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Kaltblütig

Robert Blake , Scott Wilson , Richard Brooks    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Robert Blake, Scott Wilson, Paul Stewart
  • Regisseur(e): Richard Brooks
  • Komponist: Quincy Jones
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Italienisch (Mono), Englisch (Stereo), Französisch (Mono), Spanisch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Hindi, Niederländisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 10. September 2003
  • Produktionsjahr: 1967
  • Spieldauer: 129 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0000C2IPP
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 53.690 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Truman Capotes außergewöhnliche Tatsachenbeschreibung über den Werdegang zweier Killer -- ihr Leben, das sinnlose Abschlachten einer ganzen Familie, schließlich ihre Hinrichtung -- wurde 1967 von Richard Brooks (Saat der Gewalt, Die Maske runter) getreu der Vorlage für die große Leinwand inszeniert. Robert Blake und Scott Wilson sind bemerkenswert in der Rolle der beiden Mörder.

Was den Film auch noch Jahrzehnte später auszeichnet, ist jedoch Brooks schonungsloser, nüchterner und unbestechlicher Blick auf die Geschichte (sein Stil in Kaltblütig wurde völlig zu Recht als "semidokumentarisch" bezeichnet). Beim Anschauen von Kaltblütig stellt sich unweigerlich ein beunruhigendes Gefühl ein. Der Regisseur, wie auch schon Capote selbst, überlässt dabei jegliche Wertung dem Zuschauer. --Tom Keogh

Produktbeschreibungen

Die beiden Ex-Sträflinge Perry Smith und Richard Hickock planen einen Überfall auf die vierköpfige Familie Clutter. Bei der Ausführung der Tat müssen sie jedoch feststellen, daß im Haus der Clutters kaum Geld oder Wertsachen zu finden sind. Smith und Hickock geraten in Panik und ermorden die Eltern sowie die beiden Kinder, um anschließend mit ihrer mageren Beute zu flüchten. Schon nach wenigen Tagen, die sie nervös und verzweifelt verbringen, werden die beiden verhaftet. Ein Gericht spricht die Todesstrafe aus, die sechs Jahre später vollzogen wird. Einen Mordfall, der sich am 15. November 1959 im Staat Kansas ereignete, machte Truman Capote zum Thema eines Dokumentationsromans, der die Geschehnisse sowohl aus der Sicht der Opfer als auch aus der der Täter schildert. Regisseur Richard Brooks versuchte mit der Hilfe von Capote, die unvoreingenommene Haltung des Buches auf den Film zu übertragen, indem er sich an die komplexe Erzählweise der Vorlage mit ihren zahlreichen Rückblenden und Zeitsprüngen hielt. Das Ergebnis ist ein schockierendes Portrait der amerikanischen Gesellschaft der fünfziger Jahre, dessen Objektivität in den letzten Bildern einem offenen Appell gegen die

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelunge und eigenständige Umsetzung des Bestsellers 18. August 2004
Von Martin TOP 100 REZENSENT
Ende der 50er Jahre werden in einer Kleistadt in Kansas (USA) die 4 Mitglieder der Rancherfamilie Clutter brutal in ihrem Haus ermordet. Die Tat erschüttert die USA, weil ein derartiges verbrechen zu dieser Zeit, vor allem im konservativen Herzland Amerikas, nicht vorstellbar.
Die Täter, zwei ziellose Kleinkriminelle, werden gefasst, zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Truman Capote hat diesen Kriminalfall in seinen Bestseller "In Cold Blood" verarbeitet und so ein vollig neues Romangenre geschaffen, den Dokumentarroman. Diese Mischung aus realen und fiktionalen Elementen ist bis heute stilbildend und "Kaltblütig" gilt als eines der großen Bücher der US-amerikanischen Nachkriegsliteratur. Bedeutsam war vor allem, dass Capote die Geschichte auf mehreren Ebenen erzählte: Die der Opfer, die der Nachbarn und freunde, die der Polzisten aber auch die der Täter. Dabei wertete Capote nicht und fällte keine Urteile. Stets blieb er kühler Berichterstatter der Ereignisse. Gerade dadurch wird einem klar, wie dieses unfassbare Verbrechen geschehen konnte.

Der Film "Kaltblütig" ist für mich eine äußerst gelungene Umsetzung des Buches. Auch er bemüht sich (z.B. durch Nutzung von Originalschauplätzen) um Authenzität und enthält sich jeder Wertung. Genau wie dem Buch gelingt es ihm, die Hintergründe des Verbrechens, die vor allem in den Lebensläufen der Täter liegen, offen zu legen.
Da der Film sehr geschickt die dramatischen Mittel des Mediums einsetzt ist er jedoch mehr als ein reiner Abklatsch des Buches, sonder ein sehr eigenständiges gelungenes Werk.
Insbesondere sind die Leistungen der Schauspieler hervorzuheben, die hierzulande eher unbekannt sind....

