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KAFKA: Der Prozess [Taschenbuch]

KAFKA
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (124 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Fischer; Auflage: 6. Auflage (1. Januar 1963)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004QVJAP0
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (124 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.596.762 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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[KAFKA: Der Prozess Taschenbuch (Akzeptabel) Fischer 1963 6. Auflage]

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigentlich 27. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet." So beginnt Franz Kafkas Meisterwerk. Die Geschichte des Prozesses des Josef K. Nachdem die Überraschung etwas überstanden ist, macht sich der Verhaftete daran aus dieser Misere zu kommen. Doch etwas ist anders: Er weiß nicht wessen er beschuldigt wird, er weiß nicht wer ihn anklagt - und muss erkennen, dass er um so tiefer in die Sache hineingezogen wird, je mehr er sich bemüht herauszukommen.
Kafka schildert diese unglaubliche Geschichte mit seiner kühlpräzisen, abstrahierenden Sprache und erweißt sich als Meister der Stimmung. Trotz genauester Beschreibung gelingt es ihm, die Spannung zu halten. Um K. herum zieht sich die Schlinge unaufhaltsam enger...
Die enorme Verständlichkeit der Sprache, steht dabei in krassem Gegensatz zur Geschichte: Schon viele Interpreten haben sich an Deutungen des Werks versucht, allein der Roman steht nach wie vor und gibt dem Leser Rätsel auf, da er gegen jede Deutung oder Interpretation resistent zu sein scheint.
Das beste ist: Man macht sich selber ein Bild.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sind Sie auch schon im Prozeß ? 8. März 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist hier schon so viel gesagt worden, dem ich mich nur anschließen kann, insbesondere über die Vieldeutigkeit des Romans auf verschiedensten Ebenen (also Futter für den Geist), und - spiegelbildlich - die verschiedensten emotionalen Ebenen, auf denen die Geschichte jeden ganz persönlich berühren kann. Deswegen ist der Roman so ganz besonders reichhaltig für mich.

Es werden keine Aussagen gemacht in diesem Buch bzw. Prozeß. Und (die richtigen) Fragen bzw. Gelegenheiten, diese zu stellen, werden garantiert stets verfehlt, siehe Gleichnis mit dem Türhüter.

Fragen sowie Antworten werden dem Leser überlassen. Eine unvergleichlich angenehme Situation auf den ersten Blick. Kein besserwisserischer Held weit und breit. Aber auch niemand, der uns hilft.

Die Figur des Josef K. war mir manchmal sympathisch, manchmal unsympathisch, aber nie gleichgültig. Zu Anfang ist er ein selbstgerechter, geradezu selbstverliebter, von sich eingenommener Schnösel und Weiberheld, unentbehrlich an seinem Arbeitsplatz, unentbehrlich bei seiner Vermieterin. Nichts scheint seinen Lebensplan zu kreuzen, als urplötzlich Franz und Willem auf dem Plan stehen und ihn "verhaften".

Was weiter mit Josef K. geschieht und wie er sich langsam verändert, sein Verhältnis zu seiner Umwelt sich ändert und zu sich selbst und seine Schnöselhaftigkeit nur noch notdürftig aufrechterhalten wird, kann ich nicht anders als spannend nennen.

Kafka ist nicht der Voyeur seines "Antihelden", sondern schildert alles kühl, manchmal gegen den Strich, erfüllt keine Erwartungen, bleibt gnadenlos. Hochachtung.

Wie herzergreifend und kompromißlos dann allerdings das Ende. Man ahnte es, Josef kapituliert. Heroisch möchte er sein am Ende, so schreitet er nicht nur willenlos, sondern kooperativ seiner Hinrichtung entgegen, möchte einen letzten guten Eindruck machen, Schnösel (und nicht Kämpfer) bis zum Schluß.

Es wird im Buch klar unterschieden zwischen "normalen" rechtlichen Vergehen, wie Diebstahl, gar Mord etc. = "normalen" Gerichten, und dem "Prozeß", wie Josef K. ihn konfrontieren muß. Allen Personen im Buch ist dieser Unterschied geläufig. Niemals wird K. gefragt, was er verbrochen hat. Es geht um Schuld, oder Schulden, für die es keine "weltliche", "juristische" Anklage gibt, nur die eigene. Das kann wohl jeder Mensch nachvollziehen. Das innere Gericht, der innere Prozeß, den man sich selbst macht, für Dinge, die doch gar niemand weiß außer uns selbst. Geheimnisse.

