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Des Kaisers neues Leben
 
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Des Kaisers neues Leben [Gebundene Ausgabe]

Johann G. Lughofer
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Ueberreuter (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800038749
  • ISBN-13: 978-3800038749
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 972.730 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Johann Georg Lughofer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wurde Kaiser Maximilian von Mexiko am 19. Juni 1867 tatsächlich hingerichtet? Das unrühmliche Ende des Habsburgers lässt viele Fragen offen: Wieso nützte der Kaiser nicht die Fluchtmöglichkeit, die sich ihm Tage vor der Hinrichtung bot? Warum wurde das Publikum von der Erschießung abgeschirmt? Weshalb verunglückte die Balsamierung der Leiche? Warum reagierte das offizielle Österreich-Ungarn so verhalten angesichts der Erschießung von Franz Josephs Bruder? Und: Wer ist der im Jahre 1868 in El Salvador plötzlich aufgetauchte Justo Armas?

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als vor einigen Jahren die These Rolando Denekes, Kaiser Maximilian von Mexiko hätte sich seiner Hinrichtung in Querétaro duch eine Verschwörung mit seinem Freimaurerbruder (wenn auch politischem Gegner) Benito Juárez entzogen, in großem Stil nach einer Notiz in der spanischen Zeitung ABC bekannt wurde, ging es in den mexikanischen Medien hoch her: wochenlang äußerten Kaiserreich-Spezialisten, renommierte und auch nicht so bekannte Historiker und sonstige Fans des Themas ihre Meinung im heftigen Wettstreit.

Das große Verdienst Lughofers war es, am Puls der Debatte zu sein und das Thema aufzugreifen, um auch den deutschen Sprachraum an der höchst amüsanten Polemik um die an sich schon an grotesken Elementen reichen Geschichte des Zweiten Mexikanischen Kaiserreichs teilnehmen zu lassen. Sein daraus entstandenes, ziemlich ordentlich recherchiertes Buch bringt im ersten Teil, der dem Entstehen und Scheitern des Kaiserreichs gewidmet ist, kaum etwas, was nicht schon in den zahlreichen Maximilian-Biographien zu lesen wäre. Neu ist lediglich die Betonung der herausragenden Rolle der Freimaurer; sehr alt dagegen die doch recht eurozentristische Ansicht, die relevante Geschichte Mexikos beginne erst mit dem Auftauchen des Eroberers Hernán Cortés, das den Auftakt zu Lughofers Buch bildet.

Spannend wird es aber unbedingt, wenn Lughofer im zweiten Teil die Indizien zusammenträgt, die für eine mögliche Inszenierung einer Hinrichtungsfarce auf dem Cerro de las Campanas sprechen. In einer logisch gut durchdachten Argumentationskette sät er Zweifel an der offiziellen Version vom Tod des Kaisers und rekonstruiert das Zusammenwirken möglicher Mitwisser in einer Rettungsmission. Dabei verliert er nicht den skeptischen Blick auf die Indizien, die den Deal zwischen Juárez und Maximilian zwar möglich, vielleicht sogar plausibel erscheinen lassen, ihn jedoch nicht beweisen. Dafür bräuchte es tatsächlich, wie Lughofer am Schluß richtig bemerkt, einen DNA-Vergleich der sterblichen Überreste jenes Justo Armas in El Salvador, als der der entthronte Kaiser angeblich weiterlebte, und einer Haarprobe Maximilians. Beides müßte mit dem genetischen Material eines Habsburgers verglichen werden. Und schließlich wäre es interessant, das Geheimnis des Toten in der Kapuzinergruft zu lüften, der dort in Maximilians Sarg ruht.

Johann Lughofers Darstellung liest sich packend wie ein Krimi, auch wenn es für den weiteren Verlauf der (Welt-)Geschichte völlig unwesentlich ist, ob Maximilian tatsächlich von den Republikanern hingerichtet oder heimlich gerettet wurde. Faszinierend ist es allemal, das "Was wäre wenn..." konsequent durchzuspielen, auch wenn sich der ernsthaft interessierte Leser gewünscht hätte, dass der Autor seine Recherchen mit Quellenangaben sauber dokumentiert hätte.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nichts Neues 18. März 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Wer eine Biographie von Erzherzog Maximilian sucht, ist gut beraten, diese Buch zu kaufen. Dessen Leben und politischer Werdegang ist sehr gut beschrieben. Auch dessen Amtszeit in Mexiko und die politischen Verhältnisse in diesem Land werden relativ ausführlich erläutert. Wer sich aber Beweise einer Verschwörungstheorie erwartet, kann genauso aus dem Kaffeesud lesen, reine Fehlanzeige. Was, wäre wenn ... Laut Autor wäre Erzherzog Maximilian, falls er Justo Armas gewesen wäre, im stolzen Alter von 104 Jahren verstorben. Oder war Justo Armas doch Kronprinz Rudolf?
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Packend 20. Januar 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Stimmen die darin aufgestellten Behauptungen, muss die Geschichte umgeschrieben werden. Der Autor versucht auch, Beweise vorzulegen - auf wissenschaftlich exakte Quellenangaben verzichtet er leider. Trotzdem: Die Argumente klingen plausibel und wenn es zu Beweisen auch nicht immer reicht, bleibt doch eine Indizienkette, die staunend macht.
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