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Kaum ein Mensch der Antike, ausgenommen vielleicht Cicero, ist nach 2000 Jahren so greifbar, als Person so real wie Augustus, der erste wirkliche "Kaiser" des Römischen Reiches. Er selber hätte sich allerdings sehr dagegen verwehrt, als Monarch angesprochen zu werden, auch wenn dem faktisch so war. Anders als sein Vorgänger Caesar hatte Augustus ein ausgesprochen sicheres Gespür für die Empfindlichkeiten der Bürgerschaft Roms, die jede Form von Alleinherrschaft vehement ablehnten, er besaß ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und, bei aller Brutalität zu Beginn seiner Herrschaft, zeigte er später große Versöhnungsbereitschaft und Bescheidenheit. Augustus war vielleicht der einzige römische Kaiser, der echte Freunde hatte, die ihm auch unbequeme Dinge sagen durften und er dies auch schätzte. Zieht man Bilanz, so erkennt man einen Menschen, der seine hohen moralischen Ansprüche wirklich gelebt hat, der fast immer maßvoll reagierte und eigentlich nie grausame oder rachsüchtige Züge zeigte. Selbst die Säuberungen im Senat nach seiner Machtübernahme sind letztlich rational begründet und man darf annehmen, dass sie Augustus sicher nicht leicht gefallen sind.

Angela Pabst gelingt es in ihrem Buch, neben den historischen Fakten gerade auch den Menschen Augustus zu erhellen. Zeitweilig liest sich der Text wie ein Psychogramm, was umso erstaunlicher ist, da wir (im Gegensatz zu Cicero) kaum persönliche Zeugnisse kennen. Die Res Gestae Divi Augusti (wörtlich „die Taten des vergöttlichten Augustus“), der Rechenschaftsbericht, den er in Bronze graviert an seinem Mausoleum anbringen ließ, kommt einer persönlichen Bilanz am Nächsten. Augustus' Autobiografie ist dagegen leider verschollen. Andrea Papst greift vor allem auf die Zeugnisse römischer Historiker wie Sueton, Cassius Dio und Tacitus zurück, die zum Teil noch originales Archivmaterial eingesehen haben und für ihre Zeit erstaunlich wissenschaftlich und systematisch vorgingen. So können wir uns in der Gesamtschau aller historiografischen und archäologischen Informationen tatsächlich ein präzises Bild von Augustus und seiner Zeit machen. Pabst schildert sehr detailliert die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse und erklärt vor allem, wie bestimmte Handlungen im römischen Volk bzw. dem Militär wahrgenommen wurden. Was für uns heute banal oder unwichtig erscheint, war oft genug für die Römer himmelschreiend skandalös (wie z. B. die Behandlung von Kleopatra als ebenbürtige Herrscherin durch Antonius). Diese Befindlichkeiten wusste Augustus immer sehr genau einzuschätzen und so wurde er, trotz zeitlebens angeschlagener Gesundheit und militärischer Unerfahrenheit, zum unangefochtenen und respektierten Herrscher.

Ich muss gestehen, dass mich das Kapitel zu den fünf Bürgerkriegen nach Caesars Tod in seiner Komplexität und Sprunghaftigkeit etwas verwirrt hat, allerdings waren es auch verwirrende Zeiten. Die übrigen Abschnitte sind dagegen gut strukturiert und von wirklich beeindruckender Detailfülle. Angela Pabst referenziert sorgfältig die Originalquellen und bewertet auch abweichende Lehrmeinungen, sodass sich insgesamt ein sehr vielschichtiges Bild ergibt.

Die Autorin hat leider eine große Vorliebe für lange Schachtelsätze, oft noch belastet durch Klammereinschübe, die keineswegs die Lesbarkeit fördern. Sätze, die eine Viertelseite und mehr füllen, sind keine Seltenheit. Auch ihr Hang zur Substantivierung von Verben und zu Passivkonstruktionen wirkt auf mich stilistisch unelegant. Das macht dem Leser das Verständnis unnötig schwer und ist auf Dauer ermüdend.

Insgesamt eine fachlich hervorragende, ausgesprochen detaillierte Biografie, die allerdings stilistisch manchmal etwas umständlich wirkt.
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am 21. August 2014
Bisher war Augustus nicht mehr als ein Name im Geschichtsgedächtnis, dessen Wesen und Antrieb merkwürdig blass erschien. Angela Pabst gelingt ein völlig neuer udn bemerkesnwerter Blick auf diesen Mann. Der Rom auf völlig neue Beine stellt und eine nachhaltige Ordnung und Zielrichtung entwickelt. Ein Mann mit geistigem Potenzial.
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