"Künstler beschimpfen Künstler" ist streckenweise tatsächlich eine interessante und amüsante Lektüre, die vor allem lohnt, wenn die LeserInnen ein wenig vertraut sind mit den Werken jener, denen von ihren Kollegen hier Unfähigkeit, Selbstdarstellungssucht und andere Liebenswürdigkeiten vorgeworfen werden. Und es kommt mitunter schon tatsächlich Freude auf, wenn da jemand wüst behauptet, Baselitz könne ja überhaupt nicht figürlich malen, Beuys hätte man ja noch nie verstanden, und Renoir wäre nun zwar ein ganz netter Kerl, aber die Malerei sei doch nun wirklich nichts für ihn... Allerdings muß gesagt werden, daß die in diesem Bändlein versammelten Zitate nicht allesamt ungemein spektakulär sind; wer hier aber darüber hinwegzusehen vermag, der wird seinen Spaß haben und da und dort kräftig schmunzeln können. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)