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Kalender, Faszination Erde
 
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Kalender, Faszination Erde [Kalender]


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Produktinformation

  • Kalender
  • Verlag: Weingarten Vlg., W. (Februar 2001)
  • ISBN-10: 3817055684
  • ISBN-13: 978-3817055685
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.107.356 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dass die organisierte Kriminalität hierzulande mittlerweile eine sehr ernste Gefahr darstellt, hat Jürgen Roth schon in Die Gangster aus dem Osten sehr anschaulich vor Augen geführt. Schon damals meldete der Autor erhebliche Zweifel daran an, dass unsere Behörden für den Kampf gegen die erstarkenden Verbrecherkartelle hinreichend gerüstet sind.

Für Ermitteln verboten! hat Roth eine Unzahl von Belegen dafür zusammengetragen, dass die deutsche Polizei und Staatsanwaltschaft den Kampf gegen die organisierte Kriminalität tatsächlich schon längst aufgegeben haben. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Ermittler nicht im Ansatz über die Mittel verfügen, die sie für eine effektive Verbrechensbekämpfung bräuchten. Schlimmer noch: "Viele Vorgänge erhärten den ungeheuren Verdacht (…), dass bestimmte Kriminalitätsformen wegen inniger Verflechtungen mit der politischen und wirtschaftlichen Elite nicht mehr bekämpft werden sollen." Einiges werde aufgeboten, "um die konsequente Arbeit qualifizierter Ermittler in der Polizei oder kundiger und erfahrener Staatsanwälte zu erschweren oder zu blockieren."

Roth hat mit zahlreichen Vertretern von Polizei und Staatsanwaltschaft (freilich "nicht der administrativen Führungselite") über ihre Erfahrungen gesprochen. Ein Großteil des Buches stützt sich unmittelbar auf Auskünfte frustrierter Beamter, die durch Fallbeispiele und Zahlen aus offiziellen Statistiken unterfüttert werden. -- Sagen wir es frei heraus: Die Lektüre von Ermitteln verboten! bereitet kein Vergnügen. Trotzdem sollte man sie sich nicht ersparen! -- Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Auszug aus Ermitteln verboten! von Jürgen Roth. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

»Wer taub ist und blind und den Mund hält, der wird in Frieden einhundert Jahre
alt.«
Sizilianische Lebensweisheit

