In diesem Roman, in dem die junge Comedian Jill, der Künstler Dylan und sein kleiner, autistischer Bruder Shep auf der Flucht vor brutalen Söldnern sind, weil sie durch eine ungewollte Injektion spezielle Fähigkeiten entwickelt haben und deshalb ausgeschaltet werden sollen, spielt jede Menge Übersinnliches eine Rolle. Dies kennt man zwar schon von vielen anderen Koontz Büchern, in diesem Fall wird es jedoch bis an die Grenze des Absurden geführt, vor allem zum Schluss, der für meinen Geschmack zu einfach gestaltet wurde und etwas zu schwülstig daherkommt.
Zu Beginn ist dieses Roadmovie sehr spannend, verliert sich allerdings zwischendurch immer wieder in kleinen längen. Auch das Thema Autismus wird sehr strapaziert. Trotzdem lässt sich dieser Roman flüssig in einem durchlesen, was natürlich vor allem an der sehr guten Erzählweise des Autors liegt. Ich habe schon einiges von Koontz gelesen und Kalt gehört sicherlich zu den schwächeren seiner Bücher, bleibt aber trotzdem vom Unterhaltungswert noch deutlich im grünen Bereich. Mein Fazit: Mit Büchern von Dean Koontz kann man eigentlich nichts falsch machen.