Ich leide seit meiner Kindheit an Darmbeschwerden und lebe seit einigen Jahren mit der Diagnose RDS.
Bisher habe ich mich rel. normal ernährt, wußte natürlich, dass gewisse Dinge nicht gut für mich sind und habe sie dennoch ab und an gegessen, weil ich einfach Lust darauf hatte.
Ich habe verschiedene alternative Wege beschritten, war vor vielen Jahren bei einer Dame, die meinen Lebensmittelplan ausgependelt hat und ähnliche Dinge. Nach kurzzeitigen Erfolgen, war rel. schnell wieder das alte Bild der Symptome gegeben. Somit hatte ich immer relativ schnell resigniert. Zu verlockend waren all die herrlichen Dinge des Lebens. Ich habe letztes Jahr versucht herauszufinden, welche sonstigen körperlichen Faktoren (Leber, Galle, Bauchsspeicheldrüse usw.) eine Rolle spielen könnten. "Leider" war hier aber angeblich alles in bester Ordnung. Irgendwann habe ich resigniert und mich mit meinem "Schicksal" abgefunden. So sollte ich z. B. keine Laktoseintoleranz haben, habe aber extreme Beschwerden, wenn ich mal einen normalen, großen Milchkaffee trinke. Bei laktosefreier Milch dagegen ist alles soweit in Ordnung.
Dann bin ich auf dieses Buch gestoßen. Ich wollte etwas verändern und habe zunächst die 4 Wochen Basisdiät umgesetzt. Keine schöne Zeit, vor allem in den ersten 1-2 Wochen, die sehr viel Willenskraft abverlangt. Aber was soll ich sagen, nach den ersten 3 Tagen hatte ich so gut wie keine Beschwerden mehr. Ich bin jetzt in der dritten Woche, habe auch schon 1-2 mal gesündigt und dies auch ein wenig gemerkt (ich ärgere mich über mich selber, andererseits ist dies nun ein weiterer Ansporn für die konsequente Weiterführung der Diät!). Deshalb kann ich jedem nur raten, die ersten 4 Wochen wirklich eisern durchzuhalten. Mir fällt schwer, auf den morgendlichen Kaffee und den Wein oder ein Bier am Abend zu verzichten, weil ich nun mal ein absoluter Genussmensch bin. Aber die Erfolge, die man damit erzielen kann, sind einen Versuch alle mal wert. Meine Verdauung funktioniert viel besser und ich habe kaum mehr diese unangenehmen und schmerzhaften Blähungen! Alleine das ist die erste harte Zeit der Umstellung wert! Und schließlich darf man dann nach rund 1 Woche immer wieder neue Dinge hinzufügen. Wichtig ist es hier nur, dass man konsequent sein Ernährungstagebuch führt. Dann hat man für sich selbst einen Überblick und kann kleine Auswertungen betreiben.
Die Aufteilung des Buches finde ich sehr logisch und einfach nachzuvollziehen. Die Angaben bei den Rezepten, hinsichtlich möglicher Unverträglichkeiten, Gluten- und/oder Laktosefreiheit usw. finde ich sehr gut. Ich hatte, vor Anbeginn der 4 Wochen Diät einige Dinge daraus gekocht. Es schmeckt und nach kurzer Zeit hat man sich daran gewöhnt, dass man nicht mehr ganz so viel würzen sollte.
Ich habe meinen Plan ein wenig ergänzt, vor Anbeginn 2 Tage "entschlackt" und mache eine Bakterienkur mit Symbioflor. Für mich scheint diese Kombination sehr wirkungsvoll. Es sollte sich aber jeder individuell informieren und beraten lassen, da es ja die verschiedensten Formen von RDS gibt.
Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen. 4 Sterne vergebe ich, weil ich noch keinen Langzeiterfolg beurteilen kann und weil ich es teilweise ein wenig widersprüchlich finde, dass in Rezepten u.a. Pilze verarbeitet werden, wo es eigentlich immer heißt, dass Pilze bei RDS nicht geeignet wären. Ich werde meine Beurteilung in einigen Wochen noch ergänzen.
Allen, die sich für dieses Buch entscheiden wünsche ich Willensstärke und ganz viel Erfolg!!