nachdem sich tobe hooper mit seinem kultklassiker "texas chainsaw massacre" einen namen gemacht hatte , widmete er sich nach seinem zweiten werk "blutrausch" , dem hier vorliegendem "kabinett des schreckens" ( orig. titel : "funhouse" ).
der streifen unterscheidet sich von den beiden genannten vorgängern in sofern , als das er den gewaltpegel doch erheblich nach unten schraubt und dafür wesentlich mehr wert auf spannung und atmosphäre legt.
schon die anfangssequenz - als eine hommage an "halloween" und "psycho" zu werten - kommt sehr gelungen rüber und schürt die erwartungshaltung des zuschauers welche dann im weiteren verlauf , in meinen augen , auch nicht enttäuscht wird. hooper schafft es , mithilfe atmosphärischer bilder , die dargebotene gewalt vor allem im kopf des publikums stattfinden zu lassen als das er sie explizit auf der leinwand zeigen müsste - dazu ist natürlich auch die gewählte location - geisterbahn - vortrefflich geeignet.
trotz ständiger probleme während der dreharbeiten , die dafür sorge trugen das der gesamte dreh wesentlich länger dauern sollte als geplant und fortwährender streitigkeiten mit den produzenten , die in ein mehrmaliges umschreiben des skripts resultierten , hat tobe hooper hier zwar sicherlich kein meisterwerk aber doch einen recht sehenswerten genrebeitrag in sachen teenieslasher abgeliefert , der aus der breiten masse eindeutig herauszustechen vermag und solchen menschen wie mir , die den streifen damals im kino gesehen haben , ein nostalgisches lächeln auf `s gesicht zaubert.
neu eingestuft kommt "das kabinett des schreckens" nun ungeschnitten mit einer ab 16 freigabe auf den markt und kann mit einer durchgehend annehmbaren bild und tonqualität überzeugen.
für sammler diverser horror klassiker aus den 80 `ern ist der streifen sicherlich ein gefundenes fressen - atmosphärisch und spannend - in meinen augen eines der letzten gelungenen werke des regisseurs , wenn man von seinem finanziell erfolgreichsten film - "poltergeist" und "brennen muß salem" , die danach folgen sollten , mal absieht.