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Körperschmerz - Seelenschmerz: Die Psychosomatik des Bewegungssystems. Ein Leitfaden: Die Psychosomatik der Bewegungssysteme. Ein Leitfaden
 
 
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Körperschmerz - Seelenschmerz: Die Psychosomatik des Bewegungssystems. Ein Leitfaden: Die Psychosomatik der Bewegungssysteme. Ein Leitfaden [Gebundene Ausgabe]

Hildegund Heinl , Peter Heinl
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 220 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag; Auflage: 5 (9. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3466344786
  • ISBN-13: 978-3466344789
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.621 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Mit diesem Buch zeigen die Autoren in eindrucksvoller Weise auf, wie Krankheitsphänomene, die in der durch die traditionell weitgehend biomechanische Sichtweise des menschlichen Körpers geprägten Orthopädie lange gar nicht wahrgenommen wurden, erst durch die psychologische Betrachtungsweise eine neue Bedeutung gewinnen, und sich damit ein neues Verständnis und neue Behandlungsformen für bislang unbeachtete und unerkannte Phänomene eröffnen. Das durch zahlreiche bewegende Fallberichte und in einer lebendigen Sprache verfasste Buch bietet einen wissenschaftlich fundierten und spannenden Einblick in die Entwicklung der psychosomatischen Orthopädie, die die vor kurzem verstorbene Hildegund Heinl durch ihr Lebenswerk wesentlich mitgestaltet hat.

Hildegund und Peter Heinl appellieren ausgehend von aktuellen neurobiopsychologischen Erkenntnissen in überzeugender Weise an ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen, Studierende der Medizin und Psychologie, PhysiotherpeutInnen und an von chronischen Schmerzen Betroffene, die jeweiligen Beschwerden nicht nur aus einem rein mechanistischen körperlichen Blickwinkel zu betrachten. Sie machen Mut für einen "ganzheitlichen" Blick auf den beseelten Körper." (Psychologie im Dialog )

"Beschrieben wird die Entwicklung der orthopädischen Psychosomatik. Innerhalb eines lebendig geschriebenen, wissenschaftlich fundierten Berichtes Hildegund Heinls lernen wir ihre Erfahrungen kennen, angefangen von den Lehrjahren der Autorin, über markante Praxisfälle und der Entwicklung der Gruppentherapieform bis hin zu einem nachdenklichen Ausblick in die Zukunft und Rückblick auf das bereits Geschehene. Einfühlsam beschreiben Mutter und Sohn verschiedene Fallbeispiele und Erkenntnisse, untermalt mit eindrucksvollen, von Patienten angefertigten „Schmerzbildern“.

Der Schmerz löst sich auf faszinierende Art und Weise – so beschreiben erfolgreich behandelte die Befreiung von ihren Leiden. Unterdrückung oder sexuelle Ausbeutung kann zu einer schier unerträglichen physischen Qual werden, die ein klassisch ausgebildeter Arzt oder Therapeut nur schwer lindern kann. Damit die Form der Hilfe schon bald nicht mehr Ausnahme sonder Regel wird, ist dieses spannend geschriebene Buch jedem zu empfehlen, der sich informieren und weiterbilden möchte." (Madeleine Mercato )

"Kann sich ein Seelenschmerz in einen Körperschmerz verwandeln, wie erkennt man dies, und wie lässt sich dann das „verschlüsselte Symptom“ in die Sprache des Betroffenen übersetzten, sodass er den Sinn erkennt? Mehr als 30 Jahre ist die Autorin (Orthopädin und Psychotherapeutin) dem nicht immer Sicht- und Fassbaren bei chronischen Schmerzpatienten nachgegangen und hat in diesem Buch in einer ungewohnt lebensnahen Form Schmerzschicksale und die dazugehörigen Lebensgeschichten beschrieben.

Man liest nicht nur, sonder ist dabei, wenn aus nicht einzuordnenden Puzzelteilen plötzlich ein Bild entsteht. Wenn durch hohe Aufmerksamkeit und Sensibilität etwas Unverständliches (der chronische Schmerz) entschlüsselt und für den Betroffenen verständlich wird…

Die Autoren sehen sich in ihrer Arbeit durch die Hirnforschungsergebnisse bestätigt und versuchen, der psychosomatischen Betrachtungsweise in der Orthopädie zu einem neuen Selbstverständnis zu verhelfen. Es geht ihnen dabei nicht um das Entwederoder, sondern um das Sowohl-als-auch (Körper und Seele), das man mit einer erweiterten Wahrnehmung erreichen kann.

