Pressestimmen
> Wicker und Seibt machen nun eine wunderbare Weltreise auf den Spuren dieser Perlenkette, verfolgen auf Bändern, Schnüren und farbigen Steinen verschlüsselte Botschaften von ihren Ursprüngen her, von der Stinkheuschrecke und den ihren Mustern angelehnten Ketten der Zulus über den Perlenhandel des Mittelalters hin zu modernen Formen der farblich-ornamentalen Kodierung, etwa in weltbekannten Logos. Durch Kultur und Natur, so könnete das Fazit lauten, zieht sich eine uralte Flüsterpost. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.
Kurzbeschreibung
Mystische Drachen der altamerikanischen Küstenvölker erweisen sich bei genauerer Untersuchung durch Biologen als marine Borstenwürmer; die Farben und Muster des bunten Perlenschmucks der afrikanischen Zulufrauen enthalten ganz offensichtlich konkrete Liebesnachrichten. Von diesen und zahlreichen weiteren Phänomenen berichten Wolfgang Wickler und Uta Seibt in ihrem lebendig aus eigenen Forschungsarbeiten erzählenden Buch. Indem sie zeigen, wie Biologen mit ihren Kenntnissen und ihren Methoden Fragestellungen anderer Disziplinen beantworten helfen - in der Archäologie und Völkerkunde wie in der Kultur- und Kunstgeschichte, eröffnen sie eine ganz neue Sicht auf vielfältige Kulturphänomene.Der Bogen spannt sich von dem auch in unserer Kultur verwendeten Phallus-Symbol bis zu bildlichen und geometrischen Verzierungen auf Spinnwirteln präkolumbanischer Zeit, von mittelalterlichen Dämonendarstellungen bis zur allegorischen Mutter der Weisheit, von giftigen Heuschrecken bis zum Parzifal des Wolfram von Eschenbach.