Einmal überlegt Josef K., was in der ersten "Eingabe" bei Gericht stehen müsse. Es ist nicht weniger als sein ganzes Leben, warum er wo wie was getan habe. Eine unglaublich arbeitsaufwendige, durch keine Fragen von außen gestützte "Eigen-Psychoanalyse" also. Aber er geht nicht in sich, man erfährt weiterhin nichts über seine Herkunft etc.. Er überlegt nur, daß er jetzt seinen Job kündigen oder Urlaub nehmen müßte, um Zeit dafür zu haben, eine rein (prozeß-)technische Überlegung, denn er hat keine Lust und kein Bedürfnis zur Selbsterforschung. Im Gegenteil, er beschwert sich, er sei in den besten Jahren, tagsüber will er Karriere machen, nachts in Weinlokalen sich amüsieren. Also sucht er sich Hilfe von außen, beim Advokaten z.B.. Dieser ist ihm sogar wohlgesonnen, obwohl anderen Mandanten (Kaufmann Block:-))) gegenüber geradezu sadistisch veranlagt. Außerdem hat er einen hilfreichen und resoluten Onkel. Und er lernt den Gerichtsmaler Tintorello kennen. Das alles ist absolut wertlos für ihn.

Im vorletzten Kapitel "Im Dom" sagt der "Gefängnispfarrer": Du hast Dir zuviel Hilfe von außen geholt.

Josef K. verändert sich, das ist der "Prozeß". Es ist nicht sentimental. Nicht belehrend. Nicht erbaulich. Es ist sogar vorhersehbar. Wie er mit allem umgeht, ist nicht gut. Wir stehen einem Dummkopf zur Seite, wie wir selber einer sind. Heutzutage könnte der Roman den Titel "Die Therapie" haben, oder so.

Es gibt eine Art negativen Sog in der Geschichte, der einen von Anfang an spüren läßt: dies wird keinen guten Ausgang nehmen. Die Verhaftung zu Beginn ist eigentlich das "Hallo-wach!-Zeichen" für dieses Individuum. Josef K. schafft es jedoch nie, sich dem existentiellen Kampf, der das Leben nunmal ist, mit Herzblut zu stellen. Er hat immer Ausflüchte. Und viel zu viele Gedanken im Kopf. Er meint, die Frauen könnten ihm helfen, da er offenbar von diesen geliebt wird. Er selbst ist jedoch total beziehungsarm und liebt niemanden. Besagte Frauen findet er eigentlich dumm und blöde, ist aber pfiffig genug, sie instrumentalisieren zu wollen.

Nur das Fräulein Bürstner widersteht ihm. Und nur dieses Fräulein achtet er. Und ausgerechnet sie sieht er auf seinem letzten Gang zum Schafott. Ein junger Mann, der nicht aus seiner Haut heraus kann.

Ich fand viele Szenen hochkomisch, habe laut gelacht. Szenen bildhaft vor mir gesehen. Es ist lustig, grotesk, wirklich witzig.

Und, das hätte ich vielleicht zu Beginn schreiben sollen, sehr leicht und eingängig zu lesen. Ein wunderschönes Deutsch. Manche Sätze sind lang, aber auch nur deshalb, weil Herr K. lieber durch Kommas trennt als durch Punkte. Das ist alles, nichts verschachtelt. Und dieses Stilmittel hält einen irgendwie atemlos.

Muß man gelesen haben. Und kann auch jeder lesen, der lesen kann.

P.S. Hat mich irgendwie an den Film "Caché" von Michael Haneke erinnert. Oder umgekehrt.
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wann ist Literatur "gut"? 7. März 2005
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Fragt man den Experten zu seinem Urteil über Kafkas "Der Prozeß" wird der einem wahrscheinlich sagen, dass dieses Werk gute Literatur sei. Aber was ist das, gute Literatur? Gibt es hierfür objektive Kriterien?
Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind und die Qualität eines Werkes von Leser zu Leser unterschiedlich bewertet wird. Dennoch, "Der Prozeß" verdient dieses Prädikat aus folgenden Gründen:

1) Bei Kafka sieht man, wozu die deutsche Sprache eigentlich fähig ist. Da heutzutage jeder unterklassige Möchtegernsuperstar die Öffentlichkeit mit seiner Biographie belästigt, darf dieser Aspekt nicht unterschätzt werden.

