Du bist Bassist, kannst die Grundtechniken, kennst die "Noten", aber weisst nicht, welche Begleitung du spielen kannst, wenn du beispielsweise den Akkord Csus2 oder Cmaj7 vor dir siehst, beispielsweise in einem Lied, in einer bestimmten Akkordfolge?
Dann ist dieses Buch für dich richtig!
Aber kannst du noch nicht die Grundtechniken, mag es schwer erscheinen- ist also für Einsteiger ungeeignet.
Dafür aber umso wertvoller, für fortgeschrittenere Bassisten- denn heutzutage muss ein Bassist wissen, WAS er spielt, insbesondere wenn er in einer Band spielt und Begleitungen "bauen" möchte, dafür ist diese Buch optimal. Es ist klein, handlich, alles ist prima erklärt, man kann es als "Nachschlagewerk" benutzen (denn mann muss ja nicht alle Skalen und Akkordformen auswendig wissen).
Mir waren all die Begriffe wie sus2, maj7 etc. unerklärlich, bis ich durch dieses Buch begriffen habe, dass damit bestimmte Intervalle gemeint sind. Vorher haben mir das Gitarristen vorher mit "du musst das so greifen" erklärt, aber was genau es bedeutet, habe ich erst durch dieses Buch begriffen.
Zwar finde ich es nach wie vor nicht gerade schön, aufm Bass Akkorde zu spielen (daher is das ein Kritikpunkt an diesem Buch, denn zwar räumt das Buch ein, dass nicht ALLE Akkorde schön klingen, aber die meisten der abgebildeten Akkorden finde ich nach wie vor klanglich "daneben", wenn es in einer Band kommt), auch die Lieder vom Setzer finde ich so nicht schön (da Akkorde aufm Bass halt geschmackssache sind, wie es in dem Buch auch erkärt wird: Bassige Töne sind aufgrund ihrer tiefen Frequenz nicht gerade für "Akkorde" geeignet), ABER! Und das ist ein Manko, da es nicht erwähnt wird: Es ist die Rede vom GLEICHZEITIGEN SPIELEN der Töne, aber aufm Bass kann man (ähnlich wie aufm Saxophon) eine andere "Akkord"- Technik anwenden, nämlich Akkord- Zerlegung, man kann die Töne zügig hintereinander spielen, dadurch ergibt sich ein "Akkordeffekt", und dann kann man einfach aus der Tonleiter einige Töne hinzufügen, dann wieder den Akkord (zerlegt) spielen etc. Klingt besser und man spielt "Akkorde" :). Und dämpft man zwischendurch ab oder packt Ghost- Notes rein, wirds sogar eine recht "groovige" Variante :).
Mir hat dieses Buch allemal die Augen geöffnet. Techniken werden nicht beigebracht, dafür aber die wichtigste theoretische Seite, die man halt braucht, um Begleitungen bauen zu können, und ich glaube das ist mindestens ebenso wichtig wie der praktische Bereich.