Deutschland ist unter die Räuber gefallen. Da darf in Frankfurt am Main seit
Jahren ein gefährlicher Auftragskiller frei herumlaufen. In Düsseldorf sieht man
den türkischen Mafiapaten Ali B. flanieren, der unter anderem sechs Morde
verübte. Im Kasino verzockt er in einer Nacht schon mal locker eine Million
Euro. Unterdessen schlendert, fröhlich pfeifend und mit seinem Pitbull an der
kurzen Leine, in einem kleinen deutschen Dorf einer der fünf größten
Drogenhändler Europas umher. Die Anführer der kriminellen Proleten, der Hell's
Angels, übernehmen in den Metropolen ein Luxusgroßbordell nach dem anderen.
Schließlich prahlt ein krimineller albanischer Klan voller Stolz, er habe seit
Jahren den Hamburger Senat in der Hand. Und diese Behauptung ist nicht einmal
übertrieben.
Dass suspekte kapitalkräftige Investoren aus der ehemaligen Sowjetunion
gehätschelt werden wie im verblassenden Kurort Baden-Baden, wagt man kaum noch
zu erwähnen. »Peanuts sind das alles«, wendet ein führender
Wirtschaftskriminalist aus Würzburg ein. »Schauen Sie sich mal die engen
Verbindungen zwischen hochkarätigen deutschen Politikern und dubiosen
Anlagefonds an, die Milliarden Euro vernichten.«
Polizei und Justiz im einstigen Wirtschaftswunderland hätten eigentlich genügend
zu tun, um den kriminellen Dschungel ein wenig zu lichten. Da wären die
deutschen Täter und ihre kriminellen Verflechtungen, die Absprachekartelle,
Subventions- und Anlagebetrüger ebenso wie die deutschen Zuhälterbanden und die
ohnehin vorhandenen örtlichen Kleinkriminellen. Doch Deutschland liegt im
Zentrum Europas. Und so beherrschen etwa türkische und kurdische Familienklans
nach wie vor den Heroinmarkt. Zwar versuchen andere Banden, zum Beispiel Albaner
und Russen, in diesen lukrativen Markt hineinzudrängen, aber die mächtigsten
Dealer kommen weiterhin aus der Türkei. Kosovo-albanische Klans erkämpfen sich
verstärkt Anteile im Rotlichtmilieu. Ihre Methoden und Mittel:
Durchschlagskraft, Brutalität, Kriegserfahrung und strikte Abschottung. Blutige
Verteilungskämpfe um kriminelle Märkte in einigen Städten sind ein aufflammendes
Menetekel, ebenso die sich bereits bildenden Parallelgesellschaften mit
»No-Go-Gebieten«.
Noch rauben, morden, bestechen und betrügen die traditionellen Syndikate der
Russenmafia überwiegend in den Heimatländern und legen »nur« ihre kriminellen
Gewinne in sauberen Firmen in Deutschland an mit dem Ziel, Wirtschaft und
Politik zu durchdringen. Doch auch in Deutschland bilden sich bereits
hochkriminelle und konspirativ arbeitende Gangs junger Russlanddeutscher, die
ihren Vorbildern in der ehemaligen Sowjetunion in nichts mehr nachstehen. Und
auch chinesische Triaden agieren weitgehend unbehelligt in den Bereichen
Drogenhandel, Geldwäsche und Produktpiraterie.
Italienische »Mafiagrößen« - ob Cosa Nostra, Ndrangheta oder Camorra - haben
sich zwar teilweise von der schwersten Gewaltkriminalität abgewandt. Trotzdem
spielen sie weiterhin eine gewichtige Rolle im internationalen Drogen- und
Waffenhandel. Zudem investieren sie in Deutschland ihre weitgehend
unangetasteten kriminellen Vermögen und verlagern ihre Aktivitäten zunehmend auf
den Bereich der Wirtschaftskriminalität.
Und häufig sind diese höchst unterschiedlichen Gruppen und Personen zeitweise
miteinander vernetzt bzw. gehen Zweckbündnisse ein. Das vermeintlich
»idyllische« Milieu von Zuhälterbanden, Mördern, Drogenhändlern, Waffenhändlern
und Kraftfahrzeugdieben haben die meisten von ihnen jedenfalls weit hinter sich
gelassen.
Das alles sind keine Märchengeschichten. Es ist auch keine billige Panikmache
oder gar journalistische Schaumschlägerei. Darüber könnte man sich ja dann fast
schon freuen. Nein, das ist die Wirklichkeit, die von niemandem ernsthaft
bestritten werden kann. Und sie wird es im Prinzip auch nicht. Aber der »Kampf
gegen den Terrorismus«, wird der Leser einwenden, der werde doch wenigstens
beherzt und mit allen Mitteln geführt. In der Tat.
Wenn in der Berliner Regierungszentrale überhaupt etwas Priorität hat, dann ist
es das. Bekanntlich haben »Ende 2003 die westlichen Regierungen ihre Polizei-
und Nachrichtendienste angewiesen, dem Kampf gegen den Terrorismus absoluten
Vorrang einzuräumen«. Viel Vergnügen, ist man geneigt zu sagen, angesichts des
bereits verlorenen Kampfes gegen andere, weitaus harmlosere kriminelle Delikte.
Vor diesem Hintergrund ist deshalb seit geraumer Zeit ein Phänomen unüberseh-
und unüberhörbar geworden: Hoch qualifizierte Kriminalisten wie einfache
Polizeibeamte oder unzufriedene Staatsanwälte und Richter begehren auf. Sie
wollen Kriminalität (ob Massen-, Wirtschafts- oder Organisierte Kriminalität)
bekämpfen, können beziehungsweise dürfen es allerdings nicht mehr.
Und das ist der politische Skandal. Den meisten derjenigen, die sich mit
Kriminalitätsverfolgung und -bekämpfung befassen, ist bewusst, dass sie den
Bürgern Schutz und Sicherheit garantieren sollen, deren selbstverständlichste
Forderung und elementares Grundrecht. Die Realität hingegen sieht vielerorts
anders aus. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Aufklärung pur 11. September 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Jürgen Roth bechreibt welche hochkarätigen Verbrecher in Deutschland frei herumlaufen und warum. Er zeigt auf, dass die Polizei und Staatsanwaltschaft dann in ihrer Arbeit massiv behindert werden, wenn hohe Politiker und Wirtschaftsführer direkt mit kriminellen Strukturen zusammenarbeiten, ob in bestimmten Rotlichtvierteln Deutschland oder bei Wirtschaftskontakten. So klar und überzeugend wurde das noch nie beschrieben. Und er nennt viele Namen, geht also ein hohes Risiko ein. Wenn er von Ministerpräsidenten spricht die mit der italienischen Mafia kungeln oder russischen Kriminellen - das ist schon einzigartig. Gleichzeitig schreibt er ja spannend und dokumentiert die Doppelmoral der politischen Elite. Spannend wird nun sein, wie diese politische Elite auf das Buch reagieren wird. Wahrscheinlich überhaupt nicht.
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr lesenwert 23. September 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre erklärt werden: aufschlussreich, ungewöhnlich und spannend.

Der kompetente und gründlich recherchierende Autor Roth zeigt die „konsequente Untätigkeit" weiter Bereiche von Politik, Justiz und Polizei gegen organisierte Politik in Deutschland auf. Das Buch ist spannend geschrieben und berichtet schonungslos über die mangelnde Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Detailliert und anhand zahlreicher Quellen fundiert recherchiert schildert der Autor die Aufgabe der deutschen Justiz bei dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität.

