Charlotte McLeods Vorliebe für merkwürdige angelsächsische Bräuche schlägt wieder voll durch. Im Club zum Geselligen Kabeljau wird die ebenso häßliche wie wertvolle Amtskette des Allerwertesten Fischkopfs, so der Name des Vereinspräsidenten, entwendet. Dies geschieht just am Anti-Weihnachtstag, an dem symbolisch Rudolf das Rentier verbrannt wird. Max Bittersohn, der Aufsteiger und inzwischen Gatte von Sarah Kelling, einer Verwandten des Fischkopfs, nimmt sich des Falles an. Die folgenden Ereignisse und ein beinahe tödlicher Unfall bestätigen seinen Verdacht, daß jemand vorsätzlich die Kette gestohlen hat.Max Bittersohn spielt das Spiel der Bostoner Oberschicht nicht mit, als drei weitere Morde geschehen. Er wehrt sich gegen die Vertuschungsversuche und ermittelt weiter. McLeod zeigt, daß sie nicht nur kriminalistische Komödien schreibt, sondern auch die amerikanische Klassengesellschaft durchschaut und entblößt. Bittersohn, der Detektiv für Kunstdiebstähle, ist der Mann ohne Vermögen, der ohne seine Einheirat nicht in die Luxusbehausungen der Bostoner Oberschicht vordringen könnte. Max lebt dabei gefährlich,als er dem Täter auf die Spur kommt. Die Personen des Romans sind lebendig, eigenwillig und mit Liebe zum Detail gestaltet. Man sieht förmlich McLeod vor sich, wie sie uns zuzwinkert! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)