Nordafrika 1942: Nach der Großoffensive des Deutschen Afrika-Korps im Sommer 1942 wird der glücklose Oberkommandierende der britischen 8. Armee in Ägypten Auchinleck durch Bernard Montgomery ersetzt. Der deutsche Vormarsch bleibt aus Mangel an Panzern und Nachschub vor El Alamein liegen. Die Briten ihrerseits, die aufgrund angekurbelter Hilfslieferungen nahezu aus dem Vollen schöpfen können, beginnen am 23. Oktober 1942 mit einer Gegenoffensive, die die ausgezehrten deutschen und italienischen Verbände nun zu vernichten droht. Generalfeldmarschall Rommel will die drohende Einschließung verhindern und beschließt gegen den Führerbefehl den Rückzug. Dieser wird u. a. von der italienischen Fallschirmjägerbrigade "Folgore" gedeckt, die fast ohne schwere Waffen der britischen 44. Division und der 7. Panzerdivision schwere Verluste beibringt, bevor sie völlig aufgerieben wird.
Obwohl der kommandierende Leutnant zunächst sehr arrogant das Leben seiner Leute riskiert, schweißt die folgende Abwehrschlacht ihn und seine Männer zusammen. Nachdem sich alle schweren Waffen verschossen haben, bleibt nur noch die Möglichkeit den britischen Panzern mit Brandsätzen und Haftminen zu begegnen. Ein Himmelfahrtskommando...
Der Film beschreibt das vielleicht beeindruckendste Kapitel der sonst eher bescheidenen italienischen Kriegsgeschichte. Wohl wissend, dass von ihrer Gegenwehr der geordnete Rückzug aller Verbände des Afrika-Korps abhängt, kämpfen sie tapfer buchstäblich bis zur letzten Patrone und darüber hinaus. Bezeichnend ist das Erstaunen der Briten nach der Schlacht, dass am Ende lediglich eine Handvoll tapferer Italiener sie so lange aufgehalten hat.
Der Film selber ist von eher schlechter Bildqualität, die deutsche Synchronisation ist auch ziemlich schlampig gemacht. Sehr unglücklich ist die Wahl des deutschen Filmtitels... Königstiger gingen erst ab Anfang 1944 in Produktion.
Fazit: Die Handlung des Films ist sehenswert, die gezeigten Kampfszenen auch. Allerdings ist die Qualität der Produktion eher mies, was natürlich einen Geschichtsfreak wie mich kaum beeindrucken kann. Der Streifen ist also trotzdem zu empfehlen! (290 Wörter)