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Kabelsalat: Wie ich einem kaputten Kabel folgte und das Innere des Internets entdeckte [Gebundene Ausgabe]

Andrew Blum , Richard Barth
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

22. Oktober 2012
Das Internet ist ein Ding zum Anfassen.

Wir sind ständig online, ziehen Daten aus der Cloud, alles funktioniert wireless. Was das heißt, hat Andrew Blum nie richtig verstanden. Doch als ein Eichhörnchen die Internetleitung in seinem Garten anknabbert, wird ihm klar: So analog ist digital.

Andrew folgt dem Kabel und eine faszinierende Reise zu den verborgenen Orten und Knotenpunkten des World Wide Web beginnt ...

Andrew Blum besucht die physischen Kathedralen der digitalen Welt und vollbringt das Wunder, dass wir uns das »Zauberding« Internet endlich vorstellen können. Er führt uns beispielsweise durch den DE-CIX in Frankfurt, einen gigantischen Knotenpunkt, den fast alle deutschen Mails auf ihrem Weg in die Welt passieren. In die monumentalen Datenspeicher von Google, Microsoft und Facebook, die ganzen Städten gleichen und in denen Nanosekunden eine Ewigkeit bedeuten. Und wir sehen Kabel, die in abgeschiedenen Küstenorten im Ozean verschwinden, wo sie am Meeresgrund die Kontinente miteinander verbinden. Letztlich ist das Internet so real wie jedes Straßen- oder Eisenbahnnetz zuvor – und genauso angreifbar. Wir alle sind online. Wir sollten wissen, was das bedeutet.


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Kabelsalat: Wie ich einem kaputten Kabel folgte und das Innere des Internets entdeckte + Makers: Das Internet der Dinge: die nächste industrielle Revolution
Preis für beide: EUR 42,89

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Albrecht Knaus Verlag (22. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813503887
  • ISBN-13: 978-3813503883
  • Originaltitel: Tubes
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 122.569 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Andrew Blum schreibt als freier Journalist unter anderem für „Wired“, „New York Times“ und „New Yorker“. Er interessiert seit jeher für Orte und denkt bei allem in räumlichen Bezügen. Das Internet forderte ihn umso mehr heraus, als er sich keine Vorstellung davon machen konnte. Andrew Blum lebt in New York.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Zeitreise in die Gegenwart 5. Januar 2013
Von Lu!
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist schon faszinierend, welchen kurzen Zeitraum das Internet uns im Alltag begleitet und wie selbstverständlich es geworden ist. Dennoch bleibt es für die meisten kaum greifbar, was auch auf den Autor des Buches betrifft. Bis er sich - einem kaputten Kabel folgend - auf die Suche machte und herausfinden wollte, wo und was das Internet ist. Dabei öffnet die historische Zeitreise gerade erst geschlossene Türen der letzten 10-20 Jahre. Dennoch hat man das Gefühl, dass alles schon "so weit weg" ist. Auch auf die universitären Ursprünge geht der Autor ein. Insgesamt weitestgehend flüssig zu lesen, nur manchmal etwas langatmig. Ein paar mehr Fotos wären prima gewesen, aber leider - und wahrscheinlich auch aus Sicherheitsgründen - bleiben diese auf den Innenumschlag beschränkt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das physische Internet 20. November 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Wie sehr und wie weit das Internet Teil des alltäglichen Lebens ist, sei es im Beruf oder auch rein privat zu Hause, das stellt sich vor allem dann heraus, wenn es einmal nicht zur Verfügung steht. Umgehend macht sich dann so gut wie jeder, dem der Blackout im Raume steht, auf, das Problem schnellstmöglich zu lösen. Mal mehr, mal weniger hektisch.

Andrew Blum, der New Yorker Journalist, geht bei der „Problembewältigung“ allerdings eine Vielzahl von Schritten weiter als der normale Nutzer des Internet. Einer, der vor allem die Dinge sich „räumlich“ vorstellen will, der folgt dann zunächst einmal ganz einfach dem Kabel, welches das Internet in sein Haus transportiert und macht sich dann auf den Weg, der physischen Seite des Internet weiträumig nachzugehen. Nachdem der Techniker zunächst die Störquellen natürlich im Haus gesucht hat.
Wie kann das sein, fragt sich Blum zu Beginn, dass das „leistungsfähigste Informationsnetzwerk aller Zeiten“ von den Nagezähnen eines Eichhörnchens umgehend außer Kraft gesetzt werden kann?

Eine ganz andere Form von Reisebericht ist es somit, die Blum in seinem Buch vorlegt und, vorweg gesagt, eine durchaus interessante Reise, die Blum sprachlich verständlich zu schildern versteht. Getreu nach dem Zitat von William Gibson „Irgendwie wusste ich, dass der virtuelle Raum hinter all den Computerbildschirmen ein einziges Universum war“ (und noch ist, wie man im Buch nachlesen kann). Es gibt sie, die physische Welt hinter den Bildschirmen, eine „Welt aus Kabeln und den Räumen dazwischen“.

