Zunächst die positiven Eindrücke: Das Buch ist locker geschrieben und unterhaltsam zu lesen. Es räumt mit vielen falschen Vorstellungen auf, die über das Wetter kursieren, und zwar ohne den Leser mit langen, mathematischen Beschreibungen zu langweilen. Durchaus eine Lektüre für den Strand also, für alle, die sich schon immer gewundert haben, weshalb es zwar im November drei Wochen lang Nebel geben kann, aber nur selten im Juli. Ausserdem erfährt man, dass das Sommerhalbjahr länger ist als das Winterhalbjahr (allerdings nur auf der nördlichen Hemisphäre!) und vieles mehr. Die Schattenseiten: Bei jedem "Irrtum", der aufgeklärt wird, beginnt der Text auf einer neuen Seite, auch wenn auf der vorigen Seite nur wenige Zeilen stehen. Das Buch wird dadurch deutlich dicker, als nötig gewesen wäre, da sich die ganzen leeren Halb- und Dreiviertelseiten schon aufsummieren. Der zweite Kritikpunkt: Das Buch setzt schon gewisse Grundkenntnisse in Chemie und Physik voraus. Kein Hochschulstudium gewiss, aber schon solide Schulkenntnisse. Diese wird aber in der Regel nur haben, wer sich für Naturwissenschaften interessiert. Und ob diese Leser glauben, Donner entstehe dadurch, dass Wolken zusammenstossen, ist schon fraglich. Andererseits ist es amüsant zu erfahren, dass es solche Vorstellungen gibt.