2) "Der Prozeß" erlaubt es dem Leser nicht, den Text einfach nur passiv zu konsumieren. Die hier präsentierte Welt ist zu komplex, grotesk, irreal (kafkaesk eben), um sie zu akzeptieren oder sich von ihr unterhalten lassen. Um sich seine Interpretation herzuleiten, muss der Leser versuchen, das ihm vorgesetzte Rätsel zu lösen, es in seine, die "reale", Welt zu übersetzen. Wofür steht K.? Ist er die Verkörperung einer Generation, oder gar der ganzen Welt, die sich gegen, ja gegen was eigentlich, schuldig gemacht hat? Wieviel von K. steckt in mir? Bin auch ich irgendwie schuldig?

Und so weiter und so fort. Um dieses Buch zu verstehen, muss sich der Leser mit der vorgesetzten fiktionalen Welt auseinandersetzen und sie, mit den ihm gegeben Voraussetzungen, in seine Welt transferieren. Das heisst, jeder ist dazu gezwungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, Teile seines Leben in dem von K. wiederzufinden.
Das führt dazu, dass man regelmäßig das Buch sinken lässt und gedankenverloren seine Blicke im Zimmer schweifen lässt und einfach nur denkt. Und wenn Literatur das schafft, verdient sie, meiner Meinung nach, die Bezeichnung "gut".

PS: Zwecks Bequemlichkeit habe ich nur männliche Pronomina benutzt. Natürlich sind aber beide Geschlechter angesprochen!

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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen toll
Die Ware kam schnell und ist sehr gut. Jederzeit gerne wieder. Die Beschreibung war sehr genau und zutreffend. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
Vor 4 Tagen von Maximilian Konder veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wunderbar
Inhalt:

Josef K. wird am Tage seines 30. Geburtstages verhaftet. In seiner Wohnung tauchen zwei Wächter auf, die ihm sagen, dass er angeklagt wird. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von Seitenwelt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Weg zum Ich
Zugegeben habe ich mich seit der Schulzeit nicht mehr mit Kafka beschäftigt. Dank Kindle und der kostenlosen Klassiker und getrieben von der Besprechung dieses Buchs von Kafka... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von Tester veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Absolut spannend
Bei Kafka sieht man, wozu die deutsche Sprache eigentlich fähig ist.Der Prozeß ist ein Jahrhundertroman,ein spannendes Werk und sehr klar und nüchtern geschrieben
Vor 1 Monat von Dieter Weggen veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Alles Bestens
Funktioniert tadelos. Bin sehr zufrieden. Warum ich allerdings soviel schreiben soll verstehe ich nicht. Viele Grüße der Bohrer.Na Toll jetzt kann ich senden
Vor 1 Monat von Hans-Joachim Weiss veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Guter Roman
Das Buch ist spannend. Die handelnden Personen sind sehr wirklichkeitsnah
beschrieben. Das Buch ist Lesern von sechzehn bis ins hohe Alter zu empfehlen.
Vor 1 Monat von Joachim Barwitzky veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Kafka ist und bleibt S*******
Wenn Kafka nicht Schulstoff gewesen wäre dann ist es noch nichtmal die Tonne Wert in der es Verbrannt wird ! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von R. Bork veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch
keine frage - ein tolles Buch.
Warum in den kostenlos Versionen aber immer so viele Schreibfehler oder Formatierungsfehler sein müssen...
Vor 1 Monat von Wally veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen empfehlenswert
sehr interessant zu lesen. empfielt sich auf jedenfall dieses buch sich zu kaufen. mehr möchte ich jedoch nicht dazu sagen, sonst braucht ihr das buch ja nicht mehr lesen^^
Vor 2 Monaten von kevin holzer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schnell bekommen und sehr guter Zustand!!!
War sehr schnell da!!! Alles sehr ordentlcih (gut verpackt und ohne Schäden). Kann man nur weiter epmpfehlen.

Super!

Vielen Dank
Vor 2 Monaten von Alexander Burdin veröffentlicht
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