Lange habe ich überlegt, ob ich eines der großen Geheimniss der modernen Gesellschaft aufklären soll. Doch ich habe mich entschieden, mein Wissen mit Ihnen zu teilen. Anstoß gab mir die liebevolle Interpretation der Big Brother Bewohnerin Jenny am 06.07.2010, die zur Unterstützung der stark wirkenden Textzeilen Pompons benutzte, was auf mich nahezu elektrisierend wirkte. Doch zurück zum Thema.
"Jede Zelle meines Körpers ist glücklich" beschäftigt sich nicht nur in liebevoller Weise mit einer stimulierenden sich ewig wiederholenden Phrase, die musikalisch diffiziel und auf höchstem musikalischen Niveau produzierten und in 3 weiteren eindrucksvollen Versionen sinnvoll abgemischt wurde, sondern auch mit einem in der heutigen Zeit immer wieder häufig diskutierten Thema in der modernen Gesellschaft: biochemische Tests, in denen das Erbgut der Probanten in widernatürlicher Weise verändert wird.
Zwei oder sogar drei Protagonisten, die aus erster Hand erzählen, was ihnen widerfahren ist, singen sich (unterstützt durch rhythmische Bewegungen) den gesammelten Ballast von der Seele. Ihr Zellmaterial muss meiner Meinung nach stark verändert worden sein, was ein aufmerksamer Zuhörer sicher sofort an zahlreich hinterlassenen Fußnoten im Text bemerken wird.
Aus politischen und rechtlichen Gründen kann ich an dieser Stelle leider nicht ins Detail gehen, doch so viel sei gesagt: die gnadenlose und nahezu brutale Wahrheit über Arzneimittelkonzerne und deren Lobbyisten wird hier in einer sauberen und auch objektiven Weise dem Zuhörer vermittelt. Die langfristigen Auswirkungen der Genforschung werden hier subtil angesprochen und der angeregte Hörer erfährt alle wichtigen Details, die als aufgeklärter Mensch notwendig sind, um einen Einblick in die Verstrickungen und Geheimnissen des 21. Jahrhunderts nachzudenken und diese nüchtern zu reflektieren.
Wichtig für mich an dieser Stelle wäre, was die anderen Leser empfunden haben, als sie dieses hochprozentige Gemisch aus Lyrik, Poesie, Gesellschaftskritik und stimmungsvoller Unterhaltungsmusik auf sich haben wirken lassen...