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König der letzten Tage (2 DVDs) - Große Geschichten 7
 
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König der letzten Tage (2 DVDs) - Große Geschichten 7

Christoph Waltz , Mario Adorf , Tom Toelle    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Christoph Waltz, Mario Adorf, Charo López
  • Regisseur(e): Tom Toelle
  • Komponist: Wojciech Kilar
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 27. Oktober 2008
  • Produktionsjahr: 1993
  • Spieldauer: 180 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001EIAMQ4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.007 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

1534 wird die Gegend um Münster von der Bewegung der Wiedertäufer überrollt. Sie drohen jedem mit der Hölle, der sich angesichts der nun nahen Wiederkunft Christi nicht ihrem spirituellen Reinigungsritual unterzieht. Die Kirche reagiert, indem sie über Überläufer die Todesstrafe ausspricht. Bevor sich dieses Schicksal für die junge Engele erfüllt, kann der fahrende Künstler Sebastian sie retten. Die beiden treffen auf Täuferführer van Leyden, einen alten Freund Sebastians, den "König von Münster".

Produktbeschreibungen

Münster im Jahr 1534. Sebastian Kien (Otto Kukla) ist ein Vagant und Possenreißer, der mit List das Leben von Engele Kerkerinck (Deborah Kaufmann), einer jungen Frau, rettet, die zum Tode durch Erhängen verurteilt wurde. Da ihre gesamte Familie zuvor erhängt worden ist, bleibt sie zunächst bei Sebastian, der ihr neuen Mut zum Leben schenkt.
Engele will jedoch nach Münster, wo Jan van Leyden (Christoph Waltz) predigt, ein ehemaliger Bordellwirt und Weggefährte Sebastians. Er ist zu einem Anführer der Täuferbewegung geworden, die viele Anhänger sowohl unter der katholischen als auch protestantischen Bevölkerung - insbesondere unter den Frauen - gefunden hat. Es entsteht ein Machtkampf zwischen Kirche, Adel und Bürgern, der in einer langen Belagerung der Stadt Münster durch den fürstbischöflichen Landesherren Franz von Waldeck (Mario

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
...als billig abgedrehte "Dokudramen".

Der "König der letzten Tage" ist eine Perle des europäischen Fernsehfilms. Auf der Geschichte des kurzlebigen "Täuferreich von Münster" in den 30er Jahren des 16.Jhd baute Regisseur Tom Toelle 1993 ein Fersehspektakel auf, das noch heute seines gleichen sucht.

Anhand realler und fiktionaler Charaktere wird eine Episode aus der Zeit des religiösen Umbruches und der Zweifel erzählt. Christoph Waltz als (der historische) Jan van Leyden spielt den Hurenwirt der zum Fantiker wird mit einer Inbrunst, die ihm in einer internationalen Kinoproduktion locker den Oskar eingebracht hätte. Halb Jesusgestalt, halb Wahnsinniger wird er zum Vollstrecker seiner selbst erfüllenden Prophezeiung.

Als Gegenpol steht der Narr (nicht historisch) Sebastian Kien, der von Otto Kukla bewusst hölzern gespielt wird. Als ehemaliger Wegefährte van Leydens spielt er den Narren als einzig verbliebenen Weisen.

Mario Adorf wiedrum verkörpert den korrupten Klerus. Als Fürstbischof gleichzeitig weltlicher und kirchlicher Herrscher stellt er die etablierte Macht am Ende des Mittelaters dar die letztenedes zwar obsiegt, jedoch an ihrem eigenen Wiederspruch zugrunde gehen wird.

Quasi als letzte Person steht das Volk von Münster die beeinflussbare Masse dar. Sehnt sich das Volk wirklich nach "Gottesnähe"? Oder folgt es blind demjenigen, der gerade die besten Reden und die spektakulärsten Effekte bietet? Man lebt von einem Tag zum nächsten und mordet oder verbrennt am Montag, um am Dienstag wieder demütig in der Kirche den Worten des Bishofs/Predigers/Königs zu lauschen. Das Volk als blinde Masse ohne Eigenwillen mit dem Wunsch einfache Weisungen zu bekommen. Eine Sehnsucht nach dem "wahren Glauben" ist nicht erkenbar.

Somit ist der "König der letzten Tage" nicht nur eine Nacherzählung der realen Geschichte (immerhin kommt der Kirchenturm von Münster rund 350 Jahre zu früh) sondern auch ein Spiegelbild. 1993 hatten sich die Davidianer in Texas selbst verbrannt, einige Jahre vorher ging eins Sekte in Frankreich in den kollektiven Selbstmord.

