Zu allererst eine Anmerkung: Ignorieren sie den deutschen Untertitel, denn wer wie ich mit "Showdown in der Tiefe" ein spannendes Duell zwischen U-Booten erwartet wird, zumindest in diesem Punkt, enttäuscht werden. Ich sage jedoch bewusst in diesem Punkt, denn auch ohne Kriegsaction ist der Film spannend und fesselnd.
Ich kannte die Story von K-19 nicht bevor ich den Film schaute. Doch ich bin froh gibt es diesen Film, denn die (ja wahre) Geschichte verdient es erzählt zu werden. Der Stolz der russischen Marine, das U-Boot K-19, soll einen Raketentestabschuss ausführen um den Amerikanern zu zeigen, dass Russland in der Lage wäre die Städte an der amerikanischen Ostküste mit Nuklearwaffen zu beschiessen.
Das ganze verläuft jedoch alles andere als glatt, so sterben schon vor dem Auslaufen mehrere Menschen. Einiges funktioniert noch nicht wie es sollte und wichtiges Material fehlt. Hinzu kommt dass der ehemalige Captain der Mannschaft zum ersten Offizier degradiert wurde und ihm ein neuer, bei der Mannschaft sehr unbeliebter harter Captain vor die Nase gesetzt wird.
Diese spannende Ausgangslage bietet denn auch die tolle Grundlage für einen genialen Film. Dazu kommen mit Liam Neeson und Harrison Ford zwei überragende Schauspieler in den Hauptrollen, welche die beiden Charaktere unglaublich überzeugend mimen.
FAZIT: Wer U-Boot-Filme mag der kommt an K-19 auf keinen Fall vorbei, ebenso wie Fans von Neeson oder Ford. Doch auch sonst ist jeder, der keinen Actionfilm mit viel Bumms und Explosionen erwartet bei diesem Film gut bedient. Besonders wenn man sich für Geschichte interessiert und mal einen guten Film sehen will, der auch die russische Seite beleuchtet.