Die Kapitelüberschriften fassen die ausführlichen Recherchen zusammen und geben dem Buch eine klare Struktur.

Ein Buch, das jeder gelesen haben muss: brilliant recherchiert und immer auf den Punkt gebracht.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
42 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr zu empfehlen 28. September 2004
Von "nhufner"
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch wie dieses schreibt man nicht im stillen Kämmerlein.
Insbesondere dann nicht, wenn der Autor in seinen nicht an Aktualität verlierenden Büchern zur östlichen Mafia überprüfbare Quellen angegeben hat und zu dieser sensiblen Thematik die Bedrohung der Sicherheit Europas und seiner Bürger durch mafiose Strukturen aufzeigt.
In der logischen Konsequenz der bisherigen Recherchen stellt Jürgen Roth in seinem neuesten Buch „Ermitteln verboten" nun die Frage nach dem Kampf der deutschen Polizei gegen diese gefährlichste Form der organisierten Kriminalität.
Die Antworten der in diesem aus verständlichen Gründen nicht namentlich genannten, profunden Kenner dieser alles zerstörenden Scheinwelt, erscheinen dem Leser wie Orwells Vision von 1984.
Die Apokalypse wird nicht herbeigeredet, sie ist bereits zerstörender Bestandteil des europäischen Abendlandes.
Ausgeschlossen und mit einem Selbstschutz haben sich scheinbar jene politischen Entscheidungsträger umgeben, die dem Inhalt dieses Buches nicht nur seinen treffenden Namen gaben, „Ermitteln verboten".
Dieses Buch will nicht die Angst schüren, sondern die Mandatsträger auf allen Ebenen daran erinnern, die zu diesem Kampf notwendigen Bereiche nicht personell auszudünnen und die engagierten Staatsschützer auf diesem Gebiet nicht zu desillusionieren.
Dem Autoren ist mit den sachliche Darlegungen zu diesem hochbrisanten Thema ein in jeder Beziehung an Erkenntnissen reiches und zum Nachdenken anregendes Sachbuch gelungen, dass äußerst lesenswert ist. Ich kann die Lektüre des Buches nur empfehlen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Beeindruckend und erschütternd!
Was hier sehr gut von Jürgen Roth beschrieben wird, müsste eine Pflichtlektüre für jeden Politiker, egal ob auf Bundes- oder Landesebene werden! Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Klaus Nachtigall veröffentlicht
Man sollte es lesen...!
Wer die Realität vertragen kann und nicht als "Traumtänzer" durch die Welt gehen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Donpas veröffentlicht
Roth weist in seinen Veröffentlichungen seit Jahren darauf hin,
dass das organisierte Verbrechen eine Gefahr für die Demokratie ist, weil es bestrebt ist, durch ein System von Korruption Politiker und Verwaltungsbeamte in seine Macht zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2010 von Tom Kadi
Mutig !!! Glaubwürdig !!! Sensationell !!!
Das Buch Ermitteln verboten!" ist das zweite Buch, das ich von Jürgen Roth gelesen habe. Das erste Buch war Der Oligarch" .
Ermitteln verboten! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. November 2007 von C.Bauer
Korrupte Netzwerke der Justiz- und Polit-Mafia in Deutschland...
Dieses Buch beschreibt sehr gut die massive Korruption und Interessenverflechtungen in unserer vom Finanzkapital (die Dresdener Bank und Bertelsmann stehen hinter Angela Merkel)... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juni 2007 von Edessa
Ungeplant gelesen ...
Ich hatte eigentlich gar nicht vor das Buch zu lesen.
Ein bekannter kennt den Autor und meinte: Lesen!
Also begann ich am Freitag mit einem einfachen Reinlesen. Lesen Sie weiter...
Am 12. September 2005 veröffentlicht
Deutschland hat den Kampf gegen die OK aufgegeben
Roth, einer der besten Politskandal-Journalisten Deutschlands, hat sich in diesem Werk der organisierten und der Wirtschafts-Kriminalität in Deutschland gewidmet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Juli 2005 von Christian von Montfort
Märchenbuch
Zunächst schließe ich mich voll der Rezension von Nils Weissenbach an. Alles was er schreibt trifft m.E.n. voll zu. Lesen Sie weiter...
Am 2. März 2005 veröffentlicht
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Das Buch könnet man in einem mehrseitigen Aufsatz zusammenfassen. Die Grundthesen sind:

a) für Ermittlung und Strafverfolgung stehen keine ausreichenden finanziellen... Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 14. Februar 2005 von "nils_weissenbach"
Alles Böse ist Neoliberal...
Der Autor behauptet, Effizienzdenken führe zu Ineffizienz. Dieses verquere "Argument" wälzt er auf 262 Seiten aus. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. September 2004 von Alexander Fürstenberg
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