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K: Roman [Gebundene Ausgabe]

Tom McCarthy , Bernhard Robben
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

27. Februar 2012
Kommunikation, Kokain, Karbon – K, ein wahrhaft aufregender und visionärer Roman

England, vor der Wende zum 20. Jahrhundert: Serge Karrefax kommt mit einer Glückshaube zur Welt, was dem Jungen eine außergewöhnliche Zukunft verheißt. Und tatsächlich, sein Leben spiegelt all die Wunder des soeben angebrochenen neuen Zeitalters. »K« steht für Kommunikation: Begeistert von der neuen Funktechnologie, verbringt Serge die Nächte mit der Suche nach Signalen im Äther. »K« steht für Krieg: Im Ersten Weltkrieg wird er als Funker eingezogen, und er liebt es, in seiner Flugmaschine, Kokain im Blut, Hölderlin auf den Lippen, über die Verwüstungen hinwegzufliegen. »K« steht aber auch für Krypta: Nach Séancen, Sex und Paranoia im Swinging London der Zwanziger verschlägt es Karrefax in das Ägypten Howard Carters. Bis sein Leben an jenem Tag, an dem er in eine der altägyptischen Grabkammern hinabsteigt, eine Wendung nimmt …

Tom McCarthy schildert mit faszinierender Präzision die große Ära, in der die Technologie das Licht der Welt erblickt, ihre Obsessionen, Ängste und Wahrheiten. Dies ist ein kühner Roman, von einem absoluten Kunstwillen getragen, der unsere globalisierte, hochtechnisierte Gegenwart widerhallen lässt.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (27. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421044899
  • ISBN-13: 978-3421044891
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 177.077 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Scharfsinnig, symbolgeladen und spannend ... K ist ein Feuerwerk von Ideen, prall gefüllt mit Wissen, philosophischen Überlegungen und Fallstudien à la Freud.« (FOCUS online)

»Trotz aller Aufladung liefert dieser Roman keine Psychologie, keine Moral. Er ist vielmehr eine an Freuds ›Wolfsmann‹ angelehnte Fallgeschichte, eine Archäologie unserer medialen Prägungen, denn er zeichnet die Ich-Erweiterung durch die frühe Medienentwicklung nach - bis hin zu ihrem kontrollierten und kontrollierenden Einsatz. Ein atemberaubendes Panorama der Moderne!« (DeutschlandRadio Kultur, Barbara Wahlster)

»Tom McCarthy setzt seine Geschichte geschickt als großes, stilistisch durchkomponiertes kinoartiges Epos in Szene.« (der Freitag)

Über den Autor

Tom McCarthy, Jahrgang 1969, studierte Englisch in Oxford und lebt heute als Künstler und Schriftsteller in London. Er hat Erzählungen, Essays und Artikel über Literatur, Philosophie und Kunst veröffentlicht. Außerdem ist er Generalsekretär der International Necronautical Society (INS), einem semifiktiven Avantgarde-Netzwerk. Sein Erstling, „8 1/2 Millionen“ (dt. 2009 ), wurde in der englischsprachigen Welt zum Bestseller, erhielt den Believer Book Award und wird zurzeit verfilmt. „K“, McCarthys dritter Roman, verschaffte ihm den internationalen Durchbruch; er wurde ebenfalls ein großer Leser- und Kritikererfolg und u.a. 2010 für den Booker-Preis nominiert. Seine Romane sind in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. 2013 gewann Tom McCarthy den mit 150.000 $ dotierten renommierten Windham-Campbell Prize.

Bernhard Robben, geboren 1955, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Freiburg. Er übersetzt seither aus dem Englischen u. a. Salman Rushdie, Peter Carey, Ian McEwan, Patricia Highsmith, Howard Jacobson und Philip Roth. 2003 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet. Er lebt in Brunne/Brandenburg.

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3.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Gang in die Moderne 3. April 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Verwirrend ist er durchaus erstmal, der Beginn des Romans (und nicht nur dieser). Viele Informationen, viele Beobachtungen bietet Tom Mccarthy dem Leser und doch oder gerade deswegen ist es schwer, einen ersten Zugang zum Geschehen zu finden. Denn die Frage nach dem 'Warum' der Handlungen seiner Personen, die wird so gut wie nicht beantwortet. Vielleicht auch deswegen verwirrend, weil es eine ganze Weile lang braucht, bevor der Leser einigermaßen sortieren kann, wer da überhaupt zu wem gehört, wer 'normal' ist und wer taub, wer Teil der Familie und wer angestellt oder Schüler.