Das Buch lebt von der emphatischen Schilderung vieler Schmerzschicksale, wie sie einem in der alltäglichen Praxis begegnen. Eine wissenschaftlich fundierte Evaluation belegt die Effektivität der dargestellten therapeutischen Vorgehensweise. Diagnostische Instrumente und Arbeitstechniken werden detailliert dargestellt. In der Aufforderung zum Umdenken, in Bezug auf die Komplexität der Entstehung von Körpersymptomen, ist die Autorin Protagonistin einer biopsychosozialen Betrachtungsweise, die leider nur sehr zögerlich in der Orthopädie Eingang findet." (PP ¿ Deutsches Ärzteblatt )

Kurzbeschreibung

Chronischer Schmerz und seelische Ursachen

In diesem Buch lassen uns die Autoren an der beeindruckenden Entwicklung der psychosomatischen Orthopädie teilhaben, die von Hildegund Heinl mitgestaltet wurde. Die psychologische Betrachtungsweise eröffnet ein neues Verständnis von Erkankungen des Bewegungssystems und neue Behandlungsformen für die Erkrankten. Vor dem Hintergrund neurobiologischer Erkenntnisse führt die psychosomatische Orthopädie zu einem Umdenken: Es fordert Ärzte, Physiotherapeuten und Betroffene auf, die jeweiligen Beschwerden sowohl aus einem körperlichen als auch aus einem seelischen Blickwinkel
zu betrachten.

Ein mit vielen Beispielen angereichertes, spannend zu lesendes, wissenschaftlich fundiertes Buch. Auch für Schmerzgeplagte eine empfehlenswerte und Augen öffnende Lektüre.



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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
„Chronische Schmerzen können seelische Ursachen haben."
Dass dieser Satz heute fast selbstverständlich akzeptiert wird, liegt an der gar nicht so selbstverständlichen Pionierleistung einer inzwischen über 80 jährigen „alten Dame" der Psychosomatik H. Heinl, die in diesem Buch mit ihrem eigenen Werdegang auch den Werdegang der Psychosomatik in die Orthopädie beschreibt.

Hildegund Heinl hat mit ihrer feinen Beobachtungsgabe seelische Zusammenhänge in einer Zeit erspürt und in einer sonst eher knochig-biomechanisch dominierenden Männerwelt langsam Platz gewinnen können auch durch die Wirrnisse der Kriegsjahre, in denen Frauen in der sonstigen Männerdomäne „Orthopädie" notwendigerweise gebraucht wurden.
Hildegund Heinl hat diesen Platz genutzt, um - was heute ungewöhnlich erscheinen mag - nach ihrer Arbeitszeit weiter ihre Forschungen zu betreiben und - fast heimlich - an Wochenenden ihre psychosomatischen Kenntnisse zu entwickeln.
So konnte sie Stück für Stück auch dem Fibromyalgie - Phänomen, dem Weichteilrheumatismus, den Tendomyopathien und letztendlich der „Macht der psychologischen Wurzeln" auf den Körperschmerz nachgehen.
„Körperschmerz kann Seelenschmerz sein" und insbesondere frühe schmerzhafte Erfahrungen graben sich - eben auch - in die Bewegungsstruktur ein.
Diese Erkenntnis, die Hildegund Heinl zunächst nur empirisch Stück für Stück erfahren und ertasten konnte, ist inzwischen aber auch neurobiologisch gut erklärbar. In diesem Buch nimmt uns H. Heinl mit auf die Entdeckungsreise durch ihr eigenes Leben und hin zu den dabei gewonnenen Erkenntnissen. Sie stellt Fallbeispiele vor und verdeutlicht diese in Bilddokumentationen. Anklingen läst sie den Umgang mit ihrem eigenen Schlaganfall, den sie in ihrem Buch „Und wieder blühen die Rosen. Mein Leben nach dem Schlaganfall" (ebenfalls bei Kösel erschienen) ausführlich beschrieben hat.
Und nun ist sie immer noch in der Ausbildung tätig, wobei sicherlich ihrer Ausstrahlung geschuldet ist, dass sich weiter jüngere Menschen im Soonwaldschlössen im Hunsrück einfinden, um von ihren Erfahrungen zu profitieren.

Einen kleinen Beitrag dazu kann dieses Buch leisten, das ebenso spannend wie anregend zu lesen ist und das mit der Zuversicht einer Pionierin Ärzte und Psychotherapeuten ermutigt, die sehr körperlich erscheinende Beschwerden nicht nur aus dem körperlichen, sondern auch aus dem seelischen Blickwinkel zu betrachten.

