8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die 1. WG, 22. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: K 1 - Das Bilderbuch der Kommune (Broschiert)
Bin über die Langhans-Biographie auf dieses "Bilderbuch" aufmerksam geworden - wir sind um ein Dokumentationsstück Zeitgeschichte reicher! Endlich werden einem breiten Publikum Originalflugblätter zugänglich gemacht (z.B. "Wann brennen die Berliner Kaufhäuser?"), die Kommune 1 - die Mutter aller WGs - erscheint in ganz anderm Licht.
Sehr informativ neben den sehr gelungenen und emotional aufgeladenen Bildern ist auch die Chronologie zur Studentenbewegung im Anhang.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zeitdokument, 3. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: K 1 - Das Bilderbuch der Kommune (Broschiert)
Das "Bilderbuch der Kommune 1" von Langhans und Ritter ist ein sehenswertes Stück Zeitgeschichte des Nachkriegsdeutschlands. Obwohl die meisten der Bilder bekannt und regelmässig in den Medien zu bewundern sind, haben es die Autoren und der Verlag geschafft, ein sehr sehenswertes (Foto)-Büchlein zum Thema K1 auf den Markt zu bringen.
Das Buch zeigt Bilder von der Entstehung der Kommune 1 bis zu Ihrem traurigen Ende. Mit all den Protagonisten der damaligen Zeit. Neben den "Spassguerillieros" wie Kunzelmann, Langhans, Teufel und Co sind auch die in die Illegalität abgewanderten, militanten Besucher, Bekannte und Freunde der Kommune zu sehen. Andreas Baader, Gudrun Enslin, der ins rechte Lager abgewanderte Anwalt Horst Mahler, Bommi Baumann und Peter Urbach(V-Mann der Strafverfolgungsbehörden), um nur einige namentlich zu nennen.
Auch die abgelichteten Flugblätter und Erklärungen ("Burn, Warehouse Burn"), finde ich einen spannenden Bestandteil des Buches. Bilder von Aktionen wie zur Trauerfeier des ehemaligen Reichspräsidenten Löbe, oder der Entlassung Teufels aus der Haft, geben dem Band weitere interessante Facetten.
Rainer Langhans Beziehung zu Uschi O. wird, wie soll es anders sein, ebenfalls ausführlich bebildert. Auch die Tendenz zur Vermarktung der Kommune wird im Buch klar deutlich und gipfelt mit Bildern vom Stern Shooting(W.Bokelberg) mit Langhans und Uschi Obermaier. Letztendlich war die Kommerzialisierung der Anfang vom Ende der Kommune.
Mein Fazit: Ein wirklich sehenswerter Band. Für mich die volle Punktzahl.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein