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Kali: Eine Vorwintergeschichte
 
 
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Kali: Eine Vorwintergeschichte [Taschenbuch]

Peter Handke
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Lange schon ist man einer Einladung zur Handke-Prosa nicht mehr so gern gefolgt wie in diesem neuen Buch.« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )

»Wie bei seinem Don Juan  ist dem Traumrealisten Handke abermals ein veritables Kunststück geglückt: Er hat den mittelalterlichen Lancelot-Roman vom ewig Suchenden ins Heute übertragen. Mit all seiner Unbedingtheit der Leidenschaften und seiner archaischen Abstraktheit.« (Literarische Welt )

»Mit diesem Text kann man sich aus seiner Umgebung herausbewegen. Man kann einsam sein mit diesem Text, und diese Einsamkeit kann ein (kleines) Abenteuer sein.« (Die Tageszeitung )

»In der Erzählung «Kali. Eine Vorwintergeschichte» zeigt Peter Handke einmal mehr sein ausserordentliches Können. (...) In seinem neuesten Buch ist nicht der politische Provokateur, sondern der Sprachmagier Handke am Werk, der ein mittelalterliches Heldenepos zum Modell für eine verwirrend widersprüchliche, in ihrem Sound aber betörende moderne Lovestory macht.« (Der Bund )

»Handke schreibt in “Kali“ weiter an seiner poetischen Durchdringung der Welt, an seiner einfachen, aber überaus komplexen Gegensprache. [...] Handkes Leistung ist es, den dumpfen Konsens der Konsumenten darüber, wie Literatur zu sein hat, grundsätzlich aufzukündigen und an das Pathos, die Schlichtheit und die radikale Eigenwelt der großen Texte zu erinnern.« (Stuttgarter Zeitung, Tages-Anzeiger )

»Peter Handkes Erzählung ‚Kali’ ist ein atemberaubendes Epos über Aufbruch, Verlust, Suche und Heimkehr. (...) Und jetzt: wird es atemberaubend. (...) Wir sehen Peter Handkes grandioses ästhetisches Temperament, dessen Experimente den schlichten Wahrheitsanspruch solcher Erlösung, gleichsam aus den Kulissen der Erzählung heraus, infrage stellen. (...) Kali’ folgt dem Prinzip des Epos in lehrbuchhafter Einfachheit und ist dabei komplex bis über beide Ohren.« (Die Zeit )

»Wer einen unserer bedeutenden poetischen Illusionisten bei der Arbeit beobachten möchte, lese Kali (Frankfurter Rundschau )

»Was ist das Gegenteil einer Talkshow? – Ein Buch von Peter Handke. Dem besinnungslosen Quasselstrom aus allen Kanälen setzt dieser Autor das sorgsam gewählte, das erlesene Wort entgegegen.« (tz München )

»Handke riskiert viel. Einen mutigeren Schriftsteller haben wir nicht. Es liegt am uns, ob wir an ihm scheitern.« (Stuttgarter Nachrichten )

Handke ist nicht nur er selbst geblieben, er ist in seinem neuesten Buch sogar noch etwas handkescher geworden als etwa in seinem Roman ‚Der Bildverlust’. (Neue Zürcher Zeitung am Sonntag )

»Mythisch und aktuell zugleich.« (Tages-Anzeiger )

Kurzbeschreibung

In Peter Handkes letztem Roman berichtet Don Juan von seinen Frauenerlebnissen auf einer Weltreise. In Kali, seinem neuen Buch, einer »Vorwintergeschichte«, bricht eine Sängerin auf ins Handke-Land: nach Abschluß ihrer Tournee reist sie »in die Gegend gleich nebenan, hinter dem Kindheitsfluß. … Dort ist der Winter noch Winter. Oder: Es ist eine Auswanderer-Gegend … Das Einzige, was ich noch weiß: Der Untergrund dort besteht bis in die tiefsten Tiefen aus Salz – Kali. … Auch im Sommer ein schneeweißer Bergrücken mitten in der Ebene.« An jenem Ort treffen sich die unterschiedlichsten Weltenbewohner, »Überlebende des Dritten Weltkriegs, der rund um uns schon seit langem wütet, unerklärt, wenig sichtbar, aber um so böser«. Die Situation dieser Desperados ist völlig aussichtslos, seit ein Kind verschwunden ist. Reisen ist für die Sängerin gleichbedeutend mit der Neuentdeckung der Welt und der anderen Menschen, Reisen erlaubt aufmerksame und zugleich gelassene Anschauung. Und diese erfordert eine spezifische Erzählweise, in der sich außen und innen in einer noch nie dagewesenen Grammatik verschränken.

Über den Autor

Peter Handke wird am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Die Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich; der Vater, ein Deutscher, war in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Kärnten gekommen. Zwischen 1954 und 1959 besucht er das Gymnasium in Tanzenberg und das dazugehörige Internat. Nach dem Abitur im Jahr 1961 studiert er in Graz Jura. Im März 1966, Peter Handke hat sein Studium vor der letzten und abschließenden Prüfung abgebrochen, erscheint sein erster Roman Die Hornissen. Im selben Jahr 1966 erfolgt die Inszenierung seines inzwischen legendären Theaterstücks Publikumsbeschimpfung in Frankfurt in der Regie von Claus Peymann.

Seitdem hat er mehr als dreißig Erzählungen und Prosawerke verfaßt, erinnert sei an: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1969), Der kurze Brief zum langen Abschied (1971), Die linkshändige Frau (1976), Langsame Heimkehr (1979), Die Lehre Sainet-Victoire (1981), Der Chinese des Schmerzes (1983), Die Wiederholung (1986), Mein Jahr in der Niemandsbucht (2004), Der Bildverlust (2002) sowie 2008 Die morawische Nacht.

Auf die Publikumsbeschimpfung folgt 1967, ebenfalls in Frankfurt uraufgeführt, Kaspar von hier spannt sich der Bogen weiter über Der Ritt über den Bodensee (1970), Die Unvernünftigen sterben aus (1973), Das Spiel vom Fragen oder Die Reise zum sonoren Land (1988), Die Stunde da wir nichts voneinander wußten (1991), über den Untertagblues (2002) und Bis daß der Tag euch scheidet (2008) zum großen Epos Immer noch Sturm, das im August 2011 bei den Salzburger Festspielen seine Uraufführung haben wird.

Darüber hinaus hat Peter Handke viele Prosawerke und Stücke von Schriftsteller-Kollegen ins Deutsche übertragen: Aus dem Griechischen Stücke von Aischylos, Sophokles und Euripides, aus dem Französischen Emmanuel Bove (unter anderem Meine Freunde), René Char und Francis Ponge, aus dem Amerikanischen Walker Percy.

Sein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt.

Die Formenvielfalt, die Themenwechsel, die Verwendung unterschiedlichster Gattungen (auch als Lyriker, Essayist, Drehbuchautor und Regisseur ist Peter Handke aufgetreten) erklärte er selbst 2007 mit den Worten: »Ein Künstler ist nur dann ein exemplarischer Mensch, wenn man an seinen Werken erkennen kann, wie das Leben verläuft. Er muß durch drei, vier, zeitweise qualvolle Verwandlungen gehen.«

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