...denn eigentlich gabs die Band gar nicht mehr. Nach dem tollen Debut "The Scream" (78) und der enttäuschenden "Join Hands" (79) liefen Siouxsie und Bassist S. Severin Gitarrist und Drummer weg. Und so war man auf sich gestellt. Abgesehen von Gastmusikern (z.B. Steve Jones von den Sex Pistols), die sich später als Vollwertmitglieder durchsetzten (Gitarrist John McGeoch und Drummer extraordinaire Budgie) machten sie alles alleine.
Herausgekommen ist, tja, ein Kaleidoskop verschiedenster Einflüsse: mal poppig (Happy House), mal orientalisch (Lunar Camel, ein reines Synthesiser-Stück), mal finsteres (Christine) oder angepunktes (Skin).
Alles sehr entspannt, frei von Bombast und abwechslungsreich. Ein Vorläufer von "A kiss in the dreamhouse" (82), nur noch lange nicht so perfekt. Dazwischen lag noch das sperrige, fiebrige "Juju" (81).
Insgesamt gut durchzuhören (ist bei ihnen ja manchmal schwierig) und mit gutem Zusatzmaterial (vor allem der B-Seite "Eve white/Eve black", so eine Art "Psycho" auf musikalische Art, atemberaubend).