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Kabbalah, Qliphoth und die Goetische Magie
 
 
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Kabbalah, Qliphoth und die Goetische Magie [Taschenbuch]

Thomas Karlsson
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Kabbalah, Qliphoth und die Goetische Magie" ist ein einzigartiges Buch über Philosophie, Psychologie, Religion und Magie. Dieses Buch ist das Ergebnis jahrelanger Studien zu den besagten Themen. Das Buch ist nicht nur eine praktische Einführung in die Magie, sondern stellt die kabbalistische Philosophie in grundlegender Weise dar.

Das Hauptthema dieses Buches ist die Erforschung der Qliphoth und der dunklen Mysterien, jener Teil der westlichen Mystik, der lange Zeit verdrängt wurde. Anstatt die dunkle Seite zu ignorieren oder zu verleugnen, enthüllt der Autor, wie der Mensch Schritt für Schritt seinen Schatten kennenlernen und dadurch mehr über sich selbst erfahren kann. Durch die Erforschung statt der Verdrängung des Schattens kann dieser von einer zerstörerischen in eine schöpferische Kraft umgewandelt werden.

Das Buch beschreibt das kabbalistische Symbol des “Baum des Lebens“, die zehn Sephiroth und die zweiundzwanzig Pfade, die mit verschiedenen Aspekten der menschlichen Psyche korrespondieren.

Als erstes Buch seiner Art stellt "Kabbalah, Qliphoth und die Goetische Magie" auch die dunkle Seite der Kabbalah vor, den ”Baum des Wissens”, die zehn Qliphoth und die zweiundzwanzig Tunnel, die die Nachtseite der Existenz durchlaufen. Das Buch befasst sich mit dem Problem des Bösen, dem Symbolgehalt hinter der Geschichte vom Fall Luzifers und dem Schöpfungsprozess des Menschen nach der kabbalistischen Philosophie. Die in diesem Buch dargestellten Theorien werden mit einigen Praktiken und Beispielen für Rituale verknüpft; Meditationen und magische Übungen finden sich ebenso wie okkulte Korrespondenzen. Viele von diesen stammen aus der Literatur der schwarzen Künste, welche ein Jahrhunderte lang verbotener Teil der Europäischen Kultur war.

"Kabbalah, Qliphoth und die Goetische Magie" beinhaltet mehr als einhundert dämonische Sigillen und künstlerische Illustrationen, die speziell für dieses Buch gestaltet wurden, darunter eine einzigartige Sammlung aller Sigillien der klassischen Grimoires LEMEGETON - Der kleinere Schlüssel Salomons und des berüchtigten GRIMOIRUM VERUM.

Über den Autor

Thomas Karlsson hat den M.A.-Grad in Philosophie, Religionsgeschichte so wie auch in Ideengeschichte und ist der Gründer des in Schweden ansätzigen magischen Ordens Dragon Rouge. Er studiert und praktiziert die okkulten Wissenschaften seit über 15 Jahren. Thomas Karlsson schrieb das Buch "UTHARK – Im Schattenreich der Runen. Ein magisches Praxisbuch" (Arun-Verlag 2004) wie auch "ADULRUNAN och den götiska kabbalan" (Ouroboros Produktion 2005). Er hält regelmäßig Seminare und Vorträge und kann über dem Verlag kontaktiert werden.

Auszug aus Kabbalah, Qliphoth und die Goetische Magie von Thomas Karlsson. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Ursprung der Kabbalah

Eine berechtigte Frage bei der Erstellung eines Überblicks über kabbalistische Philosophie und Ideen ist die, ob sie überhaupt etwas speziell Jüdisches ist. Die Kabbalah wurde in Europa entwickelt und hat ihre Wurzeln in der hellenistischen Ideenwelt. Prä-kabbalistische Gedanken erwuchsen in derselben Umgebung wie die gnostischen und hermetischen Systeme; die Kabbalah ist stark von griechischer Philosophie wie dem Neoplatonismus und der numerologischen Mystik des Pythagoras beeinflusst und manche meinen, dass die Kabbalah eine in jüdische Begriffe gekleidete hellenistisch-griechische Philosophie sei. Der amerikanische Okkultist und Akademiker Dr. Stephen Edred Flowers behauptet in seinem Buch Hermetic Magic, dass die hebräische Kabbalah das hellenistische Weltbild enthält, es aber auch eine original heidnische griechische Kabbalah gab. Er glaubt, dass sie in der hebräischen Kabbalah bewahrt wurde. Ähnliche Gedanken kommen von dem Akademiker Kieren Barry in seinem Buch The Greek Kabbalah:

„Es war tatsächlich in Griechenland, wo bereits im 8. Jahrhundert v.u.Z. die alphabetische Nummerierung erfunden wurde, die grundlegendste Essenz der kabbalistischen Numerologie. (...) Beispiele der griechischen Kabbalah finden sich auch außerhalb des Hauptlandes Griechenland lange vor dem 3. Jahrhundert u.Z. in ägyptischen Amuletten, römischen Wandmalereien, gnostischer Philosophie und frühen christlichen Schriften. Dies ist das früheste wahrscheinliche Datum des ersten bekannten Werkes der hebräischen Kabbalah, des Sefer Yetzirah oder Buches der Formung. Dieses frühe Werk war essentiell ein Produkt des Einflusses von griechischem Gnostizismus auf die jüdischen Mystik und zeigt den Einfluss von zahlreichen Vorstellungen, wie der gnostischen Theorie der Schöpfung durch Emanationen, der pythagoräischen Dekade, platonischer Philosophie, Ptolemäischer Astrologie, und der vier Elemente des Empedocles, die alle bereits Teil des existierenden griechischen alphabetischen Symbolismus waren.“

