Nach einigem Studieren der anderen Rezensionen zu verschiedenen CS-Gas-Dosen und Pfeffersprays habe ich mich für das Vorliegende entschieden. Die Wahl der grundsätzliche Wahl der Konstellation "Pfefferspray" und "Jet" geht auf zwei Aspekte zurück:
1. Bei den zur Auswahl stehenden Sprays gibt es die Kategorien "Jet" (= Strahl) und "Fog" (= Nebel). Bei Jet soll deutlich weniger die Gefahr bestehen, sich selbst oder unbeteiligte Menschen mit der Wirkung zu treffen.
2. Pfefferspray soll stärker sein als CS-Gas, was die Wirkung des Stoffs betrifft. Bei Notwehrsituationen sieht die rechtliche Situation dennoch so aus, dass die Verwendung in entsprechenden Situationen nicht strafbar ist.
Unter den Aspekten und aufgrund bisher bestehender Rezensionen habe ich dieses Spray ausgewählt. Mangels Erfahrung mit anderen Sprays sind mir Vergleiche nicht möglich. Allerdings habe ich mir gleich zwei Dosen geholt, sodass ich eine zum Testen verwenden und eine Zweite im Ernstfall auf jeden Fall absolut voll sein würde.
Hier die Ergebnisse aus meinem Versuch:
- Ich habe aus drei Meter Entfernung auf ein Poster an der Wand geschossen. Aus dieser Entfernung ließen sich sehr gut anvisierte Stellen treffen, wenn ich nach anhaltender Betätigung noch etwas ausrichtete. Aber auch bei einem spontanen Schuss sollte man jemanden schnell ausreichend treffen.
- Beim Entfernen vom Poster wurden schon sehr deutlich meine Nase und meine Augen gereizt. Um jemandem ausreichend außer Gefecht zu setzen, sollte ein kräftiger Stoß unmittelbar unter das Gesicht also vollkommen ausreichen.
- Die Wirkung hielt einige Zeit lang an. Auch als ich nach acht Stunden und zwischenzeitlichem Lüften Besuch bekam, konnte ich an den nasalen Reaktion erkennen, dass der noch in der Wohnung liegende feine Nebel noch deutlich reizte (Nicht falsch verstehen, es ist kein Nebelspray)
- Es gibt ein kleines schwarzes Plättchen als Sicherung vor versehentlichem Auslösen. Dies lässt sich aber schnell einbrechen, was beim Drücken vom Daumen in Richtung Sprühkopf automatisch geschieht.
- Das Sicherungsplättchen lässt sich aber auch vor dem ersten Einsatz problemlos entfernen, ohne das dabei ein Sprühstoß ausgelöst wird. Auch ohne Sicherung ist der Knopf so eingebettet, dass er aus meiner Sicht kaum aus Versehen betätigt werden kann.
- Ich konnte einen langen und kräftigen Sprühstoß abgeben und die Dose hatte dennoch Füllung. Wie lange sich damit sprühen lässt, bis sie komplett leer ist, wollte ich nicht ausprobieren. Aber für eine einzelne Notsituation sollte es auf jeden Fall reichen, da mehrere Stöße mit der Dose möglich sind.
Zu guter letzt noch ein Randhinweis, wenn jemand das Spray ebenfalls vor Ernstfällen testen will: Ich würde empfehlen, es eher nicht in geschlossenen Räumen zu machen. Man hat dann den Nase reizenden Stoff einige Zeit in der Wohnung und die Braunen Flecken vom Spray sind nur mit einiger Mühe wieder von weißen Wänden entfernbar.
Die Wirkung, die eine solche Waffe beim unmittelbaren Zielen auf Menschen hat, ist durch einige Internetvideos recht gut dokumentiert oder braucht daher eher nicht nochmals in Selbstversuchen getestet werden.
Etwas fragwürdig finde ich es angesichts der Wirkung des Sprays, dass es ohne jede Altersnachfrage verschickt wird. Denn es könnte auch zum Angriff und Überfallen von Personen verwendet werden.