Der Film ist viel mehr eine Parabel auf die Folgen von blinder "Führerhörigkeit" und fehlender Selbsterkenntniss. Eben ein Spiegel fast jeder Zeiten, egal ob Reformationszeit oder Gegenwart.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ansprechende VÖ auf DVD... 21. Januar 2009
Von Ein Kunde TOP 100 REZENSENT
Inhalt
Münster im Jahr 1534. Sebastian Kien ist ein Vagant und Possenreißer, der mit List das Leben von Engele Kerkerinck, einer jungen Frau, rettet, die zum Tode durch Erhängen verurteilt wurde. Da ihre gesamte Familie zuvor erhängt worden ist, bleibt sie zunächst bei Sebastian, der ihr neuen mut zum leben schenkt. Engele will jedoch nach Münster, wo Jan van Leyden predigt, ein ehemaliger Bordellwirt und Weggefährte Sebastians. Er ist zu einem Anführer der Täuferbewegung geworden, die viele Anhänger sowohl unter der katholischen als auch protestantischen Bevölkerung - insbesondere unter den Frauen - gefunden hat.

Es entsteht ein Machtkampf zwischen Kirche, Adel und Bürgern, der in einer langen Belagerung der Stadt Münster durch den forstbischöflichen Landesherren Frank von Waldeck endet.

Bildbewertung
Mit dem "König der letzten Tage" erscheint in der Reihe "Grosse Geschichten" ein beeindruckender zweiteiliger Historienfilm, der im Jahre 1993 im Auftrag des ZDF, ORF, SRG und Antena 3 durch "ZweiteUnitel West Film und RCS" produziert wurde. In beeindruckenden Bildern schildern die beiden Filme die Zeit im Münsterland des Jahres 1534 innerhalb des Täufertums, vertreten durch die "Münsterschen Täufer". Die Handlung der Geschichte spielt sich größtenteils auf dem Schauplatz des Wiedertäuferreichs in Münster ab. Drehorte und Produktionsland befanden sich außer in Deutschland auch in Tschechien.

Regisseur Tom Toelle (1931-2006) zeigt in großen Bildern das Gesicht dieser Zeit, in seinem religiösen Wahn und dem apokalyptischen Verfall menschlicher und moralischer Wertvorstellungen, in einem sich auf das Ende seiner Zeit hin bewegenden Mittelalters. Tom Toelle war nicht nur ein herausragender Regisseur, er schrieb auch zu zahlreichen seiner Filme selber die Drehbücher bzw. wirkte als Co-Autor daran mit. Im Jahre 1995 drehte er mit Harald Juhnke, den für Juhnke letzten Fernsehfilm "Der Trinker" nach dem Buch von Hans Fallada.

Das Drehbuch für den "König der letzten Tage" stammt aus der Feder von Manfred Purzer, der sich nicht nur als Drehbuchautor, sondern auch Regisseur einen Namen machte. Er schrieb einige Drehbücher zu Werken des Erfolgsschriftstellers Johannes Mario Simmel (1924-2009).
Zu den wohl mit bekanntesten Werken, zu denen Manfred Purzer die Drehbücher schrieb, zählen unter anderem " Alle Menschen werden Brüder" und die Verfilmung von "Lili Marleen" durch Rainer Werner Fassbinder (1945-1982).

Die Produktionsleitung lag in den Händen von Rolf M. Degener. Eine hervorragende Kameraarbeit wurde bei dieser Produktion durch den niederländischen Kameramann Theo Bierkens geleistet. Er schafft es, der packenden Geschichte, die auf historisch belegten Fakten beruht, sich aber auch fiktiver Elemente bedient, ein Gesicht und eine bildgewaltige Sprache zu verleihen.

Die Besetzung aller Rollen, bis in die Kleinste hinein, wurde sehr sorgfältig und hochkarätig und vor allem passend gewählt. So entstand in der Konstellation aller Darsteller dieses Schauspielerensembles, eine in sich noch selber wechselwirkende, das Spiel in seiner Darstellung und Aussage noch steigende Kraft. Erwähnenswert unter anderem Christoph Waltz (Der Tanz mit dem Teufel, Du bist nicht allein - Die Roy Black Story) als Jan van Leyden und Mario Adorf (Der große Bellheim, Die Affäre Semmeling) als Fürstbischof Franz von Waldeck.

