Ohne Figurprobleme wird kaum ein Mensch auf die Idee kommen, sich ein Buch mit Kalorienangaben zu jeder Menge Lebensmittel zu kaufen. Daher ist die Zielgruppe dieses Buches bereits am Titel ersichtlich. Geht man davon aus, dass Menschen, die sich dazu durchringen, auf die Kalorien zu achten, bereits wissen, dass sie ein Gewichtsproblem haben, so ist es ganz gewiss nicht förderlich, wenn man die ersten dutzend Seiten des ohnehin nicht dicken Buches erst einmal alles aufgezählt bekommt, was Übergewicht anrichtet. Das demotiviert eigentlich schon wieder, da der Autor damit so viel negative Stimmung verbreitet, dass Abnehmen gar keinen Spaß mehr machen kann.
Die weiteren Informationen sind zusammenfassend und könnten gleich weggelassen werden. Wenn man sich darüber informieren möchte, sollte man sich weiterführende Informationen beschaffen und nicht nur einen Absatz lesen, der genauso gut überall im Internet zu finden ist, oftmals besser geschrieben mit mehr Informationen.
Das Prinzip der Kalorienampel ist einfach und man kann damit gut darauf achten, dass man nicht zu viel Fett und Cholesterin zu sich nimmt. Die zusätzlichen Informationen zu Satt- und Fitfaktor könnte man weglassen, denn das sollte man selbst wissen, wenn man bereits einmal Lebensmittel zu sich genommen hat, wovon man in dem Alter, in dem man dieses Büchlein lesen kann, ausgehen sollte. Dennoch, die Idee ist gut, die Umsetzung dagegen bescheiden und äußerst schwammig. Manche Markenprodukte sind aufgezählt, viele werden weggelassen. Manche Standardprodukte wie beispielsweise passierte Tomaten fehlen gänzlich, während schwammige Lebensmittel" wie Rührei mit Käse und Schinken oder Lauchsuppe getroffen werden - Rezepte, die man auf ganz unterschiedliche Art und Weise zubereiten kann und die somit eine große Spanne an Kalorienwerten haben können.
Fazit: Nicht empfehlenswert. Anders kann man es nicht ausdrücken.