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König August der Starke: Historischer Roman
 
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König August der Starke: Historischer Roman [Taschenbuch]

Józef Ignacy Kraszewski , Kristiane Lichtenfeld
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 9 (1. Juli 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746613094
  • ISBN-13: 978-3746613093
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.621 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Józef Ignacy Kraszewski
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als August der Starke (1670-1733) 26jährig den kursächsischen Thron besteigt, hat er eine Vision: Sachsen und Polen will er zu einem einheitlichen, mächtigen europäischen Reich vereinen. Er kennt dabei keine Skrupel: Um König von Polen zu werden, wechselt er sogar den Glauben. So beginnt sein an Leidenschaften und Intrigen reiches Spiel um der Polen und - vor allem der Polinnen - Gunst. Doch während er in der Liebe immer neue Erfolge feiert, begegnen ihm seine politischen Widersacher mit Skepsis und Mißtrauen.

Über den Autor

Józef Ignacy Kraszewski (1812-1887) wurde in Warschau als ältester Sohn einer wenig begüterten polnischen Adelsfamilie geboren. Er studierte in Wilna Medizin, dann Philosophie und war ein Anhänger der polnischen Unabhängigkeitsbewegung. Nach dem Januaraufstand 1863 entging er nur durch Flucht der Verbannung nach Sibirien. Mehr als 20 Jahre lebt er in Dresden im Exil. 1883 wegen angeblichem Landesverrat in Berlin verhaftet und eingekerkert, wurde er 1885 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gefängnis entlassen und verbrachte seine letzten Jahre in der Schweiz. Kraszewski hinterließ etwa 240 Romane und Erzählungen. Mit seinen sechs zwischen 1873 und 1875 entstandenen Sachsen-Romanen – »König August der Starke«, »Gräfin Cosel«, »Aus dem Siebenjährigen Krieg«, »Graf Brühl«, »Feldmarschall Flemming« und »Der Gouverneur von Warschau« – schuf er ein umfassendes und farbenprächtiges Zeitgemälde des Königreichs Sachsen und Polen, das von 1697 bis 1763 bestand.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Hierzulande ist August der Starke, deutscher Kurfürst und König von Polen, hauptsächlich in deutscher Perspektive bekannt. Umso interessanter liest sich daher Kraszewskis Darstellung von 1895. Freilich handelt es sich hier nicht um eine streng wissenschaftliche Biographie, sondern um einen biographischen Roman, also um eine wirklichkeitsnahe Darstellung, die zur leichteren Erfassung historischer Zusammenhänge fiktive Nebenhandlungen und Figuren in die Handlung einbezieht, ohne die grundsätzlichen historischen Tatsachen zu verfälschen.
Freilich handelt dieser Roman nicht um eine komplette Biographie Augusts II., sondern konzentriert sich auf die Zeit seines polnischen Königtums.

Dabei geht Kraszewski geschickt vor, indem er die Geschicke eines fiktiven Dresdener Kaufmannes, Zacharias Wittke, mit König Augusts Regierung verknüpft. Wittke, dem wegen seiner teilweise sorbischen Abstammung polnische Sprache und Kultur vertrauter sind als seinen sächsischen Zeitgenossen, eignet sich hervorragend dafür, auch historisch weniger interessierten Lesern die Hintergründe und Zusammenhänge zu vermitteln, die das nötige Verständnis erst ermöglichen. Dabei wird Wittke nicht zum leblosen Statisten der Romanhandlung degradiert, sondern er gewinnt seinerseits Konturen, sodass Leser sich mit ihm identifizieren können, oder anders formuliert: Die Romanfigur Wittke wird lebendig charakterisiert und trägt entscheidend dazu bei, dass der Roman spannend bleibt, ohne in Kitsch abzugleiten. Ähnliches gilt für einige weitere fiktive und historische Romanfiguren; vor allem der (nicht historische?) Magnat Górski und der (historische) Gegenkönig Stanislaw Leszczy'ski prägen als positive Gegenspieler Augusts II. maßgeblich die Romanhandlung. Hinzu kommen zahlreiche detaillierte Schilderungen bedeutsamer Ereignisse, z.B. die Krönung Augusts II. in Krakau als Schlüsselszene, in der der anschließende, nie beschwichtigte Zwist zwischen der Szlachta (dem polnischen niederen Adel) und dem aufgrund unsensibler Innenpolitik stets als Fremdkörper empfundenen neuen König bereits vorgezeichnet ist.

