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Kaiser oder nichts
 
 
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Kaiser oder nichts [Gebundene Ausgabe]

Manuel Vázquez Montalbán , Manuel Vazquez Montalban , Theres Moser
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
  • Verlag: Wagenbach (1. Januar 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803131456
  • ISBN-13: 978-3803131454
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 854.177 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Manuel Vázquez Montalbán
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Historischer Schinken, pikant

Kru. «Aut Caesar aut nihil – Kaiser oder nichts», mit dieser Devise versuchte Cesare Borgia, Sohn des 1492 inthronisierten Papstes Alexander VI., Macht und Einfluss in Rom und Italien zu erlangen und zu sichern. Niccolò Machiavelli war sein Freund; in Cesare Borgia könnte man die verkrüppelte und letztlich scheiternde Manifestation des «Fürsten» sehen. Die Sippe der Borgia stammte aus Katalonien, wie der Autor Manuel Vázquez Montalbán, der mit seinem Roman ein üppiges Sittengemälde der italienischen Renaissance und gleichzeitig psychologisch gewiefte Portraits der zentralen Figuren Rodrigo (Alexander VI.), Cesare und Lucrezia Borgia zu geben versucht. Trotz der Imposanz des Stoffs und den spektakulären Details ist indes nur ein langatmiger historischer Schinken entstanden. Besonders die ellenlangen Dialoge erweisen sich als sperrig. Womöglich liegt das Scheitern dieses Versuchs daran, dass der Autor darauf verzichtet, das Interesse des Lesers an eine Figur zu binden. Auch Montalbán verfährt gewissermassen nach dem Motto: Alles oder nichts – für einen Verfasser historischer Romane keine gute Entscheidung. Da nützen auch die zupackende heutige Sprache und die einschlägigen «Stellen» nichts, die die handelnden Personen beim Ausleben ihrer Triebe zeigen. Und mag es auch noch so originell sein, wenn der Wüstling Borgia Hintern den Vorzug gegenüber Gesichtern gibt, mit der Begründung: «Für einen Hintern reicht es, drei oder vier gute Signale auszustrahlen» – für einen Roman reicht eben dieses nicht.

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 10.06.2000
Am Stoff kann es nicht liegen, so der Rezensent mit dem Kürzel "Kru.", dass Montalbáns Renaissance-Roman nichts weiter ist als ein "langatmiger historischer Schinken". Die Sippe der Borgias hätte Material genug geboten für das angestrebte "üppige Sittengemälde", leider aber habe es der Autor versäumt, sich auf eine zentrale Figur zu konzentrieren. Explizitheit von Sprache und Darstellung des Sexuellen helfe da auch nichts mehr.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein historischer Roman, der -ohne Anspruch auf historische Wahrheit im Detail- unter anderen Alessandro, Cesare und Lucrezia Borgia, Leonardo, Savonarola und Machiavelli auf die Bühne schickt. Der Leser findet sich wieder als Komplize der Machiavellisten und lernt verstehen, warum sie tun was sie tun. Faszinierend! Wunderbar auch die lakonische Sprache, die das Monströse so normal erscheinen lässt, wie es wohl war.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich habe dieses Buch mittlerweile dreimal gelesen. So hätte lebendiger Geschichtsunterricht aussehen sollen. Bunt und abwechslungsreich mit Bildern im Kopf. Obwohl die Dialoge natürlich erfunden sind, ist doch die wahre Geschichte im Hintergrund zu erleben. Am Ende des Buches ist man zutiefst enttäuscht, dass es zu Ende ist. Es ist jedoch mit Sicherheit eines jener Bücher, die immer besser werden, je öfter man sie liest.

Einzige Schwachstelle: Das letzte Kapitel überspringt im Gegensatz zu den vorherigen im Eilzugstempo gleich eineinhalb Generationen. Hätte man auch weglassen können oder lieber gleich ausführlicher behandeln.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wie wirkt Macht? 15. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Im Mittelpunkt dieses neuen Romans von Manuel Vazques Montalban steht der Aufstieg und Niedergang der legendären Borgia-Dynastie. Interessant in diesem historischen Zusammenhang ist es, wie Macht eigentlich funktioniert. Der Autor schafft es, einen fiktiven Roman aus dem historischen Stoff zu schreiben, der echt spannend ist: Rodrigo Borgia, ehemals ein katalanischer Kardinal, wird im Jahre 1492 zum Papst Alexander VI. gekrönt. Dieser Papst verstand es, seine nun errungene Machtposition für die Interessen Familie auszunutzen. Sein Sohn Cesare Borgia, der ebenso risikoreich und intrigant ist, unterwirft mit dem Ziel Alleinherrscher von ganz Italien die Fürstentümer Rimini, Ferrara, Romagna, Neapel und Pearo. Seine Schwester, Lucrezia Borgia, muß unter der Heiratspolitik der Borgias leiden: sie muß den Tod zweier Ehemänner aushalten, nur um mit einem Dritten verheiratet zu werden! Diesmal ist es der grobschlächtige Herzog Alfonso de Este. Sie wird am Ende durch Vater und Bruder in den Wahnsinn getrieben und wird zu einem Opfer der skrupellosen Machtpolitik! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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