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' Kaiserkron und Päonien rot...': Entdeckung und Einführung unserer Gartenblumen
 
 
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' Kaiserkron und Päonien rot...': Entdeckung und Einführung unserer Gartenblumen [Gebundene Ausgabe]

Heinz-Dieter Krausch
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 536 Seiten
  • Verlag: Dölling & Galitz; Auflage: 1 (1. Mai 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935549237
  • ISBN-13: 978-3935549233
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 452.182 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Heinz-Dieter Krausch
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wer Reseda (Nordafrika) und Ranunkeln (Kleinasien), Sommerastern (China), Sommerphlox (Südtexas) und Strohblumen (Australien), Gladiolen (Kap) und Zinnien (Mexiko), Balsaminen (Ostindien), Dahlien (Chimborazo), Verbenen (Argentinien) und Sonnenblumen (Peru) pflanzt, der hat einen Weltgarten. Das haben wir häufig längst vergessen. Wir empfinden die von Reisenden, Botanikern und Pflanzensammlern aus fernen Ländern mitgebrachten Blumen inzwischen als bei uns beheimatet - ein Irrtum, den das Buch gründlich ausräumt. Die erste umfassende Darstellung erzählt in 250 Einzelkapiteln die Geschichte von mehr als 500 Arten der häufigsten Gartenzierpflanzen Mitteleuropas. Sie beschreibt ihr Heimatareal, ihre Entdeckung, Einführung und Ausbreitung in den Gärten Europas, ihre Weiterzüchtung und Kulturgeschichte und ihre Verwendung in Medizin, Volkskunde, Malerei und Dichtung. Die locker geschriebene Darstellung fußt auf eingehender Auswertung von Primärquellen in in- und ausländischen Bibliotheken u nd Gemäldesammlungen sowie der wissenschaftlichen Literatur. Erste oder sehr frühe und selten abgebildete Holzschnitte und Kupferstiche bereichern den Text und geben eine Vorstellung davon, wie bescheiden unsere zum Teil inzwischen üppigen Blumen einst in unsere Gärten kamen.

Über den Autor

Dr. habil. Heinz-Dieter Krausch war an einem Naturschutzinstitut und an einer limnologischen Forschungseinrichtung tätig und arbeitete dort über Chorologie, Soziologie und Ökologie höherer Wasserpflanzen.

