Die Haupthandlung der 1949er-Reihe ist mit Band 8 abgeschlossen. Dieser 9. Band ist daher eine Art Pausenfüller, um noch nicht verwendete Ideen bis zum Start der 1953er-Reihe aufzugreifen, weshalb Heinrich v. Stahl die Schreibarbeit an einen "Ralph Hammerstein" abgegeben hat, was man erst auf den ersten Seiten erfährt. Ich fühlte mich spontan an Tom Clancy erinnert, der etlichen Spin-Off-Buchserein seinen Namen gab, obwohl längst andere Autoren übernommen hatten. Titel und Klappentext übertreiben im vorliegenden Band 9 leider maßlos, in den ersten gefühlten 60% des Buches werden u.a. belanglose Familientragödien langatmig ausgewalzt, die man inhaltlich auch in ca. 20 Seiten hätte beschreiben können, ohne der Spannung zu schaden. Zeitweise wollte ich das Buch schon weglegen, weil von den aktionslastigen Kriegsgeschichten der letzten 8 Bände fast nichts übrig war, doch dann bekommt die Geschichte langsam noch die Kurve und endlich blitzt vom typischen "Heinrich v. Stahl" Stil einiges durch. Als Prädikat für Band 9 erscheint mir "für Fans" passend. Hoffentlich nutzt HvS die gewonnene Zeit, um die 1953er-Reihe mit geballter Kraft starten zu lassen. Falls HvS mitliest: Wenn die nächsten 1949er Bände auch von anderen Autoren geschrieben werden sollen, bitte nicht nur das Expose vorgeben, sondern auch mal querlesen, bevor der nächste Band in Druck geht ;) Wir, die treuen Leser von Kaiserfront wollen "Aktion" :-D