Im Mittelpunkt dieses neuen Romans von Manuel Vazques Montalban steht der Aufstieg und Niedergang der legendären Borgia-Dynastie. Interessant in diesem historischen Zusammenhang ist es, wie Macht eigentlich funktioniert. Der Autor schafft es, einen fiktiven Roman aus dem historischen Stoff zu schreiben, der echt spannend ist: Rodrigo Borgia, ehemals ein katalanischer Kardinal, wird im Jahre 1492 zum Papst Alexander VI. gekrönt. Dieser Papst verstand es, seine nun errungene Machtposition für die Interessen Familie auszunutzen. Sein Sohn Cesare Borgia, der ebenso risikoreich und intrigant ist, unterwirft mit dem Ziel Alleinherrscher von ganz Italien die Fürstentümer Rimini, Ferrara, Romagna, Neapel und Pearo. Seine Schwester, Lucrezia Borgia, muß unter der Heiratspolitik der Borgias leiden: sie muß den Tod zweier Ehemänner aushalten, nur um mit einem Dritten verheiratet zu werden! Diesmal ist es der grobschlächtige Herzog Alfonso de Este. Sie wird am Ende durch Vater und Bruder in den Wahnsinn getrieben und wird zu einem Opfer der skrupellosen Machtpolitik! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)