Und so schildert Blum die Welt des „Rohrsystems“ (eine bildliche Beschreibung, für die ein amerikanischer Senator 2066 von der technisch versierten „Gemeinde “ ausgelacht wurde und dennoch ein absolut physisch zutreffendes Bild, wie Blum aufzeigt). Eine Welt, die mit einer Vielzahl realer „Eigentumsverhältnissen“ ausgestattet ist und somit nicht als „Datenautobahn“ gedacht werden kann, sondern eher als die LKW's auf einer Autobahn.
„Datentransporter“ eben. Viele einzelne Netzwerke drängen sich in ein und dasselbe Kabel und leiten ihre Datenpakete dort weiter. Neben der „virtuellen“ Ebene der Informationsübertragung führt Blum daher im Buch sowohl zur physischen Ebene der Maschinen und Kabel, durch die „Signale“ transportiert werden, als auch an geographische Orte, von welchen diese Signale ausgehen, an welchen solche Signale gebündelt und umgeleitet werden und an welche diese Signale letztendlich angelangen.

So wie in ein altes Gebäude in Milwaukee, „rappelvoll mit Internet“. Blum folgt zudem den Spuren des Internet nicht nur räumlich, wie in Milwaukee schon deutlich wird, sondern auch zeitlich. Er bietet einen Abriss der Geschichte des Internet und erläutert an konkreten Orten, wie und wann die Netzwerkstruktur entstanden ist. Bis eben dahin, das manche Schächte in Großstädten so mit Kabeln vollgestopft sind, dass sie „hervorquellen wie Schlangen“.

Sicher ist die Materie teils sehr trocken, das schlägt sich auch sprachlich im Buch nieder. In der ständigen Rückkoppelung aber an die physische Welt und konkrete Orte gelingt es Blum durchaus, den Leser neugierig zu halten und im Gesamten den Aufbau, die „Landkarten“ und die „Schnittstellen“ des weltweiten Netzes plastisch vor Augen zu führen.

Ein durchaus gehaltvolles und anregendes Buch, das dem Leser die physische Struktur des Internet umfassend nahebringt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schrödingers Katze und Blums Eichhörnchen 22. Oktober 2012
Von kloy
Format:Gebundene Ausgabe
Zu Schrödingers Katze und Pawlows Hund gesellt sich nun das Eichhörnchen von Andrew Blum als Anstoß für einen Erkenntnisprozess und die Verkörperung eines Erkenntnisgewinns. Vielleicht könnte man noch Newtons Apfel als nicht-animalisches Naturprodukt dazu nehmen.
Gemeint ist damit, dass es häufig nur eines ganz banalen Vorgangs bedarf, um eine außergewöhnliche Einsicht zu gewinnen. Ganz so groß mag der Erkenntnisgewinn hier nicht sein, denn in diesem Fall ist es die Einsicht in die physikalische Körperhaftigkeit des Internets, die durch das Eichhörnchen initiiert wurde, indem es ein Kabel anfraß und den Autor dazu veranlasste, seinem angefressenen Kabel in die Tiefen des Internets zu folgen: „Wirft man einen Blick hinter die Kulissen, so sind die Netzwerke des Internets genauso eng an reale Orte gebunden wie es die Eisenbahn- und Telefonnetze seit jeher waren.“ (S.20)
Jeder, der sich nicht allein damit zufrieden geben will, dass das Internet immer verfügbar ist und einen mit jedem beliebigen Teilnehmer auf der ganzen Welt verbinden kann, sondern sich fragt, warum das wohl so ist, erhält hier Antwort.
„Die vernetzte Welt verspricht reibungslose Kommunikation – die Aufhebung des Raumes. Um die Karte in elektronischer Form nach Milwaukee zu übertragen, genügte es, eine E-Mail zu schicken. Aber die Karte selbst war keine JPEG- oder PDF-Datei und auch keine Google-Maps-Karte mit Zoomfunktion, sondern etwas Greifbares und Dauerhaftes – das auf synthetischem Papier der Firma Yupo gedruckt, jährlich aktualisiert, für 250 Dollar verkauft, in Pappröhren verpackt und in die ganze Welt verschickt wird. Die Karten zur physischen Infrastruktur des Internets von TeleGeography sind selbst Teil der physischen Welt.“ (S. 29)
Diese Karten hängen überall auf der Welt in den Zentren, in denen das Internet funktionstüchtig und am Leben erhalten wird. Diese Karten werden auf Druckmaschinen gedruckt, die aus dem Mutterland der schwarzen Kunst kommen: Deutschland!
Man möchte dieses Buch dringend allen anraten, die das Internet für etwas Abstraktes, für eine rein digitale Angelegenheit halten und in blanker Unkenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten als paradiesisches Utopia (Nicht-Ort) ansehen, in dem unendliche Freiheit herrscht, Gleichheit und Glückseligkeit. Das Buch, eine Art Reisebericht, ist im Übrigen gut verständlich geschrieben und verzichtet auf allzu knifflige Technik-Details. Über eine der Hauptstädte des Internets, Palo Alto, heißt es: „Die Alchemie, die dort vor sich geht, geschieht nicht per Datenfernübertragung – und kann es wahrscheinlich auch gar nicht. Derart intensive Verbindungen sind ein unverschämt physischer Prozess“ (S. 87) - "(...) ein chemischer Prozess mit reichlich Bandbreite und Bier als Katalysator" heißt es auf Seite 142 in einem anderen Zusammenhang.
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