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Produktinformation
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Geschichtliche und geopolitische Kurzabrisse der früheren Sowjetrepubliken in gewohnt lakonischem Kaminer-Kammerton verstehen sich von selbst. Auch an die launigen Menschenbilder und Schnurren -- meistens spitzbübisch den kürzesten Weg zur Pointe erschnüffelnd -- hat man sich gewöhnt. Absolut gewöhnungsbedürftig sind jedoch die lokalen Spezialitäten aus Usbekistan, Sibirien und Co. Was jeden europäischen Sternekoch in den Suizid treiben dürfte, Fleisch wird gnadenlos graugekocht oder gleich durch den Wolf gedreht (ein Lieblings-Küchenutensil der Russen), um anschließend mit etwas übergossen zu werden, was nur vage ans hiesige "Dressing" erinnert. Sättigungsbeilagen "Marke bleischwer" machen das obligatorisch gereichte Feuerwasser mehr als nötig. Selbst "Grünkükü", dessen Zutaten jedes Ökoherz höher schlagen lässt, wird spätestens nach der Zugabe von acht Eiern zur letalen Killervorspeise.
Ach, Kaminer macht schon Spaß, wenn er Sibirien, diese deutsche TV-Seelenlandschaft, wie er verwundert anmerkt, auf der Suche nach Essbarem durchstreift, aus der Ukraine die "Fischrolle 'Das Geheimnis'" an Land zieht (trockene Gelatine darüberstreuen!), oder von Gleb, dem Armeekumpel berichtet, der seine geliebten weißrussischen Bratkartoffeln aus purer Not in Vaseline briet, ein Versuch der uns gnädig erspart bleibt. Kaminers sozusagen mit stoischer Miene vorgetragenen Lausbubengeschichten, wie auch seine spitz milden Kommentare zur -- zugegeben recht problematischen Politik einiger ehemaliger Sowjetstaaten -- werden die stattliche Hitliste seiner bisherigen Bücher garantiert um ein weiteres bereichern. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Gemeinsam mit seiner Frau Olga, begleitet Kaminer den Leser auf einer Reise durch die ehemalige Sowjetunion. Unterwegs gibt es viel zu lernen über Land und Leute – aber eben auch über die dortige Küche.
Die Rezepte, die von den Kaminers vorgestellt werden, sind ebenso abwechslungsreich wie herzhaft, süß und hochprozentig. Von scharfen Suppen bis zum kalorienreichen Dessert ist alles dabei, was der kulinarischen Sammlung eines Kochfans gerade noch gefehlt hat.
Aber „Küche totalitär“ ist nicht einfach nur ein Kochbuch. Was wäre Wladimir Kaminer, wenn er nicht auch über geschichtliche Hintergründe und Entwicklungen der politischen Gegebenheiten philosophieren würde. So erfährt der Leser einerseits, was und wie zum Beispiel in Sibirien und Usbekistan gegessen wird, aber auch, welche typischen Eigenschaften den Menschen dort ausmachen.
Auch in gemeinsamer Arbeit überzeugen Wladimir und Olga Kaminer. Dies ist ein Kochbuch der besonderen Art – geeignet für robuste Mägen!
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