Lange habe ich mich nach einer schönen Kameratasche aus Leder umgesehen. Wie schon bei den Motorradklamotten, haben in den letzten Jahren die textilen Produkte den Markt erobert. Diese Kunstfasern, seien sie noch so stabil, dicht und was weiß ich was, sind mir ein Greuel. Bisher hatte ich Taschen von National Geographic und Kalahari als Canvas-Alternative zu meinen Tamrac. Die sind zwar gut, aber eben nix fürs Auge. Die Billinghams sind mir zu altbacken und deswegen kein Thema für mich. Nun bin ich beim Stöbern auf die Büffelledertasche von Kalahari aufmerksam geworden. Mich hat sie auf Anhieb angesprochen und so wurde sie geordert.
Beim Auspacken fiel zunächst auf, daß sie relativ leicht ist. Cordura hat da gegenüber einer Ledertasche diesbezüglich einen nicht unerheblichen Vorteil. Aber darum ging es mir nicht. Die Tasche ist äusserlich sehr schlicht gehalten. Das naturbelassene Büffelleder ist super angenehm. Die Verarbeitung ist schlichtweg toll. Praktisch ist der herausnehmbare Einsatz im Hauptteil der Tasche. So wird die Kalahari zum Multitalent und kann auch als Non-Fototasche Laptop oder andere urbane Ausrüstungsgegenstände aufnehmen. Eine clevere Idee! Natürlich kann das Fotoabteil individuell eingerichtet und abgeteilt werden.
Sie hat unter dem Deckel zudem eine aufgesetzte Tasche für Kleinstkram wie Speichermedien, Kabel, den Kommunikator oder auch nu8r die Geldbörse. Der Tragegurt ist ebenfalls aus Leder und breit genug um nicht unbequem zu werden.
Am meisten freut mich aber das Material. Gerade Büffelleder hat die Eigenschaft mit zunehmendem Alter schöner zu werden. Das rechtfertigt auch ein wenig den hohen Preis. Die Kalahari ist eine Anschaffung fürs Leben.
Mein Fazit ist weniger pragmatisch als sonst. Das will die Kalahari auch nicht sein. Sie spricht alle Sinne an und ist zudem praktisch. Der Kniff mit dem herausnehmbaren Mittelteil ist Kalahari gelungen und macht die Tasche vielseitig. Auch schöne Dinge können praktisch sein. Klasse.