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47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch von Dr.med.Hildegund Heinl und Dr.med.Peter Heinl hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ein aktuelles medizinisches Thema wird hier in allgemein verständlicher Sprache mit viel Sachverstand und persönlichem Engagement vermittelt.
Im Mittelpunkt steht der über 60-jährige berufliche Werdegang von Hildegund Heinl. Er beginnt in der Kriegs- und Nachkriegsorthopädie, in der Patienten mit schweren körperlichen Kriegsschäden versorgt werden mussten. Für seelische Verletzungen war zunächst kein Platz.
In den 60er Jahren traten verstärkt Funktionsstörungen von Muskeln und Sehnen (sogenannter Weichteilrheumatismus, Fibromyalgie) in der ambulanten orthopädischen Praxis in den Vordergrund. Dabei fielen zunehmend Krankheitsverläufe auf, die sich nicht in das gewohnte Raster von gestörter Statik oder Überbeanspruchung einordnen liessen. Die Behandlung war oft erfolglos.
Hildegund Heinl schildert eindringlich anhand einer Krankengeschichte wie ihr schlagartig klar wurde: "Es gibt eine psychosomatische Orthopädie!" In weiteren Krankengeschichten, die das Herzstück des Buches bilden, lassen die Autoren den Leser Schritt für Schritt an der Suche nach den Zusammenhängen zwischen Körperschmerz und Seelenschmerz teilhaben.
Die überwiegend in der Praxis gewonnenen Erkenntnisse werden durch eine Forschungsstudie und durch die Ergebnisse der modernen neurobiologischen Forschung bestätigt. Einschlägige Arbeiten werden zitiert und gut verständlich diskutiert.
Stark zusammengefasst kommen die Autoren zu folgenden Ergebnissen: Es besteht eine direkte Wirkung des Gehirns auf das periphere Bewegungssystem. Dazu gehört ein Körpergedächtnis für Schmerz- und Gewalterfahrungen, das noch Jahrzehnte nach der Verletzung der körperlichen und seelischen Integrität als Schmerzsyndrom am Ort der Gewalterfahrung in Erscheinung treten kann. Auslöser führen zur Reaktivierung der unbewussten früheren traumatischen Ereignisse. Schmerzempfindung und Schmerzbewertung werden beeinflusst durch neuronale, hormonelle und biochemische Schaltkreise. Insbesondere in der Kindheit, in der diese Regelkreise erst ausgebildet werden, können seelische Traumata zu einer zentralen Regulationsstörung führen. Der Ruhetonus der betroffenen Muskelgruppen wird vom Gehirn hochreguliert, was zu einer Daueranspannung führt, die letztlich den Effekt einer Arbeitsüberlastung des betroffenen Muskels hat. Die Autoren sprechen von "innerer Arbeitsüberlastung".
Das Buch ist ein Beispiel für ärztliche Kunst und Intuition, denn meist liegt "die ursprüngliche Traumatisierung in unbewusster und damit verschlüsselter Form vor. Zur Dekodierung bedarf es einer Kombination aus subtiler Beobachtungsgabe, empathischen Verstehens und Wissens über körperlich-symbolische Ausdrucksformen". Hildegund und Peter Heinl haben mit ihrer Arbeit Neuland in der psychosomatischen Orthopädie betreten. Ihr Buch richtet sich in erster Linie an Ärzte und Psychotherapeuten, aber auch allgemein interessierte Leser bekommen viele Denkanstösse.
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dass die Seele an der Wirbelsäule hängt, wissen die Orthopäden schon lange. Dieser Slogan besagt, dass das Achsenorgan wohl der Teil des Bewegungsapparates ist, der am stärksten von psychischen Belastungssituationen schmerzhaft beeinflusst wird. Doch die mechanistische Betrachtungsweise in der Orthopädie und nicht zuletzt der fortwährende operative Fortschritt gerade an der Wirbelsäule (wobei eine Operation durchaus nicht immer zum erhofften Erfolg führt) lässt obige Maxime eben immer wieder in Vergessenheit geraten.

Um daran zu erinnern, ist kaum ein Buch so geeignet wie "Körperschmerz - Seelenschmerz" von Hildegund und Peter Heinl. Auf ansprechende Weise erfährt man von der Autorin, die von Haus aus Orthopädin ist, wie sie in mühsamer Kleinarbeit durch tägliche kluge und einfühlsame Beobachtung am Patienten das Gebiet der psychosomatischen Orthopädie sich zu eigen machte und ganz wesentlich mitgestaltet hat. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelte sie sowohl für Patienten als auch für Ärzte ihre Rückenschmerzseminare. Daraus resultierte wiederum ein reichhaltiges und hervorragend dokumentiertes Patientengut, was die Grundlage ihrer ausgedehnten kasuistischen Darstellung bildet. Dabei ist der eine oder andere dieser geschilderten Krankheitsfälle so spektakulär, dass es dem Leser schwer fällt, sie nicht mit Magie in Verbindung zu bringen. Doch den Autoren gelingt es, eine solche Annahme in einem der letzten Kapitel mit dem Titel "Neurobiologie statt Magie" überzeugend zu entkräften. Sie belegen anhand von neuesten neurobiologischen Forschungsergebnissen u.a. auf dem Gebiet der neuronalen Plastizität des Gehirns, dass nicht nur eine psychische Konfliktsituation zu chronisch körperlichen Schmerzen führen kann, sondern solche wiederum durch Behandlung des Seelenkonfliktes mittels verbaler Psychotherapie gebessert werden können.
Ob die psychosomatischen Beschwerden ihre Ursache immer nur in psychischen Traumen aus frühester Kindheit haben, so wie im Buch postuliert wird, oder auch vom Psychostress im späteren Leben herrühren können, sei dahingestellt.
Auf jeden Fall sollte das Buch, welches nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Umdenken verführt, zum Lehrbuchbestand eines jeden in Ausbildung befindlichen Orthopäden gehören, denn in dem Leitfaden, wie es die Autoren selbst bezeichnen, finden sich auch ausgiebige weiterführende Literaturangaben.

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