König von Deutschland 2013

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Thomas ist in der Midlife-Crisis und hat gerade seinen Job verloren. Ein durchschnittlicher Mensch mit stinklangweiliger Ehe, aufmüpfigen Teenie-Sohn und Traum vom Eigenheim. Der richtige Mann fürs deutsche Marketing. Bald gibt der Naivling Antworten über Biermarke, Lieblingsmusik, Krawattenfarbe bis hin zum Lieblingspolitiker. Was er nicht weiß, er steht unter totaler Überwachung. Es dauert lange, bis er herausfindet, wie er benutzt wird. Spät, aber nicht zu spät befreit er sich aus der Durchschnittlichkeit.

Darsteller:
Katrin Bauerfeind, Wanja Mues
Verfügbar als:
DVD

König von Deutschland (2013)

Details zu diesem Titel

Discs
  • Film FSK without_age_limitation
Laufzeit 1 Stunde 36 Minuten
Darsteller Katrin Bauerfeind, Wanja Mues, Veronica Ferres, Jonas Nay, Olli Dittrich
Regisseur David Dietl
Genres International
Studio good!movies
Veröffentlichungsdatum 7. März 2014
Sprache Deutsch
Untertitel Englisch

Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Barings am 9. März 2014
Format: DVD
Für sein Erstlingswerk hat sich David Dietl ein spannendes Thema ausgesucht. Umso bedauerlicher ist es, das die Umsetzung höchst mittelmäßig geraten ist. Am positivsten fallen die Darsteller auf, die durchweg einen ordentlichen und im Falle von Olli Dittrich sogar herausragenden Eindruck machen. Das Drehbuch hingegen kann da bei weitem nicht mithalten. Die Geschichte ist extrem vorhersehbar und plätschert ohne große Ausschläge vor sich hin. Auch zu lachen gibt es wenig bis gar nichts, obwohl es sich doch hier um eine Komödie handeln soll. Gerade zum Finale hin zeigt sich zudem, das die Story nicht wirklich zu Ende gedacht wurde: Warum sucht man sich nicht gleich einfach den zweitdurchschnittlichsten Deutschen, als Thomas Müller nicht mehr mitspielen will? Schlussendlich befreit dieser sich aus seiner Durchschnittlichkeit, aber kann er dass überhaupt, wenn sie doch sein wahres Ich ausmacht? Und überhaupt: Ist es wirklich so schlecht, wenn Politik und Wirtschaft versuchen, sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerungsmehrheit auszurichten (Immerhin wird damit im Film die Zerstörung des Hainichs verhindert)? Diese Frage wird zwar gestellt, dann aber einfach übergangen.

Fazit: Zwei Sterne für die grundsätzliche interessante Thematik und einen tollen Olli Dittrich. Dessen Fans sind auch die einzigen, denen ich diesen Film wirklich empfehlen kann. Wer dennoch neugierig ist, sollte besser auf eine Fernseh-Ausstrahlung warten, mit der man in Zukunft bestimmt rechnen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von H. Siebel am 31. August 2014
Format: DVD
Der Film ist eine Überraschung, und zwar positiv. Denn es ist keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, in einer Komödie so viel Nachdenkliches unterzubringen. Da fühlt man sich stellenweise richtig ertappt. Denn mal ehrlich: Richten wir uns nicht längst nach Mehrheitsmeinungen? Viele gute Rezensionen (zum Beispiel auf amazon:-) animieren zum Kauf, viele positive Kritiken zum Ausleihen der DVD. Vergleichsportale, Online-Tests und Rankings beherrschen Web und viele Fernsehsendungen. Und unser Ärger entlädt sich dann (zu Recht), wenn wir von Manipulationen hören (siehe ADAC). Aber wissen wir eigentlich, was sonst noch alles angesichts dieser Ranking- und Testflut manipuliert wird? Der Film ist daher auch ein guter gemachter Spiegel. Olli Dittrich wie immer klasse. Und im Gegensatz zu manchen anderen Kritikern kann ich nicht sagen, dass er wirklich stark nachlässt.

Was ist eigentlich so schlimm daran, fragt ein Rezensent. Ist doch eigentlich gut so... Na toll, wollen wir also Politiker und Wirtschaft, die nur auf Basis von reinem Populismus agieren? Da sind mir denn doch Politiker lieber, die für ihre Überzeugungen eintreten und nich permanent ihr Fähnchen in den Wind hängen. Und wie gesagt. Vorsicht, bei vermeintlichen Mehrheitsmeinungen. Nicht nur im Zeitalter von NSA + Co. wird klar, wie schnell so etwas zu manipulieren ist.

Daher finde ich, der Film ist nicht nur unterhaltsam, sondern regt auch zum Nachdenken und Hinterfragen an und fordert: Bloß nicht so leichtgläubig sein.
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Format: DVD
Der Film ( über lovefilm geliehen ) hat mich etwas ratlos zurück gelassen: Die guten Seiten: Olli Dittrich spielt klasse und zeigt auch hier, warum Loriot noch mit ihm zusammen drehen wollte. Die Grundidee des Filmes ist absolut spannend. Eine Marketingfirma beitreibt Feldforschung am lebenden Objekt, indem sie sich den durchschnittlichsten Deutschen sucht. Selbst die mir unsympathische Ferres - bald Maschmeyer - passt "wie die Faust aufs Auge". Die erste Dreiviertelstunde ist auch eine gelungene Studie über die Durchschnittlichkeit dieses unseren Landes. Das war es dann aber schon ... negativ: der zweite Teil des Filmes ( als Thomas langsam ein Licht aufgeht ) ist völlig abstrus und wenig überzeugend. Uns hat das Marketing eine Komödie versprochen. An mir sind die Lacher irgendwie vorbei. Oft war von einer "bissigen Satire" die Rede. Um im anfänglichen Loriot-Bild zu bleiben. Größtenteils ist der Film bissig wie ein Mops. Der Film ist von David Dietl - Sohn von Helmut Dietl. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, aber sein Vater hat meist mehr Bissigkeit und Sarkasmus verströmt. Kurzzeitig wirkt es dann auch wie eine biedere Adaption der "Truman Show". Schade ... stark angefangen ... stark nachgelassen.
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Von hypertiger am 13. April 2014
Format: Amazon Instant Video Verifizierter Kauf
Witzig und überraschend tiefsinnig ist dieser Film mit Olli Dittrich, in dem jemand als zertifizierter Niemand zum ungekrönten Feudalherrscher aller Verbraucher wird.

Der Titelheld, perfekt verkörpert von Olli Dittrich, wird von einem Unternehmen, das sich wenig aufschlussreich als "Industriedienstleister" bezeichnet und eine Menge leerer Büros zu haben scheint, angeworben. Er stellt fest, dass er - ausser shoppen und gut essen und trinken und dabei jedesmal seine Kommentare und Ansichten zu allem und jedem ausführlich abgeben - für sein Geld eigentlich nichts tun muss. Aber: Als er durchschaut, welche Macht er hat und schließlich nicht mehr mitspielen will, geschieht das Unfaßbare: Er muss feststellen, dass ihm seine kleine, vertraute Welt, die er doch selbst gebaut hat, plötzlich nicht mehr gehört. Ganz und gar gefangen ist er ihn ihr - und die Art der Inszenierung ist dabei richtig gut.

Ein kleiner, unterhaltsamer und gegen Ende hin einen überraschenden Tiefgang entwickelnder Film. Empfehlung.
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