, und schafft es, dabei nicht nur die Opfer, sondern auch die Täter als Menschen darzustellen, nicht als animalische Bestien, sondern als menschliche Wesen mit Vergangenheit, Persönlichkeit und Gefühlswelt.

Capote erzählt zunächst die Vorgeschichte des Mordes, beleuchtet in sich abwechselnden Episoden Leben und Persönlichkeit der Opfer und auch der Täter. Darauf folgen Schilderungen der Entdeckung der Tat und der Reaktionen darauf, der Flucht der Täter quer durch die Staaten und Mexiko und der polizeilichen Ermittlungen um den Mordfall. Capote läßt den Leser bis hierhin über Hergang und Motive der Tat ebenso im Dunkeln, wie es die tatsächlich ermittelnden Beamten waren - und steigert somit im Verlauf des Berichts eine unglaubliche Spannung. Schließlich folgen Festnahme und Geständnis der Täter und das Entsetzen über die völlige Sinnlosigkeit und Emotionslosigkeit der nun aufgeklärten Tat; um dann auf den letzten Seiten des Buches die Mörder und ihre menschlichen Tragödien auf ihrem Weg vor Gericht, in den Todestrakt und schließlich an den Strang zu begleiten...

Capote schafft in seinem Buch eine verstörende Mischung aus ambivalenten Gefühlen: Verständnis und Mitleid für die Opfer WIE für die Täter - und dabei unternimmt Capote nie den Versuch, die Täter zu rechtfertigen oder gar zu entschuldigen, nicht durch ihre schwere Kindheit und Jugend, nicht durch ihnen Widerfahrenes.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend! 5. Mai 2006
Von S. Hahn
Format:Taschenbuch
Das erste, was mir an dem Buch aufgefallen ist, war die Tatsache, dass ich, kaum hatte ich begonnen zu lesen, schon auf Seite 40 war. Und da wusste ich dann, dass dieses Buch mich gepackt hat.

Kaltblütig lebt von seinem Inhalt und den prägenden Charakteren. Dieser Inhalt ist durch eine umwerfende Intensität gekennzeichnet. Er ist ein Dokument eines Teils amerikanischer Kultur, was nicht zuletzt an der Flucht und Lebensgeschichte der Täter liegt, welche durch die USA von Alaska nach Mexiko-City zieht. Es ist zugleich die so überraschend alltägliche Kultur von Häftlingen und ihrem Umfeld. Ich konnte und wollte mich auch gar nicht dagegen wehren Perry Smith (einen der Mörder) ins Herz zu schließen (wobei die Frage ist, ob ein tatsächliches Begegnen ähnliches bewirken würde, denn das beschriebene Verbrechen würde ich, hätte ich das Buch nicht gelesen, als unbeschreiblich bezeichnen.) Ich hätte nicht gedacht, dass es so fleißige Menschen gibt wie Nancy und Herb Clutter (die ermordet werden)...jeder Charakter entsteht aus dem richtigen Verhältnis von Detail und großzügigen Strichen. Völlig unaufgeregt und unreflektiert im besten Sinne des Wortes, nämlich in der das die Realität bearbeitet wird, und zu einem nicht weiter kommentierten Bild entsteht, nutzt und schafft Capote Psychologie. Sein Stil ist immer rein und großartig. So stört auch keiner der Zeitsprünge.

Ich möchte das Buch ein Meisterwerk nennen und zum Lesen unbedingt empfehlen.
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3.0 von 5 Sternen Fataler Irrtum
Als Truman Capote sich 1959 für den Fall der ermordeten Familie Clutter zu interessieren begann, ahnte er sicherlich nicht, dass er, der New Yorker, mehr als ein halbes Jahr... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von MissVega veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Naja
Habe sehr hohe Erwartungen an das Buch gehabt. Leider wurden diese nicht erfüllt, obwohl das Buch zu seiner Zeit sehr hochgelobt wurde. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Anastasia Greb veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein zeitloser Klassiker
Das verschlafene Nest Holcomb in Kansas wird im Herbst 1959 von einem grausamen Verbrechen erschüttert: In der Nacht zum 15. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von dadaxel veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Über die Psychologie eines abnormalen Verbrechens
Auf dieses Buch bin ich schon vor einigen Jahren aufmerksam geworden, als ich den Film „Capote“ gesehen habe, der die Entstehungsgeschichte dieses Buches zum Thema hatte und bei... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Marc Ahlburg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Nach wahren Begebenheiten
Ein Mord, wie ihn das kleine Örtchen Holocomb, Kansas, sich niemals zu träumen gewagt hätte: im Heizkeller der Clutter-Farm finden sich die Leichen des Vaters... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Bücherstadt Kurier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Reiner Lesegenuß
Ein geniales Buch, wie vom Autor nicht anders zu erwarten. Klare, nüchterne Sprache, spannend bis zur letzten Zeile, psychologisch schlüssig, immer objektiv und... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Brana veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen So muss Krimi sein
Das ist es - ein tatsächlicher Fall, blendend recherchiert und mit den Mitteln der Literatur seziert. Einfach groß! Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Meine Meinung veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen kaltblütig
auf wunsch verschenkt
sehr gute kritiken - - - - - - - - - - - - - -
Vor 20 Monaten von marion veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen nur ein kurzer Kommentar...
Ich will hier nicht noch einmal das bereits zu dem Buch geschriebene meiner Vorgänger aufgreifen noch auf den Inhalt des Buches eingehen. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von klavier veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Einzigartig, detailversessen, aber wenig Spannung
Mit einem hohen Sinn für Details trug Trueman Capote die Umstände eines Verbrechen zusammen. Das geht soweit, dass er z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Prometheus veröffentlicht
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