Die Diskussion über den Ursprung der Kabbalah ist alt und scheint vor allem für Nichtjuden überaus wichtig zu sein, die außerhalb des jüdischen Rahmens die Kabbalah praktizieren oder ihre Ideen benutzen wollen. Ursprünglich scheint die Kabbalah einem mehr universell philosophischen Charakter im Gedenken an die hellenistischen Ideen über Zahlenmystik gehabt zu haben, welche nicht an einer speziellen Religion festgemacht waren. Später scheint die Kabbalah eher einen ausschließlich jüdischen Charakter erlangt zu haben.
Während der Renaissance wurde eine christliche Kabbalah entwickelt, die darlegte, dass die kabbalistische Lehre mit dem Christentum statt dem Judentum verwandt sei. Florenz wurde zu einem Entwicklungszentrum der christlichen Kabbalah und der christliche Hermetiker Pico della Mirandola wurde als Vater der christlichen Kabbalah bezeichnet. Pico behauptete, dass er mehr vom Christentum als von der mosaischen Religion in den kabbalistischen Texten fand. Pico behauptete, dass in der Kabbalah:

„... die Mysterien der Dreifaltigkeit zu finden sind, wo das Wort zu Fleisch wird, dort ist die Göttlichkeit des Messias; dort habe ich über das himmlische Jerusalem gelesen, den Fall der Teufel, die Ordnung der Engel, das Fegefeuer und die Qualen der Hölle.“

Pico starb jung und sein Jünger Reuchlin war vielleicht derjenige, der zur bedeutendsten Figur in der christlichen Kabbalah wurde. Schon kurz nachdem er Pico begegnete, wurde er 1494 zum Schreiben seines ersten kabbalistischen Textes De Verbo Mirifico, „Das wunderbare Wort“ inspiriert. Das Wort ist nicht das Tetragrammaton als Name Gottes, IHVH, welches so bedeutend in der jüdischen Kabbalah ist, sondern IHSVH, Jesus in hebräischer Form. Reuchlin wurde ein einflussreicher Schriftsteller und sollte Erasmus und Luther beeinflussen. Der junge Heinrich Cornelius Agrippa las Reuchlin und hielt im Jahre 1509 eine Vorlesung über De Verbo Mirifico; sein kabbalistisches Interesse widerspiegelt sich in seinem Hauptwerk De Occulta Philosophia, in welchem die Kabbalah und der zeitgenössische Okkultismus zusammengefasst wurden. Die Texte Agrippas wurden zunehmend von der nichtjüdischen Kabbalah beeinflusst und Agrippa hinterließ einen entscheidenden Eindruck im westlichen Okkultismus.
Eine von runologischen Spekulationen beeinflusste Form der Kabbalah wurde im Schweden des 17. Jahrhunderts entwickelt. Dies war eine gotische Kabbalah, die die Legenden der Goten enthielt, die griechischen Mythen über die Hyperboräer und die runologische Forschung Schwedens in der Epoche seiner größten Macht. In der gotischen Kabbalah werden Runen und altnordische Götter mit zeitgenössischem Okkultismus, Hermetik und Alchemie vermischt. Ähnlich wie in der gewöhnlichen Kabbalah glaubte man an eine magische Signifikanz der Buchstaben, doch waren es hier die Runen, die als magische Symbole betrachtet wurden. Die wichtigste Figur in dieser Tradition war Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik; er wirkte im Gebiet von Uppsala, weshalb seine Kabbalah als Kabalah Upsalica bezeichnet wird. Die nichtjüdische Kabbalah scheint zu bestimmten Zeiten verbreiteter als die jüdische gewesen zu sein; im 19. Jahrhundert gediehen kabbalistische Ideen in okkulten Kreisen. Wohlbekannte Gestalten waren die Franzosen Alphonse Louis Constant und Gérard Encausse, bekannter als Eliphas Lévi und Papus, sowie die Engländer Arthur Edward Waite, S.L. Macgregor Mathers und Aleister Crowley. Sie hatten alle einen starken Einfluss auf die moderne Kabbalah und den modernen synkretistischen Okkultismus. Diese moderne Kabbalah leitete sich nicht allein vom Judentum, sondern auch vom kirchlichen Christentum ab. Sie wird oft als hermetische Kabbalah bezeichnet und richtet sich an verschiedenen Glaubenssystemen aus. Manche Schriftsteller unterschieden zwischen drei Formen der Kabbalah durch unterschiedliche Schreibweise: Die jüdische Kabbalah wurde „Kabbalah“ geschrieben, die christliche Kabbalah „Cabala“ und die hermetische Kabbalah „Qabalah“.
Für einen Kabbalah Praktizierenden sind ihre historischen Wurzeln von untergeordneter Bedeutung. Das Wichtigste ist nicht, ob sie jüdisch, christlich, griechisch, hermetisch oder nordisch ist, sondern dass sie ein universelles okkultes System ist, das sich für die meisten spirituellen Traditionen als höchst verwendbar erwiesen hat.

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