Die Autorin Eva Klingler, die sich hervorragend auf unterhaltsame Krimis mit Lokalkolorit versteht - geschickt gespickt mit interessantem historischem und literarischem Wissen - hat hier einen neuen Krimi vorgelegt, der ein tolles Thema aufgreift - Shakespeare. Durch die Verknüpfung der historischen Figur und der geplanten Shakespeare-Inszenierung in der Mannheimer Gegenwart erhält man einen unterhaltsamen Einblick in die Theaterwelt; auch die Figuren sind interessant und z.T. witzig geschildert.
Leider finden sich in dem Buch aber auch kaum übersehbare Mängel. Einzelne Fehler werden dem in die Handlung vertieften Leser zwar kaum auffallen; aber man wird leider immer wieder verwirrt durch widersprüchliche Szenen, die den Lesefluss stören; irritierend ist v.a. der etwas chaotische Schluss, der den Anschein erweckt, nicht ganz durchdacht zu sein...
Den meisten Lesern mag's egal sein, denn trotz dieser Mängel ist das Buch durchaus lesbar bis lesenswert.
Wer allerdings schon andere Bücher von Klingler gelesen hat, weiß, dass die Autorin es besser kann.
Fazit:
Empfehlenswert für oberflächliche Schnellleser und für bekennende Klingler-Fans.
Allen anderen sei nachdrücklich empfohlen, zuerst Klinglers andere badische Krimis, z.B. "Blutrache" zu lesen - es wäre schade, wenn diese talentierte Autorin unnötig Leser verlöre.