Pressestimmen
»Ryszard Kapuścińskis Buch ist alles zugleich: soziologische Analyse, ethnologische Feldstudie und politisches Pamphlet, vor allem aber eine brillante Satire, die sich Satz für Satz auf herrschende Verhältnisse übertragen lässt.« Frankfurter Rundschau
Kurzbeschreibung
Aus Gesprächen formt der polnische Journalist Ryszard Kapuściński ein schillerndes Porträt des legendären »Königs der Könige«, Haile Selassie, Negus Negesti von Äthiopien. Nach dessen Sturz 1974 fügt sich aus der Sicht ehemaliger Diener, Hofschranzen, Notabeln und Spitzel ein Bild des absoluten afrikanischen Monarchen. Entstanden ist dabei zugleich eine glänzende, zeitlose Parabel auf totalitäre Systeme und imperiale Machtausübung.
Über den Autor
Ryszard Kapuściński, geboren 1932 in der ostpolnischen Stadt Pinsk, gestorben 2007 in Warschau, wurde in den Fünfzigerjahren als Korrespondent nach Asien und in den Mittleren Osten, später auch nach Lateinamerika und nach Afrika entsandt. Er zählte zu den großen Journalisten seiner Zeit, seine Reportagen aus der Dritten Welt sind weltberühmt. 1994 war er der erste Preisträger des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung, 1999 wurde er in Polen zum »Journalisten des Jahrhunderts« ernannt, 2004 erhielt er in Wien den »Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch« des Jahres 2003.