Kürzlich lief im TV eine später entstandene Fernsehverfilmung des gleichen Stoffs, bei der u.a. Anthony Edwards (Dr. Green aus Emergency Room) mitspielte. Obwohl dieser Film mit erheblich mehr Aufwand gedreht wurde konnte er mit dem alten Schwar-Weiss-Streifen was Intensität angeht nicht mithalten.

Vor allem für diesen Preis ein Muss für jede DVD-Sammlung. Lesen Sie weiter... ›

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen „Is God in This Place, Too?“ 8. Januar 2013
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Diese Frage, die der Mörder Perry Smith (Robert Blake) kurz vor seiner Hinrichtung durch den Strang äußert, scheint sich dem Zuschauer von „In Cold Blood“ rückwirkend im Hinblick auf viele andere Szenen des Filmes zu stellen. 1967 brachte Richard Brooks seine Verfilmung von Truman Capotes sogenanntem Nonfiction Novel gleichen Namens in die Kinos. Im Stile des semidokumentarischen Films noir in ebenso nüchterner wie kunstvoller Schwarzweißoptik und dabei gleichzeitig mit einem schon makabren Bemühen um Authentizität an Originalschauplätzen – im Haus der getöteten Clutter-Familie etwa und während der Hinrichtungsszene mit einem im Staatsgefängnis von Kansas realiter benutzten Galgen – gedreht, ist Brooks‘ Film recht eigentlich kongenial mit Capotes Bestseller, in dem – laut den Angaben seines Verfassers – jedes Wort der Wahrheit entspreche, bei dessen Abfassung dem Autor mittlerweile indes schon die eine oder andere dichterische Freiheit, der ein oder andere stilisierende Effekt nachgewiesen wurde.

Brooks erzählt in seinem Film die Geschichte der zwei Kriminellen Perry Smith und Richard Hickock (Scott Wilson), die sich beide im Gefängnis kennengelernt haben und nun zusammen einen großen Coup landen wollen. Ein Mithäftling hat Hickock von einem Farmer in Kansas namens Clutter erzählt, der 10.000 Dollar daheim in seinem Safe horde. Dieses Geld, so Hickock, wolle man sich nun holen und dann über die Grenze nach Mexiko flüchten, um dort sorglos zu leben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verfilmung des Literaturklassikers von Truman Capote 23. Oktober 2012
Von Krimi-Vielfraß VINE™-PRODUKTTESTER
Der amerikanische Autor Truman Capote veröffentlichte im Jahr 1966 den Tatsachenroman "In Cold Blood" (dt. Veröffentlichung: Kaltblütig: Wahrheitsgemäßer Bericht über einen mehrfachen Mord und seine Folgen), in welchem der Mord an vier Mitgliedern einer Farmerfamilie und die detailierte Darstellung der Fallaufklärung und die Hintergrundgeschichten der beiden Mörder dargelegt werden. Dieses packende Buch wurde hier im Jahr 1967 verfilmt, und es ist ein absolutes filmerisches Meisterwerk entstanden.
Die schauspielerischen Leistungen, gerade von Robert Blake (spielt den Mörder Perry Smith) und Scott Wilson (spielt den Mörder Richard Hickock), sind beeindruckend und spiegeln die im Buch skizzierten Charakteren exelent wieder. Ihre Empfindungen und zerissenen Seelen, vor allem im Fall von Smith, werden so detailgenau und überzeugend transferiert, daß es einem beim Zusehen fast schon eiskalt den Rücken herunter läuft. Zudem sehen beide Schauspieler den tatsächlichen Mördern sehr ähnlich. Trotz der eindringlichen Skizzierung werden die Mörder nicht zu Opfern stilisiert, sondern bleiben daß was sie sind, eiskalte und gnadenlose Killer. Vielleicht ist gerade dieser Fakt ein Momentum, der diesen Film so einzigartig macht, und zwar das gesamte Geschehen intensiv aufzuarbeiten, aber nie falsche Sentimentalitäten oder ungerechtfertigte Positionen einzunehmen, welche die Zuschauer beeinflussen sollen. Klasse Inszenierung!
Natürlich übt es einen ganz besonderen Reiz aus, daß wesentliche Teile des Films an den Originalschauplätzen spielen.
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