Pressestimmen
Carl Djerassis Stücke sind unterhaltsam und trotz der Moral der Geschichten eben nicht moralisierend. Die Spezies Wissenschaftler bekommt unerwartet menschliche Züge, aus den Genies werden plötzlich Zellkompositionen mit Gefühl und Erregung, die man landläufig Menschen nennt. Helmut Schönauer
Kurzbeschreibung
Probleme der Wissenschaft und die Auswirkung möglicher Lösungen literarisch darzustellen und dabei auch hinter die Kulissen von Forschungsunternehmen zu blicken, ihren Protagonisten einen kritischen Spiegel vorzuhalten - das ist das Anliegen eines der bedeutendsten Wissenschaftlers des 20. Jahrhunderts: Carl Djerassi, der meist als der "Vater der Pille" bezeichnet wird, was für ihn eine unzulässige Vereinfachung darstellt. Mit seinen preisgekrönten und erfolgreichen Erzählungen, Romanen und Theaterstücken begeistert er seit über zehn Jahren Kritiker und Publikum. Dass er mit seiner literarischen Arbeit, die er selbst als "Science-in-Fiction" bezeichnet, nicht nur unterhalten will, sondern auch didaktische Absichten verfolgt, charakterisiert auch die zwei Theaterstücke Unbefleckt und Kalkül, die durch die Buchausgabe einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden sollen. Unbefleckt behandelt Djerassis Lebensthema, die Trennung von Sex und Fruchtbarkeit, am Beispiel einer Wissenschaftlerin, die sich einer neuartigen Methode der Selbstbefruchtung unterzieht. Kalkül geht, reizvoller Weise, in eine ganz andere Richtung und stellt zwei der wichtigsten europäischen Geistesgrößen auf die Bühne, Newton und Leibnitz und ihren vieldiskutierten "Prioritätsstreit" über die Differentialrechnung. Was vielleicht spröde klingt, wird dank Djerassi zu einem aufregenden Lese-Erlebnis. "Science-in-Theatre" in der häuslichen Lese-Ecke.