Nach seinem Erfolg mit »DIE APOTHEKERIN« hat RAINER
KAUFMANN auch bei dieser INGRID NOLL-Verfilmung den Regiezuschlag erhalten.
1936, Charlotte (FRITZI HABERLANDT) ist 16 Jahre alt und heimlich verliebt
in Hugo (AUGUST DIEHL). Der kündigt jedoch bald darauf seine Hochzeit mit
Ihrer älteren Schwester Ida an, und für Charlotte bricht eine Welt zusammen.
Außerdem hat Charlotte noch zwei Brüder, doch der jüngste Albert wird genau
an Idas und Hugos Hochzeitstag vom Vater, der ein gutgehendes Schuhgeschäft
betreibt, verstoßen. Der Patriarch fürchtet darum, dass sein Sohn
homosexuell sein könnte. Daraufhin zieht der Sohn seine Konsequenzen. So
endet dieses Familienfest tragisch, als Charlotte ihren geliebten Bruder
erhängt am Dachboden auffindet.
Charlotte gibt Ihrem Vater die Schuld am Tod des Bruders und wird ihm nie
verzeihen. Bald darauf heiratet sie den bodenständigen Lehrer Bernhard
(ANDRÉ HENNICKE) und auf ihrer Hochzeit flirtet Hugo mit ihr, bis er sich
eifersüchtig betrinkt. Der Vater stirbt am gleichen Tag, doch die Mutter
beschließt, das Geschäft weiterzuführen.
Als der Krieg beginnt, muss Bernhard an die Front. Hugo ist mit Ida nicht
glücklich und betreibt einen Buchladen. Als auch Hugo an die Front muss,
begegnet er Charlotte wieder und beide werden ein Liebespaar. Ihr Bruder
Ernst- Ludwig fällt im Krieg und das Schuhgeschäft wird im Bombenhagel
völlig zerstört. Das Kriegsende bedeutet für Charlotte einen Neuanfang, denn
ihr Mann gilt als vermisst. Bald zieht Hugo bei ihr ein und als beide im
Keller des Geschäfts noch intakte Schuhe findet ist die Existenz auch
gesichert. Doch eines Tages kommt der völlig ausgemergelte und todkranke
Bernhard aus russischer Gefangenschaft zurück. Als dieser ungewaschen mit
ihr schlafen möchte, stößt sie ihn zurück und er stürzt. Da Bernhard an den
Folgen des Sturzes stirbt, wird Charlotte panisch. Sie fürchtet man würde
ihr den Unfall nicht abnehmen, und um den Toten loszuwerden, wird er von ihr
und Hugo einfach im Keller eingemauert. Doch dadurch wird auch das
Verhältnis zu Hugo schwieriger und er kehrt zu Ida und den Kindern zurück,
als seine Frau schwerkrank wird. Charlotte ist solange alleine im Haus, bis
Bernhards Kamerad Anton (INGO NAUJOKS) eintrifft, der im Krieg erblindet
ist. Dieser wird von ihr herzlich aufgenommen und er möchte sie sogar
heiraten. Doch sie begegnet auch Hugo wieder und ist mittlerweile sogar von
ihm schwanger, doch er wird es von der aufrechten Charlotte nicht erfahren.
Anton kommt bei einem Autounfall ums Leben, als Charlotte sich mit Hugo
trifft. Von da an sieht sich das Paar fast 50 Jahre nicht mehr wieder.
Die Charlotte von heute wird gespielt von GISELA TROWE, ihre Tochter Regine
(GISELA SCHNEEBERGER) und deren Sohn Felix (FABIAN BUSCH) helfen ihr beim
nötigsten, denn sie lebt allein und noch immer in demselben Haus dessen
Keller ein Geheimnis birgt. Und da soll sich ihr Leben noch einmal
verändern, denn Hugo (HEINZ BENNENT) kündigt per Brief seinen Besuch an.
Beide scheinen erkannt zu haben, dass es für sie nur eine große Liebe im
Leben gab, und dementsprechend groß ist die Aufregung vor dem Treffen.
So lauten Charlottes Schlussworte: »MANCHMAL BRAUCHT MAN EIN GANZES LEBEN,
UM FÜNF MINUTEN GLÜCKLICH ZU SEIN.«