Pressestimmen
Die sprachliche und bildliche Annnäherung an das "Phänomen Kafka" hält das, was sie verspricht: die faszinierende Darstellung einer "Art Teilnahme am Leben, die Schreiben heißt". Stuttgarter Zeitung Die Bilder illustrieren nicht die Sätze von Jürg Amann, sondern spüren ihren Stimmungen und Atmosphären nach, legen eine Begleitspur zum reflexiven Diskurs, die nichts festlegen, sondern die eigene Gedankenarbeit des Lesers anregen. Neue Luzerner Zeitung Dieses Buch bietet neue und spannende Möglichkeiten, sich mit Kafka und seiner Welt auseinanderzusetzen. Tango ... eine gelungene Annäherung an die Abgründe von Kafkas Persönlichkeit ... Klaubauf
Kurzbeschreibung
In Wort und Bild das Unerklärliche erklären: eine Annäherung an Kafka
Der Schriftsteller Jürg Amann und der Photograph A.T. Schaefer setzen sich, im Bereich ihres jeweiligen künstlerischen Ausdrucks, mit dem Verhältnis von Leben und Schreiben eines unerbittlichen, konsequenten Künstlers auseinander. Da ist einerseits der Text, der "das Unerklärliche zu erklären" versucht, wie Kafka in seinem "Prometheus"-Mythos schreibt. Da sind andererseits die Bilder, die das nicht Darstellbare doch darzustellen versuchen. Und da ist schließlich der Versuch, beides zusammenzufügen, die Wort- und die Bildebene so aufeinandertreffen zu lassen, wie "die Pfeile" in "die Wunden", von denen es in Kafkas Tagebuch heißt, daß sie "genau ineinander passen".
Ziel des Text-Bild-Essays ist die Darstellung einer Lebensform, einer "Art der Teilnahme am Leben", die Schreiben heißt. Auf die Sprachbilder, die der Text Amanns nachzuvollziehen versucht, antworten Schaefers Bild-Bilder, sie verwenden dabei "nur" die Wirklichkeit der Welt, die Optik von Auge und Apparat.
Der Text von Jürg Amann, der vor zwanzig Jahren bei Piper erschienen und trotz seiner Aktualität längst vergriffen ist, erfährt hier die fällige Neuauflage. Durch die Kombination mit den expressiven Bildern von A.T. Schaefer erhält er einen zusätzlichen Reiz und bietet dem Leser - und Betrachter - eine weitere Möglichkeit, sich Kafka und seiner Welt zu nähern.
Einen Essay in zwölf Bildern könnte man den Beitrag des Fotografen A.T. Schaefer zu diesem Buch nennen, ausgesucht zusammen mit Jürg Amann, eigenständig in der Aussage und doch in enger Beziehung zum Text.A. T. Schaefer, geboren 1944 in Westfalen, hat Malerei und Design studiert. Seit 1981 arbeitet er mit dem Medium der Photographie. Zahlreiche Ausstellungen und Bücher, zuletzt: "Orte der Farbe" (1996), "Wagner und Venedig" (1997), "Das Waldhaus" (1998), "10 Jahre Oper Stuttgart" (Januar 2000). A. T. Schäfer lebt in Stuttgart.Jürg Amann, geb. 1947 in Winterthur, Studium in Zürich und Berlin, Diss. über Franz Kafka. Seit 1976 freier Schriftsteller. 1982 Ingeborg-Bachmann-Preis, zahlreiche weitere Preise. Auswahl aus seinem Werk: Robert Walser. Eine literarische Biographie in Texten und Bildern (1995), Rondo. Erzählungen (1996), Ikarus. Roman (1998), Zwei oder drei Dinge. Novelle (1993), Über die Jahre. Roman (1994), Und über die Liebe wäre wieder zu sprechen. Gedicht (1994), Schöne Aussicht. Prosastücke (1997)