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Als Annies Mann unerwartet an Leukämie stirbt, sucht sie mit Freundin Chris nach einer spritzigen Idee, um an den Toten zu erinnern und gleichzeitig Gutes zu tun. Kurzerhand produzieren sie mit anderen nicht mehr ganz taufrischen Ladies einen Pin-Up-Kalender, dessen Erlös der örtlichen Krebsstation zu Gute kommen soll. Als dieser zum Kassenschlager avanciert und ihnen schließlich sogar eine Einladung zu Jay Lenos Talkshow nach Los Angeles einbringt, wird ihre Freundschaft jedoch auf eine harte Probe gestellt.
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Für Nigel Coles ("Grasgeflüster") sympathische Komödie adaptierten die Drehbuch-Debütanten Tim Firth und Juliette Towhidi eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann. In den Hauptrollen der herzerwärmenden und doch britisch-trockenen Erfolgsstory brillieren Julie Walters ("Billy Elliott") und Helen Mirren ("Gosford Park") als nicht ganz knitterfreie Pin-Up-Girls, während in Nebenrollen Hochkaräter wie Ciaran Hinds ("Der Anschlag") und Linda Bassett ("The Hours") überzeugen. Nicht nur für Damen ein Top-Tipp.
Blickpunkt: Film
Auf einer wahren Geschichte beruht der zweite Spielfilm von Nigel Cole, der sich als eine Art 'Full Monty' für Frauen effektiv aller Feelgood-Elemente erfolgreicher Brit-Comedys der letzten Jahre bedient. Ganz in der Tradition von 'Lang lebe Ned Devine', 'Billy Elliot' oder eben 'Ganz oder gar nicht' verbinden sich hier skurril-trockener britischer Humor, bissiger Wortwitz und ein ehrliches Anliegen für soziale Belange zu einem sympathischen Underdog-Film über einen Kalender mit Nacktfotos von Frauen im besten Alter, den man nicht zuletzt dank der Leistungen von Helen Mirren und Julie Walters gern sieht.
Der Sieg kleiner Leute über die Unwägbarkeiten des Alltags steht stets im Mittelpunkt dieser längst ein eigenes Subgenre umfassenden Gattung von Film, was sie von den übermäßig saccharinen Komödien aus der Traumfabrik anenehm abhebt. Die Geschichte der Frauen des Women's Institute von Rylstone klingt nun schon in der Realität, als sei sie von Brit-Comedys beeinflusst: Nach dem Leukämietod ihres Ehemanns konfrontierte Angela Baker ihre Trauer mit Hilfe ihrer besten Freundin Tricia, indem sie einen Nacktkalender initiierte, um etwas Geld für das örtliche Krankenhaus zu sammeln: Die Fotos zeigten die älteren Damen bei ganz alltäglichen Tätigkeiten - und kamen wider Erwarten so gut an, dass Zeitungen auf der ganzen Welt über die mutigen Ladys berichteten, die schließlich sogar zu Jay Lenos Talkshow nach Los Angeles eingeladen wurden, während sie bis heute knapp 600.000 Pfund an Krebseinrichtungen überweisen konnten.
Nigel Cole, dessen Erstling 'Grasgeflüster' ebenfalls von einer nicht mehr ganz jungen Dame handelte, die sich über Konventionen und gute Gepflogenheiten hinwegsetzt, um eine nicht gekannte Freiheit in ihrem Leben zu entdecken, greift die Geschichte nur leicht variiert (Namen und Orte wurden fiktionalisiert) auf. Im Zusammenspiel von Julie Walters ('Billy Elliot') als leidgeprüfte und doch niemals entmutigte oder verbitterte Hausfrau und Helen Mirren ('Gosford Park') als ihre leicht elitäre Freundin entwickelt sich aber soviel Witz und Charme, dass 'Calendar Girls' schon schnell seine anfangs etwas episodische und gar biedere Form hinter sich lässt: Je weiter sich die Geschichte entwickelt, je mehr auch den Randfiguren eine Chance gegeben wird, an Tiefe und Charakter zu gewinnen, desto selbstsicherer drückt der Regisseure all die dramaturgischen Knöpfe, die Geschichten dieser Art nötig haben. Dabei ist nicht Vorhersehbarkeit das Problem, dass 'Calendar Girls' plagt, sondern der Drang, auf jedes noch so komplexe Problem eine einfache und befriedigende Antwort zu geben. Natürlich ist es erfreulich, dass die Mitwirkung an dem Kalender einer unterdrückten und betrogenen Ehefrau soviel Selbstvertrauen und Courage gegeben haben soll, ihren Mann und dessen Geliebte nicht nur zu konfrontieren, sondern auch noch erhobenen Hauptes aus dieser Auseinandersetzung hervorzugehen. Das hat vielleicht die gewünschte Wirkung beim Publikum und unterstreicht den Glauben der Filmemacher an der Solidarität der Frauen, von der hier wirklich Allheilwirkung ausgeht.
Überzeugender ist da schon die drohende Entzweiung der Protagonistinnen dargestellt , die sich ausgerechnet im Moment ihres Triumphes in Los Angeles ankündigt, als man sich für Ruhm und Glitter oder den Glauben an sich selbst entscheiden muss. Dass sich auch hier der 'Lilo & Stitch'-Grundsatz, Familie bedeute, dass man niemanden zurücklässt, bewahrheitet, dürfte in diesem Film, der so überzeugend den Balanceakt zwischen Tragik und Humor, Triumph und Niederlage wagt, allerdings niemanden wundern. Und das ist gut so. ts.
