Davids gibt auf knappen 65 Seiten den aktuellen Stand der sozialwissenschaftlichen Forschung im Bereich Körper und Attraktivität wider. Im ersten Kapitel zeigt sie einige sozialwissenschaftlich-theoretische Ansätze über den Körper auf, und zwar jene von Elias, Bourdieu und dem symbolischen Interaktionismus. In diesem Zusammenhang fehlen einige wichtige Ansätze zum Thema Körperlichkeit, wie z.B. jener von Foucault.
Die Autorin stellt ferner die Widersprüchlichkeiten gegenwärtiger gesellschaftlicher Körperdiskurse (vor allem jene Diskurse, die den weiblichen Körper betreffen) dar und bezieht auch Stellung.
Bezüglich der Attraktivität zitiert Davids vor allem psychologische und nicht mehr ganz neue Studien, die bereits häufig Eingang in der Literatur gefunden haben. Dabei gibt es auch in den Sozialwissenschaften Studien zur Attraktivität wie z.B. jene von Degele aus dem Jahre 2004.
Am Schluss des Buches wird darauf verwiesen, dass die kulturwissenschaftliche Deutung des Körpers als Konstrukt durch den Fortschritt der Biowissenschaften ad absurdum geführt werden wird. Dieser Einwand ist nicht einsehbar, hat das Buch den Untertitel 'Die soziale Bedeutung der Attraktivität'.
Leider haltet das Buch nicht, was auf dem Einband versprochen wird, denn es kratzt sehr wohl an der Oberfläche; vor allem für jene, die sich wissenschaftlich mit dem Thema 'Schönheit' beschäftigen.