Zumindest die Mutter der Hauptfigur des Romans, mit dessen Geburt die Geschichte im Buch beginnt, Serge Karrefax ist taub, trotzdem sie spricht, Eine Koppelung, die nicht nur den herbeigerufenen Arzt bei der Entbindung irritiert. 1898 ist das Geburtsjahr des kleinen Serge, eine Zeit, in der vor allem sein Vater höchsten Wert darauf legt, dass die 'Tauben' in seinem Umfeld und seiner Familie, auf die Zeichensprache verzichten (da kennt er kein Erbarmen). 'Immerzu! Ich will sie reden hören, immerzu!'.

Doch nicht nur in dieser Hinsicht fordert Serges Vater seine Umgebung. Immer ist er am tüfteln, am machen, am 'weiterdenken'. Funk ist sein Interessensgebiet, einige Meter hat er schon mit seiner neuen Technik überbrückt.
Während Serges Mutter sich dem Neuen gegenüber nicht allzu aufgeschlossen zeigt (außer was die ein oder andere entspannende Substanz angeht. Vom 'neumodischen' Chloroform des Arztes jedenfalls kann sie gar nicht genug bekommen). Ihre Seidenspinnerei arbeite mit alten Maschinen und in traditioneller Weise. Sie achtet auf höchste Qualität.
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5.0 von 5 Sternen Karrefax, Kokain, Krieg, Komposition, Kohlenstoff... 24. Februar 2013
Format:Gebundene Ausgabe
Dass dieses Buch eine "literarische Tour de Force" ist, lässt sich kaum bestreiten... Aber mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, denn eine derartige Wortgewalt und Erzählfreude gepaart mit skurrilsten Satz- und Wortkonstruktionen und trockenem Witz habe ich selten erlebt. Die Art, wie McCarthy Situationen, Objekte oder Träume seines Protagonisten beschreibt sind unglaublich phantasievoll und die hierbei verwendeten Metaphern haben mich mehr als einmal erstaunen lassen.

Es trifft zu, dass der Autor weniger auf die Gefühlswelt seiner handelnden Personen eingeht; vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass diese lediglich Statisten oder Vehikel sind, um die herum der Autor Situationen, Umgebungen und Momente geschaffen werden, die dank McCarthys phantastischer Beschreibungswut dem Leser feuerwerkartig im Hirn explodieren. Brillant!

Und die zahlreichen verwendeten Metaphern und manchmal abstrusen Vergleiche haben meine Gedanken mehrmals vom Buch abschweifen lassen, was auch sicher vom Autor beabsichtigt ist.

Möchte mir gar nicht vorstellen, wie oft der Übersetzer Schweißausbrüche bekommen hat, als er diese "Tour de Force" ins Deutsche übertragen hat... ;o)
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Buch ohne Gefühle 26. Februar 2012
Von Andreas Schröter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Tom McCarthys Roman mit dem simplen Titel "K" hat ein grundlegendes Problem: Der Autor gönnt dem Leser so gut wie keine Innenansichten seiner Figuren, er spart ihre Gedankengänge vollkommen aus, beschränkt sich ausschließlich auf die nüchterne Beschreibung dessen, was sie gerade tun. Selbst als die Schwester der Hauptfigur Serge Karrefax stirbt, finden sich im Text keinerlei Emotionen. Ergebnis ist ein ausgesprochen zäher, spröder und schwergängiger Text, in den man kaum hineinfindet und den nur die Hartgesottensten durchstehen dürften.

Es geht um das Leben jenes Serge Karrefax, das am Ende des 19. Jahrhunderts auf einem englischen Landgut beginnt. Serge begleitet seine Schwester, die langsam in den Wahnsinn abdriftet, bei ihren chemischen Experimenten, wohnt einem klassischen Theaterstück der Gehörlosenschule seines Vaters bei und versucht sich nachts als Hobbyfunker. All diese Details werden mit äußerster Genauigkeit und Langatmigkeit beschrieben - nur erschließt sich nicht, was sie eigentlich miteinander zu tun haben, geschweige denn worauf das Buch überhaupt hinaus will. Wegen des kompletten Fehlens von emotionalen, selbstreflektorischen oder zwischenmenschlichen Bezügen - also all dessen, was man als "human interest" bezeichnen würde - nimmt der Leser die Ereignisse wie durch einen Nebel auf. Man versteht zwar die einzelnen Worte, fragt sich aber permanent, was sie eigentlich bedeuten sollen, beziehungsweise in welchem Zusammenhang sie stehen.

Der Engländer Tom McCarthy, der 1969 geboren wurde, ist laut Verlags-Info Generalsekretär der International Necronautical Society, einem "semifiktiven Avantgarde-Netzwerk", was immer das auch sein mag.
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