Der Sieg kleiner Leute über die Unwägbarkeiten des Alltags steht stets im Mittelpunkt dieser längst ein eigenes Subgenre umfassenden Gattung von Film, was sie von den übermäßig saccharinen Komödien aus der Traumfabrik anenehm abhebt. Die Geschichte der Frauen des Women's Institute von Rylstone klingt nun schon in der Realität, als sei sie von Brit-Comedys beeinflusst: Nach dem Leukämietod ihres Ehemanns konfrontierte Angela Baker ihre Trauer mit Hilfe ihrer besten Freundin Tricia, indem sie einen Nacktkalender initiierte, um etwas Geld für das örtliche Krankenhaus zu sammeln: Die Fotos zeigten die älteren Damen bei ganz alltäglichen Tätigkeiten - und kamen wider Erwarten so gut an, dass Zeitungen auf der ganzen Welt über die mutigen Ladys berichteten, die schließlich sogar zu Jay Lenos Talkshow nach Los Angeles eingeladen wurden, während sie bis heute knapp 600.000 Pfund an Krebseinrichtungen überweisen konnten.
Nigel Cole, dessen Erstling 'Grasgeflüster' ebenfalls von einer nicht mehr ganz jungen Dame handelte, die sich über Konventionen und gute Gepflogenheiten hinwegsetzt, um eine nicht gekannte Freiheit in ihrem Leben zu entdecken, greift die Geschichte nur leicht variiert (Namen und Orte wurden fiktionalisiert) auf. Im Zusammenspiel von Julie Walters ('Billy Elliot') als leidgeprüfte und doch niemals entmutigte oder verbitterte Hausfrau und Helen Mirren ('Gosford Park') als ihre leicht elitäre Freundin entwickelt sich aber soviel Witz und Charme, dass 'Calendar Girls' schon schnell seine anfangs etwas episodische und gar biedere Form hinter sich lässt: Je weiter sich die Geschichte entwickelt, je mehr auch den Randfiguren eine Chance gegeben wird, an Tiefe und Charakter zu gewinnen, desto selbstsicherer drückt der Regisseure all die dramaturgischen Knöpfe, die Geschichten dieser Art nötig haben. Dabei ist nicht Vorhersehbarkeit das Problem, dass 'Calendar Girls' plagt, sondern der Drang, auf jedes noch so komplexe Problem eine einfache und befriedigende Antwort zu geben. Natürlich ist es erfreulich, dass die Mitwirkung an dem Kalender einer unterdrückten und betrogenen Ehefrau soviel Selbstvertrauen und Courage gegeben haben soll, ihren Mann und dessen Geliebte nicht nur zu konfrontieren, sondern auch noch erhobenen Hauptes aus dieser Auseinandersetzung hervorzugehen. Das hat vielleicht die gewünschte Wirkung beim Publikum und unterstreicht den Glauben der Filmemacher an der Solidarität der Frauen, von der hier wirklich Allheilwirkung ausgeht.
Überzeugender ist da schon die drohende Entzweiung der Protagonistinnen dargestellt , die sich ausgerechnet im Moment ihres Triumphes in Los Angeles ankündigt, als man sich für Ruhm und Glitter oder den Glauben an sich selbst entscheiden muss. Dass sich auch hier der 'Lilo & Stitch'-Grundsatz, Familie bedeute, dass man niemanden zurücklässt, bewahrheitet, dürfte in diesem Film, der so überzeugend den Balanceakt zwischen Tragik und Humor, Triumph und Niederlage wagt, allerdings niemanden wundern. Und das ist gut so. ts.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Brit-Comedy nach der wahren Geschichte einer engagierten Frauengruppe, die mit einem überaus erfolgreichen Nacktkalender Spenden für die Krebsforschung sammelte.
Kurzbeschreibung
Ältere Frauen, die Marmelade einkochen, sind nichts Besonderes. Frauen, die sich nackt für einen Kalender ablichten lassen, und das alles für einen guten Zweck - das ist etwas Besonderes! Chris und Annie sind seit Jahren beste Freundinnen. Das beschauliche Leben der beiden Damen in einer kleinen Stadt in Yorkshire wird erschüttert, als Annies Ehemann an Leukämie stirbt. Als Chris, ein Mitglied des lokalen Frauenvereins, die Idee hat, deren alljährlichen Kalender zu produzieren, um damit Geld für das örtliche Krankenhaus zu sammeln, bringt diese ausgefallene Idee nicht nur die kleine Stadt in Aufruhr. Denn bald verbreiten sich die Schlagzeilen so weit, dass selbst Hollywood auf die Kalender Girls aufmerksam wird. Inmitten der großen Aufregung, die Chris Initiative hervorruft, wird die Freundschaft der beiden Frauen auf eine harte Probe gestellt.
Produktbeschreibungen
Dies ist die wahre Geschichte, eines britischen Clubs für Hausfrauen, der alljährlich für einen guten Zweck, einen Kalender herausbringt. Als der Mann einer der Damen an Krebs verstirbt, beschließt sie zusammen mit den Anderen, dass der Kalender in diesem Jahr etwas ganz besonderes werden soll, um eine große Summe für eine Krebsvorsorge Stiftung aufzubringen. Und so entscheidet sich die gesellige Damenrunde, einen Pin-Up Kalender zu produzieren bei dem sie selber als Models agieren.
Das dieses Vorhaben nicht ohne weitreichende Folgen bleibt versteht sich
Das dieses Vorhaben nicht ohne weitreichende Folgen bleibt versteht sich