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5.0 von 5 Sternen
Respektlos freche faktenreiche Landeskunde, 23. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Körners endgültige Entdeckung Amerikas. Von Donald Duck bis Donald Trump. (Broschiert)
Verrückter gehts kaum noch! In diesem Buch zertrümmert der amerikanische Patriot Elektronik aus Japan, aus dem Hospital werden Patienten entfernt, die nicht mehr bezahlen können, die Native Americans haben den Fehler gemacht, keine zuverlässige Grenzkontrolle aufzubauen, und jeder ist für sich selbst verantwortlich. Aus unzähligen Momentaufnahmen, Szenen, Erlebnissen baut der Autor ein Mosaik der USA und bekommt sie, von Ancorage bis San Diego, tatsächlich in den Griff. Wenn es in fündzig Jahren überhaupt noch Bücher gibt, dürften sie so aussehen: fetzig, grell, und intelligent. Von ruhigem, kontinuierlichen, analogen Erzählen keine Spur! Körners "Explorer" rast durch die USA wie eine WIldsau durchs Maisfeld, und am Ende weiß der ziemlich erschöpfte Leser mehr über die "Heimat der Tapferen" als die meisten seiner Bewohner. Allerdings: ordentliche Stduienräte dürften angesichts dieser informierten Respektlosigkeit die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Mit hat es unheimlichen Spaß gemacht.
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5.0 von 5 Sternen
Ungemein informative schräge Landeskunde, 13. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Körners endgültige Entdeckung Amerikas. Von Donald Duck bis Donald Trump. (Broschiert)
Als USA-Fan habe ich viele Reiseführer gelesen, aber dieses Buch ist völlig anders. Obwohl es völlig durchgeknallt erzählt, vermittelt es ein umfassendes Amerikabild. Wer weiß denn schon, wie wenig ein Polizist oder eine Lehrerin verdienen, was beim Baseball abläuft und wie am Rio Grande die Grenzschützer die Chicanos jagen? Mir hat es von der ersten bis zur letzten Seite Spaß gemacht, und habe mir endlich besorgt, was für eine Amerikareise wohl am wichtigsten ist: Eine gute Auslandskrankenversicherung.
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1.0 von 5 Sternen
Ärgerlich!, 25. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Körners endgültige Entdeckung Amerikas. Von Donald Duck bis Donald Trump. (Broschiert)
Der "Humor" des Autors basiert im wesentlichen auf der gnadenlosen Repetition dreier rhetorischer Prinzipien: Erstens der durchgängigen und eigentlich schon beim ersten Mal nicht besonders komischen Selbstbezeichnung des Berichtenden als "Explorer", zweitens der praktisch auf jeder Seite wiederholten, durch a), b), c) schematisierten Aufzählung von Einzelheiten. Das dritte und vielleicht nervtötendste seiner bemühten Stilmittel sind die in jedem zweiten Satz eingeschobenen Erläuterungen bzw. lustigen Synonyme vor allem englischer Ausdrücke und Eigennamen, die fast durchweg von der Qualität "eagles (=Adler; nicht Ekel!)" oder "barbecue (=BBQ; sündiges Grillfleisch)" sind, und die dann besonders witzig werden, wenn ihnen Irrtümer zugrunde liegen, etwa die Verwechslung von 'gallons' und 'galleons' im Fall von "Gallonen (=Schiffe mit knapp vier Liter Laderaum; heute Hohlmaß in den USA)". Oder sollte dies ein besonders subtiler Gag sein? Auch inhaltlich bleibt die Darstellung über weite Strecken oberflächlich, und reproduziert beispielsweise im Fall der das Bildungssystem betreffenden Ausführungen lediglich gängige Vorurteile. Wer einen besseren und wirklich komischen Einblick in die Eigenarten der amerikanischen Kultur erhalten möchte, dem sei immernoch die "Gebrauchsanweisung für Amerika" des großen Paul Watzlawick ans Herz gelegt.
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