Ein Buch wie dieses schreibt man nicht im stillen Kämmerlein.
Insbesondere dann nicht, wenn der Autor in seinen nicht an Aktualität verlierenden Büchern zur östlichen Mafia überprüfbare Quellen angegeben hat und zu dieser sensiblen Thematik die Bedrohung der Sicherheit Europas und seiner Bürger durch mafiose Strukturen aufzeigt.
In der logischen Konsequenz der bisherigen Recherchen stellt Jürgen Roth in seinem neuesten Buch „Ermitteln verboten" nun die Frage nach dem Kampf der deutschen Polizei gegen diese gefährlichste Form der organisierten Kriminalität.
Die Antworten der in diesem aus verständlichen Gründen nicht namentlich genannten, profunden Kenner dieser alles zerstörenden Scheinwelt, erscheinen dem Leser wie Orwells Vision von 1984.
Die Apokalypse wird nicht herbeigeredet, sie ist bereits zerstörender Bestandteil des europäischen Abendlandes.
Ausgeschlossen und mit einem Selbstschutz haben sich scheinbar jene politischen Entscheidungsträger umgeben, die dem Inhalt dieses Buches nicht nur seinen treffenden Namen gaben, „Ermitteln verboten".
Dieses Buch will nicht die Angst schüren, sondern die Mandatsträger auf allen Ebenen daran erinnern, die zu diesem Kampf notwendigen Bereiche nicht personell auszudünnen und die engagierten Staatsschützer auf diesem Gebiet nicht zu desillusionieren.
Dem Autoren ist mit den sachliche Darlegungen zu diesem hochbrisanten Thema ein in jeder Beziehung an Erkenntnissen reiches und zum Nachdenken anregendes Sachbuch gelungen, dass äußerst lesenswert ist. Ich kann die Lektüre des Buches nur empfehlen.