Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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74 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krönender Abschluß , 7. September 2008
Mit Königsklingen (Last Argument of Kings (The First Law : Book Three)) legt Abercrombie den abschließenden Teil seiner Trilogie vor.
Schon äußerlich setzt Königsklingen noch einen oben drauf: mit 939 Seiten hat es fast schon Telefonbuchformat.
Schnell merkt man als Leser, dass auch inhaltlich eine deutliche Steigerung vorhanden ist. Das Warten auf Teil drei wird voll belohnt; Abercrombie zieht einen förmlich in seine Geschichte hinein. Ein echter Pageturner, den man nicht mehr weglegen mag.
Die Charaktere wirken nochmal ausgefeilter und vor allem wirkt die Story trotz der hohen Seitenzahl deutlich zielgerichteter als etwa in Feuerklingen.
Ohne zuviel verraten zu wollen, darf man sich auf das Zusammentreffen von Logan und der Gruppe Nordmänner um den Hundsmann freuen. Sand dan Glokta zwingt einen trotz vieler Grausamkeite und seines Zynismus zum Schmunzeln.
Bemerkenswert auch die schon in Band 2 begonnene Wandlung Jezal dan Luthars zum Volkshelden wider Willen. Einzig die Figur der Ferro gefällt mir persönlich nicht so gut. Sie erreicht zu keinem Zeitpunkt das Niveau der anderen Protagonisten.
Auch wenn der deutsche Titel wieder einmal eine ganz schwache Marketing-Idee ist, ist Königsklingen ein wahrlich krönender Abschluß der Trilogie.
Abercrombies kraftvolle Sprache und sein fesselnder Schreibstil unterscheiden sich wohltuend von der Schwemme an Sword&Sorcery-Fantasy, die momentan über den Markt schwappt.
Wer die ersten beiden Teile mochte, wird begeistert sein. Auch Neueinsteiger werden auf Ihre Kosten kommen, allerdings empfehle ich dennoch zunächst die Lektüre von Kriegsklingen und Feuerklingen.
Wer High Fantasy erwartet, sollte die Finger von dem Buch lassen. Abercrombie hat mit seiner düsteren, zynischen und bisweilen sehr brutalen Story eine ganz eigene Welt erschaffen, die sich m.E. nur sehr schwer vergleichen läßt.
Fazit: Ein klarer Kauf. Für Fans ein absolutes "Must Have".
P.S.: Der im redaktionellen Teil genannte Titel "Racheklingen" wird nichts mit der Trilogie zu tun haben. Es wird sich um eine eigenständige Söldnerstory handeln.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...wieder zu Schlamm geworden, 4. November 2008
Wieder zu Schlamm geworden?... Endlich habe ich jetzt auch Königsklingen ausgelesen und ich bin froh das Abercrombie es geschafft hat mich von meinem Trauma - nämlich - dem schlechten Ende von guten Büchern, zu befreien. Abercrombie schreibt so weiter, wie ich es mir erhofft habe. Schnörkellos und zielstrebig dem Ende zu. Hier werden nicht auf den letzten 100 Seiten Dinge an der Haaren herbeigezogen und die Geschichte noch irgendwie zu erklären oder die Handlung doch noch logisch erscheinen zu lassen. Was in diesem Fall auch gar nicht nötig war. Nein, hier machen die Akteure weiter ihr Ding, denn Sie konnen gar nicht anders. Die Chancen die sie gehabt haben, sind vertan oder ihnen genommen worden. Reagieren, nicht agieren bestimmt ihr Handeln. Ihre gelebtes Leben und den damit gewonnenen schmerzlichen Erfahrungen, lässt vielen überhaupt nicht mehr die Chance anders zu reagieren. Der blutige Neuner macht sein Ding weiter - auch wenn er manchmal hofft er könnte anders sein, Ferro kann Ihre Vergangenheit genauso wenig abstreifen wie viele andere. Die Story hat keine hellen oder freundlichen Momente mehr. Die Sympathien die man im Lauf der Geschichte für den einen oder anderen aufgebaut - werden in Königsklingen wieder in Frage gestellt. Ausser Jezal machen alle wieder einen Schritt "back to the roots" und das ist aus meiner Sicht auch gut so.
