...ist angesagt, wenn Schauspieler der Extraklasse wie Kevin Spacey und Jeff Bridges in einem Film auftreten, der es schafft zum Nachdenken anzuregen, seine Zuschauer zum Lachen und zum Weinen zu bringen und der einen auch lange nach Filmende noch begleitet.
Aus dem Nichts erscheint Prot (Kevin Spacey) auf einem Bahnhof Mitten in New York. Umgeben von der Gleichgültigkeit und Gefühlskälte der Großstadt sticht er wie ein strahlend helles Licht hervor und wird gleich dahin abgeschoben, wo für viele besondere Menschen Endstation ist: In eine Psychatrischen Klinik.
Dort soll ihn der Psychiater Mark Powell (Jeff Bridges)heilen. Heilen von der Vorstellung, er käme von einem fremden Planeten namens K-Pax.
Dabei scheint Prot der einzige in der Klinik zu sein, der keiner Heilung bedarf.
Aber für die Klinik gilt halt, was nicht sein kann, darf nicht sein und so muß Powell versuchen hinter das Geheimnis von Prot zu kommen.
Bei seiner Suche nach der Wahrheit und dem Geheimnis um Prot, kann auch er sich, wie die gesamte Klinik, nicht der Faszination, die von Prot ausgeht, entziehen. In dem kühlen Analytiker wachsen die Zweifel und er beginnt zu hinterfragen, was wirklich und wichtig ist im Leben und welche Rolle Prot dabei spielt.
Im Gegensatz zu vielen anderen "Selbstfindungsfilmen" wird K-Pax nie langweilig, moralinsauer, durchschaubar oder auch nur im Ansatz durchschnittlich.
K-Pax ist ein echtes, seltenes Film-Juwel, voller Überraschungen, mit wirklich mitreißenden Gefühlsmomenten kongenial musikalisch unterlegt von Meisterkomponist Edward Shearmur.
Gekonnt schafft K-Pax den Spagat zwischen Anspruch und Unterhaltung, Komik und Tragik, Logik und Phantasie, Geheimnis und Offenheit.
Brillant gefilmt und gespielt bietet er mehr, als auf den ersten Blick zu erkennen zu sein scheint und lohnt sich gerade deshalb auch beim wiederholten Anschauen noch.
Konsequenter Weise zwingt K-Pax dem Zuschauer auch keine Lösung des Rätsels um Prot auf.
Jeder kann für sich entscheiden, wer oder was Prot ist, was wahr oder nur Einbildung gewesen ist.
Einen Tipp noch für alle, die Filme gerne schon beim Beginn des Abspanns ausschalten: Genießen Sie die hervorragende Musik bis zum Ende und es erwartet Sie noch eine Überraschung, die zumindst nahelegt, was Powell glaubt, woher Prot wirklich kommt.
Was die DVD betrifft, so sei jedem die SE ans Herz gelegt. Die Specials dieser Version lohnen wirklich. Vor allem die geschnittenen Szenen und das alternative Ende wirken wie ein Geschenk des Himmels oder besser wie eine Botschaft direkt von K-Pax! Besonders interessant ist auch der Audiokommentar des Regisseurs Iain Softley.
Nie waren 5 Sterne so gerechtfertigt wie hier! Ein Blick in den Himmel offenbart, wie viele Sterne K-Pax tatsächlich verdient hätte.