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Kaiserkinder: Die Familie Wilhelms II. in Fotografien
 
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Kaiserkinder: Die Familie Wilhelms II. in Fotografien [Gebundene Ausgabe]

Jörg Kirschstein
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 221 Seiten
  • Verlag: MatrixMedia (Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932313410
  • ISBN-13: 978-3932313417
  • Größe und/oder Gewicht: 25 x 21,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 101.425 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit mehr als 250 großenteils unveröffentlichten Fotografien werden mit diesem Buch zum ersten Mal die Lebenswege der sieben Kinder Kaiser Wilhelms II. umfassend vorgestellt. Der Lebensbogen der in den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts geborenen Kaiserkinder spannt sich dabei vom Kaiserreich, der Weimarer Republik und der Nazidiktatur bis hin in die Zeit der Bundesrepublik Deutschland.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amelrode
Im Gegensatz zu den Romanows sind die Hohenzollern aus dem Bewusstsein nahezu verschwunden. Keine Ermordung, keine Anastasia-Saga und kein verschwundenes Vermögen haben die öffentliche Faszination and Fantasie der breiten Öffentlichkeit über das letzte Jahrhundert mit der Dynastie erhalten können. Der Abgang war unrühmlich und nahezu unspektakulär, der letzte Kaiser allenfalls umstritten, aber nicht beliebt, die Kaiserin nett, aber langweilig und die Kaiserkinder, allen voran der Kronprinz, weit davon entfernt Identifikationsfiguren zu sein.

Jörg Kirschstein ist einer, wenn nicht der Kenner des Hauses Preussen unserer Zeit. Er ist auch der Autor der zahlreichen Kurzporträt der Familie auf der offiziellen Website des Hauses Preussen. Sein neustes Buch über die Kinder des letzten Kaisers ist eine Weiterentwicklung dieser Kurzbiographien. Zum Teil finden sich wortwörtlich die gleichen Texte wie auf der Website, aber das schmälert nicht den Wert dieses Buches. Warum soll man auch gute Texte ändern. Da nur wenige Biographien über éinzelne Kaiserkinder geschrieben wurden, ist dieser Gesamtansatz sehr zu begrüßen. Es ist ein erster Einstieg, aber ein sehr interessanter. Jörg Kirschstein schreibt dabei nicht in einer verklärten Art und Weise (nach der Devise alles schön und toll bei Prinzens), sondern sagt klar und deutlich, was war. Homosexualität, Nazi-Verstrickungen und Gefängnis, Selbsmord, unglückliche Ehen und standesungleiche Ehen werden nicht verschwiegen. Man wird neugierig, will mehr wissen und man hat den Eindruck, der Autor weiss auch mehr. Es wäre toll, wenn er diesem Gesamtwerk, Einzelbiographien der Kaiserkinder folgen liesse.

Aber ganz besonders aber sind die Fotografien und ihre Untertexte. Hier durch lebt das Buch. Viele Fotos sind nicht und selten veröffentlicht worden. Man kann dem Chef des Hauses Preussen nur danken, dass er die Erlaubnis zur Veröffentlichung gab.

Insgesamt also ein wunderbares Buch, das dem Leser einen guten und aussagekräftigen Einblick in die und von der Familie des letzten Kaisers gibt.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jorg W
Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Buch ist ein sehr schöner Bildband mit bisher unveröffentlichten Bildern aus dem Besitz der Familie Hohenzollern. Das Buch ist unterteilt in 7 Kurzbiographien der 7 Kinder Wilhlems II und den entsprechenden Familienzweigen. Das einzige was ich vermisst habe war ein Stammbaum, ansonsten aber ein schönes Buch über die letzte deutsche Kaiserfamilie, die in den Wirren des 1. Weltkrieges unterging und im Anschluss ein mehr oder weniges glückloses Leben führte.
Lesenwert, kurzweilig, schön gemacht - ein gelungenes Werk!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Hohenzollern-Experte Jörg Kirschstein zerstört mit seinem neuesten Buch KaiserKinder" die Illusion eines sorgenfreien Prinzendaseins nachhaltig, und er macht es auf eine ganz raffinierte Art und Weise: Er lockt uns zunächst mit scheinbar bekannten Bildern in die nach außen hin vermeintlich heile Welt der letzten deutschen Kaiserfamilie. Bilder, mit denen sich das Herrscherhaus geschickt zu inszenieren wusste. Man sieht das bunte Familienidyll auf dem Umschlag, stößt beim Blättern auf niedliche Kinderbilder und arrangierte Gruppenfotos zu Familienfesten.