Integriert in den Roman werden durch diesen Kunstgriff nicht nur die Intrigen um den polnischen Thron und an Augusts Hof, sondern vor allem auch die Besonderheiten des polnischen Wahlkönigtums, das sich von den absoluten Herrschern des 17. Jahrhunderts maßgeblich unterschied. Entsprechend viel Raum nehmen die Schilderungen der innerpolnischen und europaweiten Machtverhältnisse ein, die Intrigen, Persönlichkeit und das Umfeld Augusts II. Verständlich werden damit auch u.a. die damalige polnische Verfassung, überhaupt historische und politische Zusammenhänge: Der Große Nordische Krieg um die Vorherrschaft im Ostseeraum, oder Politik und Charakter des schwedischen Königs Karl XII., Augusts II. wichtigstem Kriegsgegner in den Nordischen Kriegen.
Der Leser langweilt sich aufgrund dieser erzählerischen Mittel keineswegs, trotz oder vielleicht auch wegen der dargebotenen Informationsfülle.
Allerdings darf man hier keine fein ziselierte Charakterisierungen erwarten: Spätestens beim dritten "die hübsche Urszula" und beim vierten "die hinreißende Anna" wird der Epithetenbarock unfreiwillig komisch. Auch dass spätestens alle drei Seiten in allen Konjugationen "geschmunzelt" wird, lässt seinerseits den Leser süffisant schmunzeln. Ich jedenfalls bin im ganzen Leben noch nie so oft diesem Verb begegnet wie in diesem Roman.
Trotz dieser Einwände überwiegen die Argumente für den Roman, den man trotz geringfügiger Einwände durchaus zu den Klassikern der Romanbiographie zählen kann.

Zum Klassiker der vorbildlichen Edition allerdings dürfte es dieser Ausgabe vom Aufbau-Taschenbuch nicht ganz reichen: Im äußerst knappen Nachwort bleiben nicht nur die stets gegenwärtigen Anspielungen der Romanhandlung auf die Lage in Polen zur Entstehungszeit des Romans unerwähnt. Der nach dem polnischen Aufstand 1863 nach Sachsen emigrierte Kraszewski schreibt nämlich nicht nur über die Geschichte Polens, sondern verteidigt darin auch die Rechte der polnischen Nation, im späten 19. Jahrhundert unter drei Großmächten "verteilt". Dass diesen Voraussetzungen eine gewisse Idealisierung des "guten alten Polen" geschuldet ist, dürfte dem aufmerksamen Leser allerdings auch so klar sein.
Ein weiteres Manko für Leser, denen die polnische Geschichte "gerade nicht ganz präsent" ist: Es fehlen Sacherklärungen beispielsweise zu "Szlachta", "Hetman" oder "Rzeszpospolita"; lateinische Zitate werden nicht übersetzt, und die zahlreichen historischen Personen werden zwar bei ihrem ersten Vorkommen in Fußnoten gewissenhaft erläutert, aber wer findet die 200 Seiten später auf Anhieb wieder? Idealerweise erläuternde Namens-, Begriffs- und Ortsregister wären sinnvoller gewesen und hätten auch die zweifellos gründlichen zugrundeliegenden Recherchen besser gewürdigt.
Auch leidet die insgesamt gut lesbare Übersetzung von 1997 an zahlreichen sprachlichen Unsitten: Missgriffe wie "unbeschadet", "nichtsdestotrotz", "zum Ausdruck bringen" & Co. verkaufen die Leistung allemal unter Preis, die die Übersetzung eines über hundert Jahre alten Romans darstellt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mathias von Gersdorff VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Jozef I. Kraszewski respektiert in seinen Romanen den historischen Rahmen, doch abgesehen davon, läßt er seiner Fantasie freien Lauf. Das muß man wissen, denn in der Charakterisierung der Hauptpersonen ist der Autor recht eigenwillig. Insbesondere August der Starke, der in mehreren Romanen erscheint, wird dermaßen monströs dargestellt, daß man lachen muß. Ob das die Absicht von Jozef I. Kraszewski war, weiß ich nicht. Nicht immer wurde August der Starke so negativ beschrieben. Erst in der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts haben preußische Historiker dieses Bild entworfen. Sie wollten die aggressive preußische Politik gegenüber Sachsen damit rechtfertigen. Auch in Polen ist das Bild von August den Starken negativ, auch wenn es neuerdings Historiker gibt, die das anders sehen. In Polen wiegt schwer, daß die die Herrschaft der Könige aus Sachsen nicht zu einer Festigung des Reiches geführt hat und das Land schließlich von den Nachbarn aufgeteilt wurde. Dieser Roman gehört nicht zur sog. Sachsen-Trilogie (Gräfin Cosel, Graf Brühl und Aus dem Siebenjährigen Krieg) und ist auch insgesamt schwächer als diese. Die Handlung beginnt mit den politischen Vorbereitungen, um sich als König von Polen wählen zu lassen, und geht bis zum Nordischen Krieg.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
August der Starke 4. März 2010
Format:Taschenbuch
Das gewählte Buch kam, wie immer rasch und auch ohne Beschädigung an, daher 5 Punkte
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