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Kundenrezensionen

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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dass 90% unserer Gartenpflanzen nicht aus Mitteleuropa stammen, sondern oftmals einen langen, weiten, und/oder verworrenen Weg hinter sich haben, ist sicherlich nicht nur botanisch Interessierten bekannt. Was aber bisher fehlte, war eine wissenschaftliche Monographie der Herkunft und Einführung der mitteleuropäischen Gartenpflanzen sowie deren weiterer Verbreitung bei uns. Diese legt der Potsdamer Botaniker Heinz-Dieter Krausch nun nach über zehnjähriger Detailarbeit in seiner Geschichte der 500 häufigsten Zierpflanzen Mitteleuropas vor. Naturgemäß befinden sich darunter auch zahlreiche in der Volksmedizin verwendete Pflanzen wie Maiglöckchen, Eisenhut, Diptam oder Mariendistel, die so ihren Weg in Bauern- und Ziergärten fänden.
Der einzigartige Wert des Werkes liegt in der Aufarbeitung der oftmals schwer zugänglichen „grauen Literatur" der letzten 500 (!) Jahre: Reiseberichte, kommerzielle Pflanzenkataloge, Bestandslisten von Botanischen Gärten, fürstlichen Pflanzensammlungen und privaten Liebhabern, die neben den weitgehend erschlossenen antiken griechischen und römischen Quellen, den mittelalterlichen Schriften von Hildegard von Bingen und Albertus Magnus, den Kräuterbüchern der Väter der Botanik und zahlreichen Gartenzeitschriften und Florenwerken ausgewertet wurden. Die meisten Pflanzen werden dabei durch deren erste Abbildung in der neuzeitlichen botanischen Literatur ergänzt.
Durch diese kriminalistische historische Analyse alter Pflanzenzeichnungen und vor-linnéischer Nomenklatur wird deutlich, wie intensiv zahlreiche heimische Pflanzen schon seit Jahrhunderten, teilweise seit Jahrtausenden gärtnerisch genutzt werden (z.B. Akelei, Buchs, Lungenkraut, Rosen, Wacholder oder die bis auf die germanische Mythologie zurückgehende Kultur der Hauswurz), so dass deren ursprüngliche und neue Heimat oftmals kaum noch abgrenzbar ist (wie die Blaue Himmelsleiter im Westerwald). Auch seit der Renaissance vermehrt zu uns gelangte neue Arten sind zur festen Zierde unserer Gärten und teilweise seltene Juwelen der Natur geworden - wie Schachbrettblume oder Wilde Tulpe. Schließlich werden auch neuere, für den Naturschutz teilweise nicht unproblematische invasive Gartenflüchtlinge wie Staudenknöterich & Co. dargestellt.
Dass das Werk verwirrenderweise als „Gartenbuch" firmiert und ohne Literaturzitate im Text und ein Register der wissenschaftlichen Namen, aber auch ohne die sonst in diesem Genre aufwändige Ausstattung auskommt, mag daran liegen, das der Fischer-Verlag Jena wenige Tage vor Manuskriptübergabe aufgekauft wurde und die Veröffentlichung erst mit Unterstützung der Stiftung Naturschutz Hamburg gelang. Dies schmälert aber Verdienst des Autors und Bedeutung des Werkes in keiner Weise, das in keiner botanischen Buchsammlung fehlen sollte: Stellen Zierpflanzen doch den ästhetischsten und für viele Menschen unmittelbarsten Zugang zur Pflanzenwelt dar.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sommer
Format:Taschenbuch
Reise der Blumen durch die Welt bis in unsere Gärten. So lässt es auch der Untertitel vermuten.
Wissenschaftlich wird der Weg der Gewächse verfolgt. Sicher bei Spezialfragen nach der Herkunft
unserer Pflanzen interessant. Für den Nichtbotaniker dabei keine Aussage über eine Vollständigkeit möglich. Das Register lässt z.B. bei der Suche nach "Päonien" in Stich. Bei "Pfingstrosen" finde ich die gesuchten Seiten. Es ist keine Anleitung zur Pflege - es ist die Geschichte vieler Pflanzen.
Der Titel des Buches widerholt den bei Gabriele Tergit. Wohl beide Eichendorf gelesen. Was sonst?
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4 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch ohne Farbe??! 23. Juli 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch über Zierpflanzen ohne kolorierte Abbildungen? Das mag schon einmal etwas verwundern.

Konkretere Hinweise zur Pflege, Wirkungsweisen (auch in symbiotischer Hinsicht zu anderen Pflanzen), historische Anwendungsweisen (sowohl in der Schulmedizin alsauch in der Volksheilkunde) und geschichtlichen Ursprung von den dargestellten Zierpflanzen sucht man vergeblich. (Man erfährt schon viel, wenn wenn hie und da der Hinweis erfolgt, daß die Pflanze im frühen Altertum in der Medizin verwendet wurde.)

Kurz zusammengefaßt: Übersichtliche Gliederung sucht man vergeblich [das Buch gliedert sich bei 535 Seiten in exakt 4 Hauptkapitel, wobei ausschließlich der Anhang untergliedert ist], Faktenwissen über Faktenwissen stapeln sich [die Jahreszahlen muß man sich einfach merken]. Der geschichtliche Hintergrund muß ohne dem Warum auskommen.

Wer noch nie eine Schwertlilie gesehen hat - besser meiden.
Wer jedoch wissen will, welchen weiten Weg schon so manches Pflänzchen hinter sich bringen hat müssen, um Wasser und fruchtbaren Boden zu finden, wird fündig werden.

Wer sich hingegen einen paläoethnobotanischen bzw. archäobotanischen Einblick meisterlich-feinfühliger Hand erhofft, wird jedoch eines Besseren beleert - pardon - belehrt. Übrigens: Wußten Sie, daß Gänseblümchen und Fichten Zierpflanzen (im engeren Sinn) sind?!? Wenn nicht, dann lesen Sie dieses Buch.

"Kaiserkron und Pänonien rot, Die müssen [wirklich] verzaubert sein ..." [bzw. werden]. Ein Nachschlagewerk des klassisch-schulmeisterlichen Beibringens von palast- [Verzeihung!] ballastreicher Gedankennahrung. Die Aufmerksamkeit des Lesers steht bei diesem Werk eindeutig im Mittel. Dafür sieht man den Heiligen Stern - und zwar doppelt.

Ps: Für eine rasche, farbenfrohe und sinnliche Einführung in die Welt der wirkungsvollen Zierpflanzen empfehle ich "Kräuter" von Jekaa McVicar (Verlag: Dorley Kindersley). Hoch lebe der Kontrast.

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