Und dann stolpert man auf einmal über nie gesehene Fotos, die scheinbar nicht passen wollen in dieses perfekte Bild. Eine sich ausgelassene räkelnde Kronprinzessin in kecker Pose auf einem Waldweg, eine fotografierende Kaiserin während des 1. Weltkriegs in Frankreich und einen Kronprinzen mit Hakenkreuzbinde am Stahlhelmtag in Gesellschaft von SA-Chef Ernst Röhm im September 1933. Es sind auf den ersten Blick vor allem diese über 250 größtenteils bisher unveröffentlichten Fotos der kaiserlichen Familie vor und nach 1918, die von Jörg Kirschstein in jahrelanger Arbeit in mehreren öffentlichen und privaten Archiven zusammengetragen wurden und die dieses Buch zu einem Standardwerk machen. Die eigentliche Leistung sind jedoch - neben der exzellenten Auswahl - die akribischen Beschreibungen und Bestimmungen der Fotografien; angefangen vom genauen Tag der Aufnahme, der Umstände der Bildentstehung und der exakten Bestimmung der Personen, die man sieht, was insbesondere bei großen Gruppenaufnahmen eine Schwierigkeit darstellt.

Allein wegen der spektakulären Fotos und der gut recherchierten Bildunterschriften wäre das Buch also schon kaufenswert. Was diese Veröffentlichung jedoch zusätzlich zu einem wichtigen Nachschlagewerk macht, sind die in Dutzenden Archiven und Korrespondenzen recherchierten Biografien, die die Fotografien ergänzen und zugleich ordnen. So folgen nach der Einführung insgesamt sieben unterhaltsam und zugleich faktenreich geschriebene Lebensläufe der Prinzen Wilhelm, Eitel-Friedrich, Adalbert, Oskar, Joachim und der einzigen Kaisertochter Viktoria Luise. Eine ebenso gründlich recherchierte Stammtafel ergänzt die Lebensbeschreibungen, die zeigen, unter welchen streng kontrollierten Umständen die Kinder des letzten deutschen Kaisers auf ihre künftige Rolle in Deutschland vorbereitet werden sollen: Eine genau überwachte schulische und vor allem aber militärische Ausbildung war für die Prinzen ebenso Pflicht wie die Wahl einer standesgemäßen Braut, die der Kaiser bei den jüngeren Kindern auch noch aus dem holländischen Exil überwachte. Die daraus hervorgegangen Verbindungen waren jedoch zumeist unglücklich.

Und so zeigt das Buch zwar die je nach Geburtsfolge unterschiedlich reich ausgestatteten Residenzen der Kaiserkinder, aber eben auch den sprichwörtlich goldenen Käfig, in dem die Prinzen sich mehr oder wenig glücklich bewegen konnten. Was verblüfft, sind die unterschiedlichen Charaktere und Lebenswege der sechs Kinder, die bis zu ihrer Verlobung zwar fast ausnahmslos die gleichen Lebensstationen durchliefen, dann aber völlig andere Wege gehen. Wie der Kronprinz, der als bei der Bevölkerung beliebte Lebemann auch nach seinem fünfjährigen Exil im öffentlichen Leben Potsdams und Berlins seine Rolle spielte und sich dann aber nach 1933 trotz kurzer Annäherung an die Nationalsozialisten von ihrer Politik abwendete. Besonders beeindruckend das letzte Foto in der Uniform des Danziger Leibhusarenregiments auf einem ärmlichen Sterbebett, das den ganzen Bedeutungsverlust der einstmals mächtigsten Herrscherfamilie illustriert, die nach 1945 fast sämtliche Immobilien verlor. Ganz anders der Weg des homosexuell veranlagten Prinzen August Wilhelm, der 1908 eine unglückliche Verbindung mit seiner Cousine Prinzessin Alexandra Victoria zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg einging, die ein Jahr nach dem Ende der Monarchie zerbrach. Der Prinz, der viele Jahre in der eigens für ihn umgebauten Villa Liegnitz im Park von Sanssouci lebte, versuchte seinen öffentlichen Bedeutungsverlust durch sein Engagement für die nationalsozialistische Bewegung als SA-Führer auszugleichen. Zunächst von Hitler und seinem Kreis anerkannt, gerät er trotz großer Loyalität und eifriger Tätigkeit als politischer Redner letzlich in Ungnade bei den neuen Machthabern und wird von der amerikanischen Besatzungsarmee verhaftet.

Und so ist Jörg Kirschsteins Werk zugleich auch ein unterhaltsam geschriebenes und bebildertes Geschichtsbuch der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, erzählt anhand von Biografien echter Prinzen und Prinzessinen, mit deren Lebenswegen wohl keiner von uns hätte tauschen wollen.
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