Ich habe niemals angenommen, dass The First Law ein Abendrot/Happyend bekommt, dazu hat Abercrombie seinen Protagonisten oft genug übel mitgespielt. Wirklich weitergekommen sind sie alle nicht wirklich, die alten Mechanismen greifen noch immer. Wie einprogrammierte Befehle, lösen bestimmte Umstände althergebrachte Verhaltungsmuster wieder aus. Nackte Gewalt, Intrigen, Hoffnungslosigkeit und Rache bestimnen das Handeln der Aktuere bis zum Schluss.
Abercrombie hat es meiner Meinung nach geschafft das Buch und die Handlung gut abzuschliessen. Das hat er vielen anderen voraus. Meiner Meinung nach schreit - das Buch nach keiner Fortsetzung. Es ist alles gesagt worden. Menschen ändern sich nur selten. Und noch seltener zu ihrem Vorteil. Zwar haben einige Akteure überlebt, aber ich glaube es kaum das wir ein Wiedersehen mit Ihnen haben werden. Der Zynismus der Bücher wird wohl kaum jemand überlesen haben. Und ich glaube auch das Abercrombie sich selber treu bleibt. das angekündigte Buch RACHEKLINGEN hat meiner Information nach nichts mit THE FIRST LAW zu tun, sondern soll sich um ein Söldnerdrama im Stile der BLACK COMPANY von Clenn Cook oder Erikson Brückenverbrennern handeln. Und da würde ich mich echt freuen, denn Abercrombie hat genau die Voraussetzungen dafür.
Fazit: THE FIRST LAW war eine hervoragendes Beispiel dafür, das es auch noch neue Pfade in der Fantasy gibt, die es sich lohnt zu erkunden. Mir haben die Bücher einen Höllenspass gemacht - und ich bin mir sicher das ich sie nicht wieder zu Schlamm werden lasse und sie bei neuer Gelegenheit wieder auferstehen lasse. Joh!
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28 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Zynisch, Unterhaltsam, Endlos, 30. September 2008
Wer die anderen beiden Bücher der Triologie gelesen hat, weiß bereits worauf er sich einlässt, ich will hier daher nur auf die Dinge eingehen die mir im Gegensatz zu den Vorgängern weniger gefallen haben:
Es fällt schwer noch zu irgendeinem Charackter gegen Ende Sympathie zu empfinden. Sicher, Abercrombie hat - glücklicherweise - nie die kitschigen und unrealistischen Gutmensch-Charaktere und die durch und durch bösen Widersacher beschrieben. Aber in den letzten zwei Büchern hatte man das Gefühl dass die Protagonisten doch weiterentwicklen und gewisse Sympathien aufbauten, während sie in den Königsklingen alles daran setzen diese wieder abzubauen oder ihr alternativ ihr Leben auszuhauchen. Die düstere Story die fast keine "postiven" Abschnitte hat trägt auch nicht zur verbesserung bei.
Klar, das mag das ganze realistisch machen, die Story glaubwürdiger und das Geschehen spannender, ich persöhnlich bevorzuge es trotzdem wenn es ab und an auch ein paar Lichtpunkte in einer düsteren Welt gibt.
Das Ende des Buches, ist nur durch das ausbleiben weiterer Seiten gekennzeichnet und nicht etwa durch die Story, die so unabgeschlossen ist, dass sie praktisch an jeder Seite hätte aufhören können. Ich habe kein Problem damit wenn es kein Happy End gibt, das Ende wäre auch akzeptabel wenn es nicht das letzte Buch der Triologie gewesen wäre - aber Abschlüsse die sich so lesen als ob der Autor noch nicht ganz sicher ist ob er nochmal ein weiteres Buch schreibt zerstören für mich das gesamte Werk.
Alles in allen trotzdem ein unterhaltsames Buch und wer die ersten beide Teile schon gelesen hat, wird wohl auch mit diesem einige Zeit beschäftigt sein.
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