Die Bilder im Format 16:9 Widescreen kommen in der für eine TV-Produktion aus dem Jahre 1993 zu erwartenden recht guten Qualität während der ca.180 Minuten Laufzeit zur Ansicht. Die Farben wirken natürlich und in ihrer Wirkung nie aufdringlich oder überzeichnet. Schärfe und Kontrast zeigen sich in ihren Einstellungen in mittleren gut gewählten Bereichen. Ein wenig schwach ausgeprägt wirkt zum Teil die Konturenschärfe, besonders bei schnelleren Bewegungen innerhalb einer Aufnahme. Unauffällig und nur minimal ausgeprägt, fällt das nur selten vorhandene leichte Bildrauschen, beim Betrachten der beiden DVD`s dieser Veröffentlichung auf. Das Bild in seiner Wirkung und Qualität von dieser DVD-Veröffentlichung durch "ARD-VIDEO" betrachtet, kann überzeugen und als gut gelungen bezeichnet werden.

Stimmungsvoll und passend zum Film gestaltete DVD-Menüs ermöglichen in ihrer funktionalen Art das Abrufen aller auf den beiden DVD`s vorhandener Optionen und Möglichkeiten. Als Extras finden sich auf dieser Veröffentlichung ein ca. 2:40 Minuten laufender Drehbericht, sowie ein ca. 7 Minuten dauerndes Interview mit dem Regisseur Tom Toelle. Eine Trailershow informiert über weitere Filme auf DVD.

Tonbewertung
Einen als sehr gelungen zu bezeichnenden Dolby Digital 2.0 Ton, bringen die beiden DVD`s dieser Veröffentlichung zu Gehör. Dabei fällt das räumlich gut ausbalancierte und stimmungsvoll gemischte Klangbild mit seinen zahlreichen, die Filmhandlung unterstützenden Tönen, neben den Dialogen äußerst positiv auf. Die Verständlichkeit der Dialoge ist zu jeder Zeit gegeben und kein Rauschen oder sonstige Mängel mindern die Qualität im Ton. Ein wahres Highlight und im Film höchst effizient zum Einsatz gebrachtes Mittel, ist die Filmmusik von Wojciech Kilar. Er zeichnete bereits für die Musik in Roman Polañski "Die neun Pforten" oder auch in Francis Ford Coppola`s Verfilmung von "Bram Stoker's Dracula" verantwortlich, um hier nur zwei Beispiele zu nennen.

Gesamturteil:
Eine wahrlich passende Veröffentlichung in der Reihe "Grosse Geschichten" kommt mit "König der letzten Tage" durch "ARD-Video" hier zur Veröffentlichung. Das auch noch in gelungener Qualität bei Bild und Ton mit einigen netten Extras. Hier wird "Grosse Geschichte" erzählt, die es schafft spannend zu unterhalten, ohne auch nur eine Minute während der gesamten Laufzeit langatmig zu werden.
Sehr zu empfehlen.

Autor: Torsten
www.Fernseh-Serien-Auf-DVD.de
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Monumental diabolisch. 16. November 2010
Von Stan
Ein schillernder Juwel unter den Historienfilmen ...

...nicht vergleichbar mit heutigen gnadenlos aufgeblasenen 2010-Produktionen aus der unteren Liga wie "Die Säulen der Erde"(kein Vergleich zum Roman, reine Medienkampagne), "Die Wanderhure" oder "Henri 4".

Sicher wird hier nicht 1:1 die Geschichte der Münsteraner Wiedertäufer und Jan van Leydens wiedergegeben, aber dies hat klare dramaturgische Gründe und der sonst zu komplexe Hintergrund wäre nicht stimmig und klar konstruiert gewesen.
So bleibt die Spannung vom ersten Moment bis zum letzten erhalten. Gnadenlos und flirrend ergreifend.

Virtuose Regie und imposante,gänsehauttreibende Musikuntermalung, ein unnachahmlicher Mario Adorf in Bestform und ein Christoph Waltz, der hier den phänomenalen,zementfesten Grundstein zur seiner Weltkarriere legt. Ein epochaler Schauspieler. In meinen Augen erreicht er hier Kinski-Format; d.h. das geht über Weltklasse hinaus. Er spielt Jan van Leyden nicht, er IST Jan van Leyden.

Überragendes Werk, überragend besetzt. Dieses Werk hat mich über Jahre beschäftigt, so daß ich begann, mich intensiv mit Jan van Leyden, den Wiedertäufern und der fabelhaften Stadt Münster zu befassen. Eine erstaunliches Beispiel über das Zusammenwirken von Geschichte, Psychologie und Massensuggestion durch einen charismatischen Anführer, der seine Anhänger in den Abgrund führt.

Monumental diabolisch.
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